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25.09.2012   08:00 Uhr  | GoldMoney

Spanische Krise lastet auf Rohstoffen (mal wieder)

Open in new windowDieser Artikel wurde ursprünglich von GoldMoney veröffentlicht.

Die Edelmetalle sanken heute Morgen. Der Grund lässt sich leicht erraten: Ungewissheit in der Eurozone - genauer gesagt die zunehmenden Zweifel der Börsenhändler, ob Spanien einen formalen Hilfsantrag stellen wird, und Medienberichte über Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich bei der Frage, wie mit den "geretteten“ Ländern umgegangen werden soll. Frankreich spielt dabei die Rolle des "guten Bullen“ (während Deutschland als der "böse Bulle“ gesehen wird), wobei Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault jüngst argumentierte, dass Griechenland mehr Raum bei der Erfüllung der Sparziele eingeräumt werden solle.

Der Euro sank zwischenzeitlich zum ersten Mal seit der QE3-Verkündung der Fed am 13. September unter die Marke von 1,29 $, während der Dollar Index verglichen mit dem Schlusskurs von Freitag um 0,27% zulegte und wieder in Richtung 80,00 unterwegs ist. Ein steigender Dollar (und sinkende Renditen der US-Staatsanleihen) sind häufig ein Indikator für Risikoaversion der Hedgefonds, welche für gewöhnlich mit einem fallenden Euro und sinkenden Rohstoffpreisen einhergeht.

Seit Handelsbeginn hat Gold rund 15 Dollar eingebüßt und Silber notiert rund 60 Cent schwächer bei unter 34 $/oz. Silber sollte bei 33 Dollar auf starkes Kaufinteresse stoßen, angenommen es fällt so tief. Bezüglich Gold sollten Sie sich an James Turks Interview mit Jim Sinclair im vergangenen Sommer erinnern, als Jim die Bedeutung von 1.764 $ als einen Wendepunkt für Gold hervorhob:

“1.764 $ hat die gleichen Vorzeichen wie einst 524,90 $. Es ist Mathematik. Es bedeutet, dass wir von einem arithmetischen Anstieg mit einigen geometrischen Beschleunigungen in eine Zeit übergehen, in der exponentielle Anstiege möglich sind. 1.764 $ bedeutet Vertrauensverlust. 1.764 $ bedeutet der Kaiser hat keine Kleider. 1.764 $ zeigt die Nachhaltigkeit und Dauer unserer Probleme auf.”

Szenenwechsel: In der Financial Times waren vergangene Woche erboste Kommentare des brasilianischen Finanzministers Guido Mantega zu lesen, die sich an Ben Bernanke und die Federal Reserve richteten. Mantega bezichtigte die Fed des “Protektionismus”. Die Abwertung des Dollar zur Ankurblung der US-Exporte sei Teil eines "Währungskrieges“. Für mehr Hintergründe zu diesem Geschehen sollten Sie sich das jüngste Video von Jim Rickards, dem Autor des Buches Currency Wars mit Max Keiser ansehen (zweiter Teil dieses Youtube Videos).

© GoldMoney News Desk
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