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Edelmetalle stagnieren - USA mit Rekorddefizit auf Monatsbasis

12.03.2010  |  Markus Blaschzok
Sehr geehrte Damen und Herren,

die EZB eröffnet in Ihrem Monatsbericht drei Szenarien, wie sich die Verschuldung Europas in den nächsten Dekaden entwickeln könnte. Im besten Fall fahren die Euro-Länder ihre Verschuldung um jährlich einen Prozentpunkt zurück, womit sie die Defizitgrenze von 60% des BIPs in 2026 wieder erreichen könnten. Im schlimmsten Fall, wenn die Länder ihre Haushalte nicht konsolidieren und sparen, würde die Verschuldung in 2026 einen Wert von 150% des BIPs erreichen. Wahrscheinlicher jedoch ist, dass die Staaten nicht sparen, da sie dies politisch nicht durchsetzen können und stattdessen weiter aufschulden und umverteilen werden. Die starken Nationen werden die Schwachen beispielsweise über einen möglichen EWF subventionieren. Die Schulden werden nicht, wie die EZB versucht zu suggerieren, irgendwann getilgt, sondern durch die Monetarisierung dieser über Inflation abgebaut werden. Letztlich kommt es auf das Gleiche wie eine höhere Besteuerung der Bürger hinaus und wir werden alle ärmer mit dem Nachteil, dass durch die Inflation die Wirtschaft geschädigt wird und die Produktivität abnimmt.

So war beispielsweise das Defizit im US-Haushalt im Februar 14 Prozent höher als im Vorjahr und hatte damit einen neuen Monatsrekord von 220,9 Mrd. Dollar erreicht. Für das Haushaltsjahr 2009/2010 rechnet man mit insgesamt 1,56 Billionen US-Dollar Neuverschuldung nach 1,42 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr. Wer bereits Vermögen in feste Währungen wie Gold und Silber getauscht hat, muss sich weniger Sorgen machen, da sich die fundamentalen Rahmenbedingungen für einen weiterhin steigenden Goldpreis ständig verbessern.


Obama startet "Nationale Exportinitiative"

US-Präsident Obama berief einen Exportrat und unterzeichnete eine Anweisung an die Behörden, die eine Stärkung der Exportorientierung von US-Unternehmen und besseren Zugang auf ausländischen Märkten zum Ziel hat. Mittels "finanzieller Anreize" für Unternehmen, also Subventionen, will er die Ausfuhren seines Landes bis 2015 verdoppeln und so zwei Millionen Jobs schaffen. Obama ist nicht der erste Staatschef der Wirtschaftswachstum per Befehl an seine Institutionen befiehlt.


Technische Analyse

Gold kämpfte sich am Mittwoch im amerikanischen Handel bis auf 1.027 USD an den Widerstand bei 1.031 USD ran, um danach über 20 USD auf 1.105 USD runtergedrückt zu werden. Damit hat sich das ganz kurzfristige Chartbild auf Neutral gestellt. In Euro wurde das letzte Hoch ebenfalls nicht überwunden und der Kurs ging noch einmal bis zur Unterstützung bei 810 Euro zurück. Der Widerstand bei 1.131 USD sollte wie der bei 1.165 USD ebenso genommen werden um nicht unter die Unterstützungen bei 810 Euro bzw. 1.090 USD zu fallen. Ein unwahrscheinlicher, stärkerer Preisrückgang sollte spätestens bei ca. 1.040 USD zum stehen kommen, da dort drei Unterstützungen, wie die 200 Tage-Linie und eine mittelfristige Aufwärtstrendlinie, verlaufen. Die nächsten Preisziele liegen zwischen 860 EUR und 880 EUR, in USD sind es die Marken 1.165 USD und danach 1.225 USD. Weitere Unterstützung für den Preis in USD könnte vom Währungspaar EUR/USD kommen. Zum einen weisen die COT Daten schon länger eine Schieflage auf, die eine technische Erholung für den EURO begünstigt und zum anderen konnte sich der Euro bis 1,40 USD erholen, nachdem der Widerstandsbereich von 1,37 bis 1,35 nicht durchbrochen werden konnte und sich bullische Muster gebildet haben.
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Erstellt mit TaiPan - Lenz+Partner AG


