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Todesglocken für den US-Dollar (Teil 2/2)

05.10.2012  |  Jim Willie CB
Den ersten Teil können sie hier lesen ...


Mexiko trifft Ölabkommen mit China

Mexiko ist dabei, ein Abkommen mit China über den Verkauf von Rohöl - nicht in US-Dollar! - unter Dach und Fach zu bringen. Die Finanzkriegserklärung der Chinesen an die USA hat nun schon die nördliche Grenze zu Kanada und die südliche Grenze zu Mexiko erreicht. Kanadisches Öl wird natürlich nicht unter Umgehung des US-Dollars verkauft. Aber hier sind andere Faktoren am Werk. Ein großer Teil der Athabasca-Ölsandproduktion in Westkanada (Alberta) geht nach China; übrigens gehören die Häfen von Vancouver zu 100% China. Der Einfluss der Chinesen in dieser schönen Stadt an der Pazifikküste ist tatsächlich so große, dass sie schon den Spitznamen "Hongkouver" trägt. Einige oberflächliche Analysten sehen ganz eigensinnige Motive für die wenige Monate alte Entscheidung der US-Regierung, die Keystone-Ölpipline aufzugeben.

Das realistischere, verborgene Motiv mag aber wohl eher folgendes gewesen sein: Man wollte gewährleisten, dass die Ölproduktion aus Westkanada in China landet. Das Ende der Pipeline ging mit falschen offiziellen Stellungnahmen einher, die für Eingeweihte recht amüsant klingen. Das Pipeline-Projekt wurde abgebrochen, um China, einem überaus wichtigen Halter von US-Staatsanleihen, einen Gefallen zu tun. China ist der größte Gläubiger der USA. Die USA haben den kritischen Punkt, an dem der überwiegende Teil der US-Staatsanleihen vom Ausland gehalten wird, schon vor vielen Jahren überschritten. Die Konsequenzen sind deutlich und unmissverständlich. Die Vereinigten Staaten werden in eine Kolonie verwandelt - in ein Schlachtfeld, da die Weichen in Richtung Dritte Welt gestellt sind.

Mit Verhandlungen hinter verschlossenen Türen besiegelt China Abkommen über den Ankauf mexikanischen Rohöls, ohne den US-Dollar als Verrechnungswährung zu benutzen. Der Yuan bewegt sich langsam auf den Weltreservestatuts zu, aber nicht auf dem Weg internationaler Gipfel und Vertragsunterzeichnungen, sondern in Form zahlreicher bilateraler Geschäfte. Denken Sie nur an die bilateralen Swap-Abkommen, die China mit seinen Partnern in Brasilen, Japan, etc. unterschrieben hat. Und diese Liste wächst - über die Ölhandelsabkommen hinaus. In Verlauf dessen wird das Netz über dem isolierten US-Dollar ausgeworfen. Von offizieller Seite wird behauptet, dass die Treffen im Beisein der mexikanischen Regierung und der PEMEX, des staatlichen Ölgiganten aus Mexiko, abgehalten wurden. Die Vermittlungen im Vorfeld des geheimen Abkommens über den Verkauf von Rohöl in anderen Währungen schreiten voran. Es ist bald mit öffentlichen Äußerungen seitens der chinesischen Regierung und der PEMEX-Firmen zu rechnen.

Im letzten Jahrzehnt hatte China die Saat im Handelsbereich gesät, wobei das Land politische Aspekte im Umgang mit zahlreichen Großakteuren im Welthandel außen vor ließ. Die USA bevorzugen plumpe Finanz-Banken-Spiele, gedeckt durch plumpe Militärmanöver - all das ist Teil der Full Spectrum Dominance, die im Ruin Blüten treibt. Die Chinesen reagieren mit einer Großzahl kleiner Handelspakte, die man wahrscheinlich am besten als allumfassende Einkreisung (Full Spectrum Encirclement) des US-Dollars betrachten sollte. Er kann nicht erobert werden. Ihr Plan ist also allem Anschein nach seine Isolierung, man will ihn aushungern und ihn die Weimar-Konsequenzen der hochgezüchteten Entwertung selbst spüren lassen - und ihm erlauben, zur Drittweltwährung durch Ausfall abzusteigen.

In den vergangenen zehn Jahren hat China über neue Handelsabkommen Milliarden $-Beträge innerhalb Mexikos investiert. China hat der mexikanischen Regierung bei der Schaffung von Arbeitsplätzen geholfen und sie auch finanziell im Rahmen der Privatisierung der Häfen und Infrastruktur in ganz Mexiko unterstützt. Da die Bemühungen hinsichtlich der Privatisierung großer Sektoren der mexikanischen Wirtschaft anhalten, ist China in einer guten Position, um von zusätzlichen Investitionen innerhalb Mexikos zu profitieren. Seit der Weltwirtschaftskrise von 2009 hat die mexikanische Zentralbank in aller Stille große Mengen Gold gekauft. Der in Mai erfolgte Anstieg der Goldreserven der mexikanischen Zentralbank geht tatsächlich auf Goldkäufe aus chinesischen Quellen zurück.

Die Goldverkäufe widersprechen also dem Eindruck, dass sich zwischen Mexiko und dem südlichen US-Grenzgebiet engere Beziehungen herausbilden. Die US-Regierung ist gerade mit der mexikanischen Regierung in Fragen des Waffenschmuggels, der illegalen Einwanderung und der Eindämmung der enormen Drogenverkäufe beschäftigt, und die Chinesen arbeiten sich fleißig im Bereich des Handels voran - mit einem Goldfundament und einem Rohöl-Blutkreislauf. Aus diesen Dingen wird eine stabile Währung gemacht.

Vielleicht bereiten sich die mexikanischen Führer schon auf eine drohende und unvermeidliche Entwertung des US-Dollars vor. Praktisch betrachtet, sollten diese Maßnahmen schon als Zusammenbruch des US-Dollar inmitten eines Liquiditätsmeeres (genauer gesagt: toxische Fiat-Papier-Währung) verstanden werden.


Streiks bremsen den Goldoutput

Die radikalen Auswirkungen auf das Goldangebot sind nicht ausreichend in den Fokus gerückt wurden. Die Gold-Investitionsnachfrage war in den letzten Monaten instabil gewesen. Die gewaltigen QE-Anleihemonetisierungen seitens der US Fed und ihrer Partner, EZB und Bank of Japan, haben unter anderem eine finstere Auswirkung: steigende Nahrungsmittel- und Energiepreise. Diese machen sich gerade in den ärmeren Regionen der Welt ganz besonders bemerkbar. Die überwiegende Mehrheit der Gold- und Silberminen befindet sich in den ärmeren Nationen. Bei den Streiks auf den Bergbauprojekten dreht es sich genauso um unsichere Arbeitsbedingungen, wie auch um gestiegene Lebenshaltungskosten - allem voran gestiegene Lebensmittelkosten.




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