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Erdöl als Königsmacher

21.02.2012  |  Robert Rethfeld
Während die Preise an Deutschlands Tankstellen aktuell neue Allzeithochs erreichen, können sich die US-Amerikaner vergleichsweise entspannt der Zapfsäule nähern. Der Durchschnittspreis beträgt 3,58 US-Dollar pro Gallone. Bis zur "magischen Marke“ von 4 US-Dollar - 2008 und 2011 bereits erreicht - ist noch Luft (etwa 40 Cents; folgender Chart).

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Nichtsdestotrotz wetzt die republikanische Partei bereits die Messer: Nach einem Bericht der New York Times wollen die Republikaner das Thema "steigender Ölpreis“ zum Wahlkampfthema machen. Sie wissen genau: Die saisonalen Muster sind recht verlässlich. Den US-Republikanern dürfte das folgende Verlaufsmuster bekannt sein.

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Der Ölpreis steigt üblicherweise im Frühjahr und Sommer. Das ist natürlich beste Wahlkampfzeit, die man zu nutzen gedenkt. Ein steigender Ölpreis würde der sich momentan verbessernden US-Verbraucherstimmung einen Dämpfer versetzen und Obama in die Enge treiben.

Charttechnisch befindet sich der Ölpreis (Crude) an einer interessanten Stelle. Er "droht“ aus einer Konsolidierung in einen Aufwärtstrend überzugehen. Der Ausbruch aus dem nachfolgend eingezeichneten Dreieck (blau) dürfte eine solche Bewegung auslösen.

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Erdöl der Sorte Brent spielt den Vorreiter: Brent hat jüngst die Marke von 120 US-Dollar übertroffen. Die Maximalschätzungen der Banken für das Jahr 2012 sind damit erfüllt. Stiege der Ölpreis weiter, wären Banken und Fonds zum Nachkauf sowie zur Adjustierung ihrer Prognosen gezwungen.

Die Frage, ob der Ölpreis im Vergleich zu den Aktienmärkten zu teuer ist, beantwortet der folgende Chart. Der stellt das Verhältnis der Entwicklung des Ölpreises im Vergleich zum amerikanischen Leitindex Dow Jones Index dar.

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