Der Silberpreis stieg seit der letzten Analyse vom 03. März 2010 wie erwartet weiter und erreichte die Widerstandslinie bei 17,60 USD, bei der ich mit einer Konsolidierung rechnete. Am Mittwoch gab der Preis dann im amerikanischen Handel bis auf die Unterstützung bei 16,80 nach und hält seitdem das Niveau. Zuvor hatte der Preis den Widerstand bei 16 USD und den 200-Tage Durchschnitt signifikant hinter sich gelassen. Es ist ein sehr bullisches Zeichen, dass der Preis nach dem Bruch der 200-Tage-Linie, Anfang des Monats, nicht in den Keller rauschte. Die erreichten wichtigen langfristigen Unterstützungen in Euro, die COT Daten sowie die Saisonalität stimmen weiterhin optimistisch. In Euro sieht die Lage noch viel besser aus. Das Kursziel von 13 Euro wurde erreicht und der Preis kam bis 12,34 zum Luftholen hinunter. Viel tiefer sollte der Preis nun nicht mehr zurückfallen und eine Bewegung zu einem neuen Hoch machen Die nächsten Preisziele sind weiterhin 13 EUR bzw. 18 USD und danach die 19 USD.

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Die aufgeführten ETFs konnten in der vergangenen Woche wieder leichte Zuflüsse vermelden. Insgesamt stiegen die Goldbestände um 0,68 %, Palladium um 0,94% und Platin um 0,6%. Die Silberbestände stagnierten hingegen. Die Zuflüsse in Gold stagnierten seit über einem Jahr und in Silber seit drei Monaten. Anleger diversifizieren ihre Anlagen zunehmend, sodass die Zuflüsse in Silber ETFs und besonders in die Platin und Palladium ETFs weiterhin dynamischer sein werden, als jene in Gold.

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Fazit:

Die kurzfristige technische Situation bei den Edelmetallen ist neutral bis optimistisch zu sehen. In Euro sehen die Edelmetalle viel besser aus als in USD. Auf Grund der Saisonalität und der COT Daten schätze ich die Wahrscheinlichkeit für eine Fortführung und Beschleunigung des Aufwärtstrends viel höher ein, als dass die Kurse wieder nachgeben und sich die Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend wieder ausweitet. Das mittel- und langfristige technische und fundamentale Bild aller Edelmetalle ist ohnehin vollkommen intakt und spricht für sukzessiv weiter steigende Notierungen. Kursrücksetzer wie diese sind ideale Nachkaufgelegenheiten um in der Rohstoffhausse richtig positioniert zu sein. Kurzfristig kleine Rücksetzer an den Edelmetallmärkten zu handeln ist ohnehin nicht empfehlenswert. Physisch sollten Sie jeden Rücksetzer nutzen um weiterhin Bestände als Inflations- bzw. Staatsschutz aufzubauen.


Marktzahlen

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Stellenangebote

Aktuell werden verschiedene Stellenangebote in unserem Haus ausgeschrieben. Mehr Informationen finden Sie in den kommenden Wochen auf unserer Internetpräsenz unter: www.proaurum.de/ueberuns/stellenangebote.html


München aktuell

Unser gestriger langer Donnerstag, mit Öffnungszeiten bis 20:00 Uhr, kam sehr gut bei den Kunden an und wir verzeichneten ein sehr hohes Handelsvolumen. Meistgefragt waren wieder die 100 Gramm sowie die 250 Gramm Barren in Gold und die Kruegerrand und Philharmoniker Münzen. Als Sonderaktionen erhalten Sie derzeit die 20 Unzen Philharmoniker in Gold, den 1 Dukat Österreich, 20 FFRS Napoleon sowie die Unze Britannia in Silber.

Aufgrund der erfreulich großen Nachfrage zur Vortragsreihe mit Fondsmanager Herrn Uwe Bergold, zu den Themen "aktuelle Kapitalmarktsituation" und "Fondsmanagement im Rahmen der makroökonomischen Zyklik", hat sich pro aurum entschlossen weitere Veranstaltungen durchzuführen.

