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18.09.2012   08:00 Uhr  | GoldMoney

Goldpreis in Euro auf dem Vormarsch

Open in new windowDieser Artikel wurde ursprünglich von GoldMoney veröffentlicht.

Die kommenden Monate könnten für Goldinvestoren spannend werden, da der Goldpreis nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs von 1.365 € pro Unze in der vergangenen Woche dazu bereit scheint, die neue "unlimitiert"-Gangart der EZB zu feiern. Die Verlockung des Gelddruckens ist einfach zu groß. Die Bundesbanker der alten Schule haben das Handtuch geworfen und die Übriggebliebenen sind zwar bereit, in Pressekonferenzen ihren Widerstand zu bekunden, doch beugen sie sich dennoch wenn es darum geht, die Politiker mit billigem Geld zufriedenzustellen. Die Wahrheit ist nämlich, dass die Politiker ohne billiges Geld in unbegrenztem Ausmaß harte Entscheidungen treffen müssten. Stellen Sie sich das einmal vor! Der schreckliche Gedanke zwischen Eiscreme und Schokolade wählen zu müssen, und nicht einfach beides zu bekommen, ist doch schlichtweg undenkbar.

Auch die Vorstellung, dass Banken scheitern dürfen, ist nicht vorgesehen. Wenn irgendein anderes Unternehmen scheitert, dann verschwinden weder die Sachwerte des Unternehmens, noch die Angestellten. Die Vermögenswerte finden lediglich einen anderen Besitzer und die Arbeiter einen neuen Job. Das wird vielleicht ein Weilchen dauern und für Einige auch traumatisch sein, doch letztendlich wird es durch einen funktionierenden Preismechanismus zur Markträumung kommen und die freien Ressourcen werden wieder produktiv und gewinnbringend eingesetzt.

Bei Banken, die nach dem Mindestreservesystem arbeiten, ist das anders: Sie haben vom Staat das Privileg erhalten, Geld aus dem Nichts zu schöpfen und somit ein legalisiertes Ponzi-Spiel zu schaffen. Wenn diese Banken pleitegehen, verschwindet nicht nur das geschöpfte Geld, sondern der Schwindel und die betrügerische Natur dieses Systems würde aufgedeckt werden. Wenn es in der Folge zum Vertrauensverlust kommt, könnte das ganze Kartenhaus in sich zusammenfallen.

In einem Vollgeldsystem besteht diese Gefahr freilich nicht. Wenn alle Einlagen zu 100% mit physischem Gold gedeckt sind (was von unabhängigen Dritten überprüft wird) und sich das Gold in Ihrem Besitz und nicht dem der Bank befindet, spielt Vertrauen keine Rolle mehr. Die Amsterdamer Wechselbank operierte 150 Jahre lang mit einem Vollgeldsystem und überlebte Kriege, Invasionen, Revolutionen, Seuchen und politische Unruhen.

Unser heutiges Bankensystem arbeitet teilweise mit einem dreistelligen Geldmultiplikator. Die entsprechende Mindestreservehaltung ist dabei so gering, dass bereits marginale Abzüge von Einlagen dazu führen, dass die Bank die Zentralbank um Hilfe bitten muss. Diese Banken sind so instabil, dass sie ohne den dauerhaften und unbegrenzten Zufluss neuer Liquidität ins System auf der Stelle zusammenbrechen würden. Jim Rickards sagt dazu: "Es liegt bereits so viel Schnee auf dem Berghang, dass jede zusätzliche Schneeflocke eine Lawine auslösen kann."

Suchen Sie sich also besser einen Unterschlupf, solange noch Zeit ist.


© GoldMoney News Desk
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