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17.03.2012 09:00  | GoldMoney

Sinkendes Gold-Silber-Verhältnis

Open in new windowNachdem die Edelmetalle am Mittwoch Kursverluste hinnehmen mussten, kam es gestern wieder zu einer passablen Erholung. Gold lag beim Londoner Nachmittagsfixing bei 1.648 Dollar pro Feinunze, nachdem es im Tagesverlauf schon unter die Marke von 1.640 Dollar gerutscht war. Danach ging es seitwärts. Die Marktoptimisten werden wohl dafür sorgen müssen, dass der Kurs bald schon den Widerstand bei 1.680 knackt. Dann ließe sich wieder an das Aufwärtsmomentum anknüpfen, das seit Jahresbeginn den Goldmarkt bestimmt hatte. Trotz der Verluste der letzten Tage darf man nicht vergessen, dass Gold seit Jahresbeginn immer noch mit 5% im Plus liegt, auf Jahresbasis sind es sogar mehr als 16%.

Silber reagierte beeindruckend auf die Kursrücksetzer der letzten Tage und konnte im Bereich von 32,50 Dollar pro Feinunze Unterstützung finden. Um sicher zu gehen, dass dieser kurzfristige Rücksetzer vorbei ist, bräuchte es aber eine Kurserholung, die Silber zurück über die 33 Dollar-Marke führt. Seit Jahresbeginn kann Silber mit beeindruckenderen Kursentwicklungen aufwarten als Gold - es stieg seither um 16,26%. Über die letzten 12 Monate betrachtet, ergibt sich jedoch ein Verlust von 9,78%.

Dass Gold im vergangenen Jahr deutlich besser abscheiden konnte als Silber, liegt unter anderem an der extremen Volatilität des Silbermarktes seit Anfang 2011, die viele vom Silberkauf abschreckte. Verantwortlich dafür waren aber auch die in der zweiten Jahreshälfte so dominanten Negativschlagzeilen - ob sie nun der Verschuldungsobergrenze der USA oder den Staatsschuldenproblemen Europa galten. Unter solchen Bedingungen schneidet Gold in der Regel besser ab als die anderen Edelmetalle.

Aber jetzt hat sich das Blatt gewendet. Die Schuldenprobleme der USA und Europas sind zwar noch lange nicht gelöst, den Zentralbanken gelingt es aber, zumindest vorübergehend, das Problem durch Liquiditätsflutung auszublenden - dank QE, LTRO, "Twist" und aller anderen Kürzel, die für Geldschöpfung und künstlich niedrige Zinssätze sorgen. Seit letztem Herbst ist die Zahl der Wertpapierankäufe durch die EZB enorm gestiegen und in den USA hören die Geldangebotsaggregate nicht auf zu steigen.

Wie James Turk in einem Interview mit King World News deutlich macht, wird die steigende Inflation für weitere Kursgewinne im Edelmetallsektor sorgen. Mit Blick auf das Gold-Silber-Verhältnis werden sich die Kursgewinne wahrscheinlich stärker zugunsten von Silber auswirken, da es immer stärker als Industriemetall aber auch als Inflationsschutz-Anlage von Investoren nachgefragt wird.

Die für heute anstehende Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex wird weitere Hinweise über das Tempo der Erholung in den USA bringen. Konsensschätzungen gehen von einem Anstieg von 0,5% gegenüber dem Vormonat aus. Doch seien Sie nicht überrascht, wenn die Zahl etwas höher ausfällt.


© GoldMoney News Desk
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