Der nächste Vortrag mit Fondsmanager Herrn Uwe Bergold findet am 13.04.2010 ab 18.30 Uhr im Goldhaus München, Joseph-Wild-Straße 12, 81829 München, statt. Anmeldung über www.proaurum.de/investmentfonds/aktuell.html oder senden Sie ein Email an fonds@proaurum.de.


Numismatik aktuell

Numismatik-Tag am 17.03.2010 von 10.00 - 17.00 Uhr in München. Wer die Münze nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Wir bewerten gratis ihre Münzen, Medaillen und Orden in unserem Goldhaus in der Joseph-Wild-Strasse 12. Vereinbaren Sie gleich einen Termin unter 089.444 584 - 130 oder numismatik@proaurum.de.


Berlin aktuell

Am Samstag, den 20. März, 9:30 bis 18:00 Uhr findet im Erfurter Kongresszentrum der BörsenTAG Erfurt statt. pro aurum Berlin wird mit einem eigenen Stand vertreten sein. Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu unserem Unternehmen und unserem neusten Produkt - dem pro aurum ValueFlex Investmentfonds. Als Marktführer im Edelmetallbereich bieten wir Ihnen eine Auswahl an Gold- und Silbermünzen sowie Barren zum Verkauf an. Freuen Sie sich auf spannende Vorträge und den persönlichen Austausch mit dem pro aurum Team. Nähere Informationen erhalten Sie hier: www.boersentag-erfurt.de.

Aufgrund der erfreulich großen Nachfrage zur Vortragsreihe mit Fondsmanager Herrn Uwe Bergold, zu den Themen "aktuelle Kapitalmarktsituation" und "Fondsmanagement im Rahmen der makroökonomischen Zyklik", hat sich pro aurum entschlossen weitere Veranstaltungen durchzuführen.

Der nächste Vortrag mit Fondsmanager Herrn Uwe Bergold findet am 21.04.2010 ab 18.30 Uhr im Ludwig-Erhard-Haus, Fasanenstraße 85, 10262 Berlin (City West, Nähe Kurfürstendamm), statt. Anmeldung über www.proaurum.de/investmentfonds/aktuell.html oder senden Sie ein Email an fonds@proaurum.de.


Bad Homburg aktuell

Die Kunden nutzen weiterhin die, im Vergleich zur Vorwoche, niedrigen Edelmetallpreise zur Vermögensabsicherung. Wir sehen verstärkt Kunden die auch größere Summen investieren. Dadurch sind die in den letzten Wochen weniger nachgefragten 1 kg Goldbarren jetzt wieder sehr gesucht. Die Meldung, dass in 2011 Erdöl knapp werden könnte, da in der Krise in den Aufbau neuer und moderner Förderanlagen zu wenig Geld investiert wurde, hat zu einer weiteren Verunsicherung unserer Kunden über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft geführt. Hohe Ölpreise hatten in der Vergangenheit auch oft höhere Edelmetallpreise zur Folge.

Meistgesuchte Gattungen waren neben den 1 kg Goldbarren, die 100 Gramm bis 500 Gramm Barren, Kruegerrand und Philharmoniker im Gold und die 1 Unzen Silbermünzen Philharmoniker und Maple Leaf.

Am Freitag, den 19.März findet in der Zeit von 9-16 Uhr in unserer Bad Homburger Geschäftsstelle der 3. Numismatik Tag in Bad Homburg statt. Nähere Informationen unter 06172 18969 0

Ab Mittwoch den 17.03. werden wir aus diesem Anlass viele der älteren Prägungen, die wir in den letzten Wochen und Monaten angekauft haben, mit einem Preisvorteil von bis zu 5% auf den regulären Verkaufspreis anbieten. Die Aktion läuft bis zum Freitag 19.03. solange der Vorrat reicht. Ins Angebot kommen z.B. 10 und 20 Goldmark Kaiserreich, 10, 20 und 100 Kronen Österreich, 1 und 4 Dukaten usw. Auch die EURO Gedenkprägungen Deutschlands werden vergünstigt angeboten.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Handelstag


© Markus Blaschzok

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