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Zyklik der globalen Goldförderung (Teil 3/3)

01.04.2010  |  Dr. Jürgen Müller
Einleitung

Im ersten Teil dieser Trilogie wurde der übergeordnete exponentielle Anstieg der Goldgewinnung seit dem Beginn der industriellen Förderung um das Jahr 1850 dargestellt, sowie die 4 untergeordneten Zyklen, die sich seither vollzogen haben. Im zweiten Teil wurden nochmals die Fakten erläutert, die zur Hypothese führen, dass 2003 das Peak-Gold Jahr mit einer Förderung von 2.590 Tonnen gewesen sein könnte (abnehmende Dynamik der Unterzyklen, fallende Erzgehalte und dadurch exponentiell steigende Förderkosten, sinkender Explorationserfolg). In diesem letzten Teil der Trilogie wollen wir die Implikationen für zukünftige Unterzyklen aus den zuvor getroffenen Erkenntnissen aufzeigen.


4-Zyklen-Modell der globalen Goldförderung

Seit 2003 fiel die Goldförderung von 2.590 auf 2.260 Tonnen in 2008 um 12,7% (Anmerkung: Da das USGS, wie in Teil 2 erläutert, die Förderzahlen rückwirkend zumeist nach unten korrigiert, vernachlässigen wir die für 2009 genannte Rate von 2.350 Tonnen) [1]. Analysiert man die 4 bisherigen Unterzyklen in charttechnischer Manier, kann man eine Größenordnung für den Zielpunkt des aktuellen 4. Unterzykluses erhalten. Abbildung 1 zeigt, dass die Grundniveaus der bisherigen Zyklen zu einer charttechnischen Unterstützungslinie verbunden werden können. Diese Kurve steigt mit einer Rate von 12,5 Tonnen pro Jahr (t/a) an.

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Abb. 1: Globale Goldproduktion 1850 - 2008 mit charttechnischer Unterstützungslinie [2].


Extrapoliert man diese Unterstützungslinie, so ist ersichtlich, dass im aktuellen Unterzyklus die Förderung bis auf ca. 1.600 Tonnen im Jahr 2018 fallen kann (roter Kreis in Abbildung 1).


3-Zyklen-Modell der globalen Goldförderung

Da Südafrika in den letzten 100 Jahren mit Abstand das wichtigste Förderland war, dessen Reserven nun aber immer schwieriger abzubauen sind und die Förderung daher auch beständig sinkt, erscheint es sinnvoller, die globale Goldförderung ohne den südafrikanischen Anteil in analoger Weise zu analysieren. Zieht man den südafrikanischen Anteil von der globalen Goldförderung ab, reduziert sich das 4-Zyklen-Modell zu einem 3-Zyklen-Modell da wie in Teil 1 bereits beschrieben, der dritte Unterzyklus ausschliesslich ein Südafrika-Zyklus war. Abbildung 2 zeigt daher auch zwischen den Jahren 1950 und 1980 eine konstante Weltförderung von 500 Tonnen. Einzig Südafrika konnte in dieser Zeit nennenswerte und nachhaltige Produktionszuwächse verzeichnen.

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Abb. 1: Globale Goldproduktion 1850 - 2008 ohne südafrikanischen Anteil mit charttechnischer Unterstützungslinie [2].





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