21.05.2012 07:05 Uhr
| Silberjunge
Warten wir ab, für wen es am Ende wirklich bitter wird
Können die Probleme bei J.P. Morgen mit eine Ursache für die Schwäche der Edelmetalle sein? Mussten vielleicht Positionen glatt gestellt werden?
Also entgegen der vollmundigen Versprechungen, den Eigenhandel einzustellen, ist J.P.Morgan im Gold und Silber-Future laut den Berichten der CME über die Aktivitäten an der US-Warenterminbörse noch immer aktiv für den Eigenhandel und nicht nur für Kunden. Die 4 größten Händler haben im Gold ganz aktuell fast 315 Tonnen Gold am US-Warenterminmarkt leer verkauft. Wir reden immerhin über mehr als 11 Prozent der jährlichen Minenproduktion. Im Silber haben die 4 größten Händler derzeit fast 135 Millionen Unzen netto leer verkauft, was fast 12 Prozent der jährlichen Silberminenproduktion entspricht Nur bei Gold und Silber sehen wir solche massiven Leerverkäufe der größten Händler.
Ich stelle daher immer wieder die Frage, ob hier manipulative Aktivitäten stattfinden und Preisrückgänge gezielt verschärft werden. Immerhin sind Gold und Silber so etwas wie das Fieberthermometer unseres Papiergeldsystems. Sinkt das Vertrauen ins Papiergeld, steigen die Preise der Edelmetalle. Ist es denn eine Verschwörungstheorie, wenn ich sage, dass vor allem die westlichen Zentralbanken und Regierungen kein Interesse an massiv steigenden Edelmetallpreisen haben können? Eines ist aber auch klar: Man kann das Fieberthermometer zerstören, der Patient namens Papiergeldsystem bleibt aber dennoch krank. Selbst wenn die Probleme von J.P.Morgan die Schwäche der Rohstoffmärkte derzeit verstärken sollten, so wird dies doch nur vorübergehend wirken. Ich möchte das Thema daher nicht überbewerten.
(Ende meiner Antworten auf die gestellten Fragen)
Antizyklisch spricht die ausgedehnte Korrektur vom 29. Februar bis zum 17. Mai für wirkliche Kaufchancen. Die Commercials haben ihre Leerverkäufe (Chart 1.7 im Silberbulletin vom 19. Mai 2012) ganz massiv reduziert und das Ratio der Verkäufe und der Käufe (Chart 1.8 im Silberbulletin vom 19. Mai 2012) des Silber-Futures (ein Kontrakt, also ein Silber-Future steht bekanntlich für 5.000 Unzen) durch die Commercials spricht für günstige Nachkaufgelegenheiten. Die Spekulanten (Gegenspieler der Commercials) haben also ihre Long(Kauf)positionen ganz massiv abgebaut.
Beachten Sie auch die stark reduzierten Netto-Leerverkäufe der vier größten Spieler am US-Terminmarkt (siehe Chart 3.1 auf Seite 11 des Silberbulletins vom 19. Mai 2012). Die Berichte im Mainstream tun ihr Übriges, denn sie leisten den Pessimisten Vorschub. Mein Worst-Case gab ich in dem Interview zwar mit 22 bis 25 Dollar an, aber ich glaube derzeit nicht, dass wir tatsächlich unter die 26 Dollar aus dem Jahre 2011 fallen können. In der Sondermitteilung vom 13. Mai 2012 hatte ich gezeigt, dass die seit dem Silberhoch am 29. Februar bei 37,5 US-Dollar angewandte Streckfolter von einer zeitlichen Dauer war, die wir zuletzt in den Jahren 2001 sahen und führte aus, dass in der 20. Kalenderwoche alle Chancen auf eine Gegenbewegung bestehen sollten.
Auch die drei langlaufenden Optionsscheine mit Fälligkeiten im Dezember 2013, Juni 2014 und Dezember 2014 (siehe Investmentkompass Langfassung vom 15. März 2012, Seite 7) sind die richtigen "Waffen“ gegen die großen Trader am US-Terminmarkt und gegen die Streckfolter wie wir sie seit dem 29. Februar beobachten konnten. Sie verschaffen uns gerade jetzt die nötige Zeit und Geduld! Wir haben neben den beiden neuen Knock-out-Zertifikaten auch diese Optionsscheine für neue Investments genutzt. Mit den jüngsten Käufen haben wir alle Chancen und wir bleiben voll handlungsfähig, selbst wenn wider Erwarten doch noch eine neue Ausverkaufswelle kommt. Klar ist und bleibt dabei, dass der Löwenanteil unserer Edelmetallinvestments wirklich physisch in Barren und Münzen investiert ist und bleibt.
In der kommenden Ausgabe des Silberbulletins werde ich aufzeigen, warum der Point-of-no-return überschritten ist und kaum eine Alternative zur Inflationierung besteht. Noch dazu werde ich zeigen, warum Schweden nicht als Vorbild zur Lösung der heutigen Probleme der Eurozone taugt!
© Thorsten Schulte
Chefredakteur des Silberjungen
Redakteure und Mitarbeiter von Silberjunge.de können zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Anteile an Wertpapieren halten, welche in dieser Ausgabe im Rahmen einer Finanzanalyse besprochenen werden.
Hinweis gemäß § 48f Abs. 5 BörseG (Österreich): Redakteure und Mitarbeiter von Silberjunge.de legen gemäß § 48f Abs. 5 BörseG offen, dass sie selbst an einzelnen Finanzinstrumenten, die Gegenstand der Analysen sind, ein finanzielles Interesse haben könnten.
