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23.10.2012   07:07 Uhr  | Clif Droke

Argumente für (und gegen) Gold

Seitdem Gold letztes Jahr nach einer Reihe von Margin-Erhöhungen von den Terminmarkt-Händlern gemieden wurde, legte das gelbe Metall diesen Sommer ein würdiges Comeback hin. Es konnte von seinem Jahrestief bei 1.540 $ auf knapp 1.800 $ steigen. Alles in allem keine schlechte Entwicklung über einen Zeitraum von 8 Wochen!

Bei der Frage, was diese Spätsommer-Rally beim Gold angetrieben hatte, sind Analysten und Investoren allerdings geteilter Meinung, War es die Angst vor einer von Europa ausgehenden wirtschaftlichen Rezession? Eine konjunkturelle Abkühlung in China? Die Vorwegnahme der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken? Über die Gründe der Rally lässt sich streiten, nicht aber über die Gewinne, die Gold seit Juli für sich zu verbuchen hatte.

Wir freuen uns, dass wir die Rally in ihrer Gesamtheit mitnehmen konnten; Anfang August hatten wir eine Position im iShares Gold Trust (IAU) etabliert und gehalten, bis der 15-Tage-Durchschnitt auf Handelsschlussbasis durchbrochen wurde. Es passiert nicht oft, dass ein vom 15-Tage-Durchschnitt ausgehendes Kaufsignal so außerordentliche Gewinne über einen Zeitraum von 2-Monaten generiert, ohne dass dabei wirklich ausgeprägte Volatilität oder "Whipsaws“ zu verzeichnen waren (d.h. der 15-Tage-Durchschnitt wurde in dieser Zeit nicht unterschritten). Diese Sommer-Rally beim Gold und im Gold-ETF war in der Tat einprägsam und gewinnbringend.

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Nun ist es aber an der Zeit, erste Fragen zu stellen, ob diese Stärke beim gelben Metall mittelfristig weiter anhalten kann. Zudem muss man zumindest die Möglichkeit diskutieren, dass Gold eventuell ein temporäres Plateau erreicht hat, auf dem es mehrere Wochen lang verharren könnte. Wir wollen dahingehend also die Argumente für und gegen eine weiterhin positive Marktentwicklung beim Gold unter die Lupe nehmen.

Der erste technische Indikator, der gegen ein Andauern der Gold-Rally (zumindest auf kurze Sicht) spricht, ist der Indikator für relative Stärke beim Gold. Bei diesem Indikator werden die täglichen Goldpreise mit den Schlussständen des Aktienmarktleitindex S&P 500 verglichen. Dahinter steht folgende Annahme: Die "Smart-Money“-Trader und -Investoren werden einen größeren Teil ihres Geldes immer in die vergleichsweise stärkere Anlageklasse - Aktien oder Gold - stecken. Der Chart für die relative Stärke beim Gold ist recht aufschlussreich. Wie man im Chart sehen kann, wurde seit Januar eine Abfolge sinkender Hochs markiert, zudem wurde die jüngste Gold-Rally noch nicht bestätigt.

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