06.07.2012 14:25 Uhr
| Redaktion
Finnische Finanzministerin: “Finnland würde eher den Euro verlassen als für andere zu zahlen“
Wie die “The Economic Times“, “The Telegraph“ und andere Quellen heute melden, soll sich die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen in einem Interview mit “Kauppalehti“ heute dafür ausgesprochen haben, daß Finnland die Euro verlassen könne. Wörtlich sagte sie: “Finnland engagiert sich, ein Mitglied der Eurozone zu sein und wir denken, daß der Euro für Finnland nützlich ist.“ Dann ergänzte sie aber: “Finnland wird nicht um jeden Preis am Euro hängen und wir sind auf alle Szenarien vorbereitet“.
Sie hob ferner hervor, daß nur eine Reihe von EU-Ländern noch AAA-Ratings hätten und sie einem Gemeinschaftsmodell nicht zustimmen würde, bei dem die Länder gemeinsam für die Schulden und Risiken der Mitgliedsstaaten verantwortlich seien. Sie ergänzte weiter, daß die vorgeschlagene Bankenunion nicht funktionieren werde, wenn sie auf einer Vergemeinschaftung der Verbindlichkeiten basiere.
“Wir sind konstruktiv und wollen die Krise lösen, aber nicht um jeden Preis“, so Urpilainen.
Laut Bloomberg ist auch noch nicht eindeutig klar, ob die 100 Mrd. € für Spanien vorrangig sind.
Die finnische Regierung hat diese Woche außerdem klargestellt, daß sie dagegen ist, daß ESM-Gelder verwendet werden, um Anleihen am Sekundärmarkt zu kaufen und Finnland erwartet im Gegenzug für einzugehende Verpflichtungen Sicherheiten, falls man nicht den Status als bevorrechtigter Gläubiger (wie zuletzt bei der Griechenlandhilfe) erhält.
Bisher sollen die für die spanischen Banken vorgesehenen Milliarden aus dem EFSF kommen und dann an den ESM übertragen werden, ohne einen bevorzugten Status zu erhalten. Viele Einzelheiten des Rettungspakets für Spanien scheinen also noch nicht geklärt, so daß das für den 9. Juli anberaumte Treffen der Eurozonen-Finanzminister turbulent zu werden droht, zumal auch die Niederländer sehr skeptisch gegenüber Anleihekäufen am Sekundärmarkt sind.
© Redaktion GoldSeiten.de
Sie hob ferner hervor, daß nur eine Reihe von EU-Ländern noch AAA-Ratings hätten und sie einem Gemeinschaftsmodell nicht zustimmen würde, bei dem die Länder gemeinsam für die Schulden und Risiken der Mitgliedsstaaten verantwortlich seien. Sie ergänzte weiter, daß die vorgeschlagene Bankenunion nicht funktionieren werde, wenn sie auf einer Vergemeinschaftung der Verbindlichkeiten basiere.
“Wir sind konstruktiv und wollen die Krise lösen, aber nicht um jeden Preis“, so Urpilainen.
Laut Bloomberg ist auch noch nicht eindeutig klar, ob die 100 Mrd. € für Spanien vorrangig sind.
Die finnische Regierung hat diese Woche außerdem klargestellt, daß sie dagegen ist, daß ESM-Gelder verwendet werden, um Anleihen am Sekundärmarkt zu kaufen und Finnland erwartet im Gegenzug für einzugehende Verpflichtungen Sicherheiten, falls man nicht den Status als bevorrechtigter Gläubiger (wie zuletzt bei der Griechenlandhilfe) erhält.
Bisher sollen die für die spanischen Banken vorgesehenen Milliarden aus dem EFSF kommen und dann an den ESM übertragen werden, ohne einen bevorzugten Status zu erhalten. Viele Einzelheiten des Rettungspakets für Spanien scheinen also noch nicht geklärt, so daß das für den 9. Juli anberaumte Treffen der Eurozonen-Finanzminister turbulent zu werden droht, zumal auch die Niederländer sehr skeptisch gegenüber Anleihekäufen am Sekundärmarkt sind.
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