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Der Silver Miners ETF

02.10.2012  |  Scott Wright
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Dieser neue Silberpreisaufschwung ist eine großartige Möglichkeit, den SIL zu testen. Mit einem Gewinn von 48% seit seinem Juli-Tief konnte der SIL nicht nur mit Silber mithalten, sondern bot sogar einen positiven Hebel auf das Metall, der entscheidend für das Interesse in diese Art von Aktien ist.

Derart hohe Gewinne in nur zwei Monaten sind mit Sicherheit verlockend. Daher werden Silberaktien künftig zweifellos mehr Aufmerksamkeit erregen. Viele Neueinsteiger in diesem Bereich werden sich sicherlich in erster Linie für den SIL entscheiden.

Dies hat natürlich mein Interesse geweckt und mich dazu veranlasst, mich intensiver mit diesem Thema zu befassen. Es ist immer von Vorteil, sich rechtzeitig mit einem ETF vertraut zu machen, um herauszufinden, ob er wirklich die beste Investitionsmöglichkeit eines bestimmten Sektors ist. Sogar ein kurzer Blick auf den SIL kann Bände sprechen.

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Die Tabelle bietet einen Überblick über die SIL-Holdings, die absteigend nach ihrem prozentualen Anteil am Gesamtvermögen erfasst sind. Die Börsenkürzel sind in Blau angegeben, gefolgt von der in USD angegebenen Marktkapitalisierung und des/der Orte(s) des Vorzeigeprojektes des jeweiligen Unternehmens.

Der SIL besteht aus insgesamt 32 Aktien, die einen erheblichen Teil aller Silberaktien weltweit ausmachen. Unserer Zählung zufolge gibt es weniger als 125 Silberminengesellschaften, die primär Silber fördern (Explorations-, Entwicklungs- und Produktionsunternehmen) und an US-amerikanischen und kanadischen Börsen notiert sind. Es ist weithin bekannt, dass der Großteil aller Rohstoffaktien an diesen Börsen notiert ist.

Wenn wir uns die Notierungen genauer ansehen, fällt auf, dass alle der 32 SIL-Holdings bis auf fünf Ausnahmen Erstnotierungen in den USA und/oder Kanada haben. Nur ein paar Silberminengesellschaften sind ausschließlich in London, Mexiko, Australien oder woanders notiert. Meiner Ansicht nach wird die Gesamtverteilung der Silberminenunternehmen weltweit anhand der SIL-Unternehmen, die zu 85 % in den USA und Kanada notiert sind, gut widergespiegelt.

Auch wenn wir in unseren Betrachtungen optimistisch sind und davon ausgehen, dass es weltweit 150 Silberaktien gibt, ist dies trotzdem noch eine geringe Anzahl. Man würde meinen, dass mehr Unternehmen auf diesem Planeten auf der Suche nach dem Edelmetall sind, insbesondere wenn man seine Gewinne im vergangenen Jahrzehnt berücksichtigt. Es gibt dennoch logische Gründe für dieses Phänomen, wobei wohl der wichtigste in der geologischen Beschaffenheit Silbers liegt.

Interessant ist, dass Silber gemessen an seinen Einnahmen für gewöhnlich ein Nebenprodukt einer polymetallischen Lagerstätte darstellt, die entweder eine hohe Konzentration an Basismetallen (meist Blei oder Zink) oder Gold aufweist. Aus diesem Grund kommt weniger als ein Drittel des gesamten in Minen produzierten Silberangebots aus Silberminen, in denen primär Silber gefördert wird. Daher gibt es nicht sehr viele Minengesellschaften, die in der Exploration und Entwicklung primärer Silberlagerstätten erfolgreich tätig sind.

Ein weiteres Merkmal von Aktien primärer Silberminenunternehmen besteht in ihrer generell überschaubaren Größe. Die durchschnittliche Marktkapitalisierung aller 32 SIL-Komponenten liegt bei nur 2,6 Mrd. USD. Wenn wir die vier größten außen vor lassen, beläuft sich dieser Durchschnitt auf 873 Mio. USD. Diese Unternehmen haben also gelinde gesagt eine geringe Marktkapitalisierung. Die überschaubare Größe ist auf einige wesentliche Gründe zurückzuführen.

Der erste Grund besteht im geringeren, relativen Wert primärer Silberlagerstätten und/oder -operationen. Im Allgemeinen verfügt eine große Silberlagerstätte über Ressourcen von ungefähr 40 Mio. Unzen und in einer sehr großen Bergbauoperation werden jährlich 4 Mio. Unzen produziert. Im Vergleich zu Gold (mit einem momentanen Verhältnis von 1 zu 52) entspricht der Wert einer großen Silberlagerstätte dem Wert einer Goldlagerstätte mit einer relativ bescheidenen Größe (769 000 Unzen). Der Wert einer sehr großen Silberoperation entspricht einer kleinen Goldminenoperation (77 000 Unzen).

Ein weiterer Grund für die generell überschaubare Größe von Silberaktien besteht im Mangel an Produzenten. Die Marktkapitalisierung eines Produzenten ist natürlich weitaus größer als die eines Explorationsunternehmens, da es keine Garantie gibt, dass eine Lagerstätte irgendwann zu einer profitablen Mine entwickelt wird. Es gibt weniger als 30 börsennotierte Produzenten weltweit, die Silber primär produzieren. Der SIL hält fast alle dieser Unternehmen, wobei drei Viertel seiner Komponenten aktiv an der Förderung des glänzend weißen Metalls beteiligt sind.

Zu guter Letzt können wir die überschaubare Größe der Silberaktien der Tatsache zuschreiben, dass viele von ihnen maßgeblich unterbewertet sind. Es gibt einige fundamentale und technische Gründe, die diese Annahme bestätigen. Im Allgemeinen mangelt es in diesem Sektor angesichts der bisherigen Silber-Performance und des künftigen Wachstumspotentials jedoch maßgeblich an Exposure.

Wenn man die prozentuale Verteilung des SIL-Vermögens betrachtet, spricht die Gewichtung deutlich für Unternehmen mit größerer Marktkapitalisierung. Nirgendwo konnte ich einen Hinweis darauf finden, dass der SIL strikt nach Marktkapitalisierung gewichtet wird, wie es bei den meisten Indexen der Fall ist, aber angesichts seiner Gewichtung nehme ich an, dass seine Verwalter eine Art Mischform im Sinne dieser Methode nutzen.




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