Also entgegen der vollmundigen Versprechungen, den Eigenhandel einzustellen, ist J.P.Morgan im Gold und Silber-Future laut den Berichten der CME über die Aktivitäten an der US-Warenterminbörse noch immer aktiv für den Eigenhandel und nicht nur für Kunden. Die 4 größten Händler haben im Gold ganz aktuell fast 315 Tonnen Gold am US-Warenterminmarkt leer verkauft. Wir reden immerhin über mehr als 11 Prozent der jährlichen Minenproduktion. Im Silber haben die 4 größten Händler derzeit fast 135 Millionen Unzen netto leer verkauft, was fast 12 Prozent der jährlichen Silberminenproduktion entspricht Nur bei Gold und Silber sehen wir solche massiven Leerverkäufe der größten Händler.
Ich stelle daher immer wieder die Frage, ob hier manipulative Aktivitäten stattfinden und Preisrückgänge gezielt verschärft werden. Immerhin sind Gold und Silber so etwas wie das Fieberthermometer unseres Papiergeldsystems. Sinkt das Vertrauen ins Papiergeld, steigen die Preise der Edelmetalle. Ist es denn eine Verschwörungstheorie, wenn ich sage, dass vor allem die westlichen Zentralbanken und Regierungen kein Interesse an massiv steigenden Edelmetallpreisen haben können? Eines ist aber auch klar: Man kann das Fieberthermometer zerstören, der Patient namens Papiergeldsystem bleibt aber dennoch krank. Selbst wenn die Probleme von J.P.Morgan die Schwäche der Rohstoffmärkte derzeit verstärken sollten, so wird dies doch nur vorübergehend wirken. Ich möchte das Thema daher nicht überbewerten.
(Ende meiner Antworten auf die gestellten Fragen)
Antizyklisch spricht die ausgedehnte Korrektur vom 29. Februar bis zum 17. Mai für wirkliche Kaufchancen. Die Commercials haben ihre Leerverkäufe (Chart 1.7 im Silberbulletin vom 19. Mai 2012) ganz massiv reduziert und das Ratio der Verkäufe und der Käufe (Chart 1.8 im Silberbulletin vom 19. Mai 2012) des Silber-Futures (ein Kontrakt, also ein Silber-Future steht bekanntlich für 5.000 Unzen) durch die Commercials spricht für günstige Nachkaufgelegenheiten. Die Spekulanten (Gegenspieler der Commercials) haben also ihre Long(Kauf)positionen ganz massiv abgebaut.
Beachten Sie auch die stark reduzierten Netto-Leerverkäufe der vier größten Spieler am US-Terminmarkt (siehe Chart 3.1 auf Seite 11 des Silberbulletins vom 19. Mai 2012). Die Berichte im Mainstream tun ihr Übriges, denn sie leisten den Pessimisten Vorschub. Mein Worst-Case gab ich in dem Interview zwar mit 22 bis 25 Dollar an, aber ich glaube derzeit nicht, dass wir tatsächlich unter die 26 Dollar aus dem Jahre 2011 fallen können. In der Sondermitteilung vom 13. Mai 2012 hatte ich gezeigt, dass die seit dem Silberhoch am 29. Februar bei 37,5 US-Dollar angewandte Streckfolter von einer zeitlichen Dauer war, die wir zuletzt in den Jahren 2001 sahen und führte aus, dass in der 20. Kalenderwoche alle Chancen auf eine Gegenbewegung bestehen sollten.
Auch die drei langlaufenden Optionsscheine mit Fälligkeiten im Dezember 2013, Juni 2014 und Dezember 2014 (siehe Investmentkompass Langfassung vom 15. März 2012, Seite 7) sind die richtigen "Waffen“ gegen die großen Trader am US-Terminmarkt und gegen die Streckfolter wie wir sie seit dem 29. Februar beobachten konnten. Sie verschaffen uns gerade jetzt die nötige Zeit und Geduld! Wir haben neben den beiden neuen Knock-out-Zertifikaten auch diese Optionsscheine für neue Investments genutzt. Mit den jüngsten Käufen haben wir alle Chancen und wir bleiben voll handlungsfähig, selbst wenn wider Erwarten doch noch eine neue Ausverkaufswelle kommt. Klar ist und bleibt dabei, dass der Löwenanteil unserer Edelmetallinvestments wirklich physisch in Barren und Münzen investiert ist und bleibt.
In der kommenden Ausgabe des Silberbulletins werde ich aufzeigen, warum der Point-of-no-return überschritten ist und kaum eine Alternative zur Inflationierung besteht. Noch dazu werde ich zeigen, warum Schweden nicht als Vorbild zur Lösung der heutigen Probleme der Eurozone taugt!
© Thorsten Schulte
Chefredakteur des Silberjungen
Redakteure und Mitarbeiter von Silberjunge.de können zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Anteile an Wertpapieren halten, welche in dieser Ausgabe im Rahmen einer Finanzanalyse besprochenen werden.
Hinweis gemäß § 48f Abs. 5 BörseG (Österreich): Redakteure und Mitarbeiter von Silberjunge.de legen gemäß § 48f Abs. 5 BörseG offen, dass sie selbst an einzelnen Finanzinstrumenten, die Gegenstand der Analysen sind, ein finanzielles Interesse haben könnten.
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