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02.02.2012   12:04 Uhr  | Robert Schröder

Silber in Euro - Welche Marken müssen Anleger beachten?

Für Silber verlief das Jahre 2011 äußerst turbulent. Crash- und Rally-Phasen wechselten sich alle paar Monate ab. In der Summe war es jedoch ein negatives Jahre. Der Silberpreis verlor in USD nominal über 10%. Auch umgerechnet in unsere harte Europäische Gemeinschaftswährung sieht es nur geringfügig besser aus. Silber verlor auf Jahressicht in Euro gut 8%. Im Folgenden möchte ich Ihnen zeigen, wie sich das Jahr 2011 im langfristigen Zeitfenster einordnen lässt. Wo liegen für Silber-Anleger aus dem Euro-Raum wichtige charttechnische Kursmarken? Wo mögliche Ziele?

Als langfristiger Chart gilt der Monats-Chart. Eine Kerze entspricht einem Monat. Hier ist seit den frühen "Nuller"-Jahren eine deutliche Aufwärtsbewegung zu erkennen. Die Hausse begann damals bei gut 4 EUR/Silberunze. Die erste Phase - damals noch unter verhältnismäßig geringem Medieninteresse - führte den Kurs auf fast 12 EUR heran und kann nach Elliott Wave als Welle 1 deklariert werden.

Anschließend folgte eine 2 1/2 jährige Phase der Konsolidierung, die zwar zeitweise neue Verlaufshochs über 13,50 EUR hervorbrachte, aber dennoch als Ganzes als Korrekturwelle 2 eingestuft werden kann. Das Tief der Welle 2 ist bei 6,46 EUR zu suchen.

Ab diesem Punkte nahm die Hausse dann richtig Fahrt auf. Im Rahmen der Hauptantriebswelle eines jeden Impulses (Welle 3), legte der Silberpreis bis April 2011 auf 33,65 EUR zu. Ausgehend vom Tief der Welle 2 entspricht das einem Anstieg von 420 Prozent.

Dass allerdings ein fast senkrechter Anstieg früher oder später wieder verkauft wird, zeigt die Geschichte. Auch Silber konnte sich diesem "Naturgesetz" nicht entziehen und ging ab 33,65 EUR in eine ausgeprägte Konsolidierung über, die nach Elliott Wave eine Welle 4 ist und erst Ende Dezember 2011 ein Niveau von 20,18 EUR erreichte.

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Bis heute konnte sich Silber von diesem Schocktief um über 25 Prozent erholen. Im Chart wird auch deutlich, warum es ausgerechnet dort zu einem Rebound kam. Zum einen verläuft nur knapp oberhalb der 20 EUR Marke das markante und wichtige 50 % Fibonacci-Korrektur-Retracement. Zum anderen ist der Bereich um 20 EUR charttechnisch gut gestützt.

Desweiteren lässt sich die bisherige Aufwärtsbewegung wunderbar in einen Trendkanal einrahmen. Die untere Trendkanallinie entspricht hier zugleich auch dem langfristigen Aufwärtstrend, der mit dem genannten Tief der Welle 4 exakt gehalten hat und verteidigt wurde.

Nach der Aufwärtsbewegung der letzten fünf Wochen liegen zwar nun die richtigen guten Kaufkurse schon hinter uns, allerdings ist das aktuelle Preisniveau - im Vergleich mit dem was uns in den kommenden Monaten erwartet - noch immer als günstig zu betrachten. Denn im Rahmen der finalen Welle 5 des Silberbullenzyklus erwarte ich Kurse von über 40 EUR. Da bei Rohstoffen die fünfte Welle eines Impules oft extensiert, wäre sogar ein direkter Test der oberen Trendkanallinie bei ca. 42 EUR gar nicht so außergewöhnlich.

Kritisch wird es hingegen, sobald der Trendkanal nach unten verlassen wird. Unterhalb von 18,50 EUR würde ich mir hier ernsthafte Gedanken machen, ob die Silberhausse in der Form dann noch in takt ist ...

Abschließend noch ein Hinweis: Silber wird seit jeher in USD gehandelt. In EURO findet an keiner Börse weltweit ein Handel statt. Alle Kurse, die Sie sonst in anderen Währungen sehen, sind lediglich mathematische Umrechnungen von USD in EURO.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com



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