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Das Ende des Bargeldes

27.11.2012  |  Vertrauliche Mitteilungen
Vor etwa einem Monat veranstaltete die Deutsche Bundesbank in Frankfurt am Main ein "Bargeld-Symposium", auf dem sich hochrangige Vertreter der Bundesbank mit Kollegen aus der Kreditwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung austauschten. Die offenbar zentral gelenkten Jedermann-Medien berichteten über dieses Treffen allerdings so gut wie nicht.

Dabei ging es - auf den Punkt gebracht - um kein geringeres Thema als die Abschaffung des Bargeldes. In einer seltsamen Allianz sprachen praktisch alle Teilnehmer des Symposiums in erster Linie über die Nachteile (Kosten), die der Bargeldumlauf verursache und von denen der Kunde im Regelfall nichts merke. Das dürfte in den Ohren der Vertreter des Staates wie Musik geklungen haben. Denn inzwischen ist es allzu offenkundig, daß unsere Staatsmacht am liebsten alle Bargeldgeschäfte verhindern würde.

Vordergründig wird dabei von "Geldwäsche" und "Mafia" gesprochen, doch tatsächlich geht es um einen in finanzieller Hinsicht völlig gläsernen Bürger. Wer gezwungen sein wird, jeden noch so kleinen Einkauf mit "elektronischem Geld" zu bezahlen, hinterläßt zwangsläufig eine Datenspur, die an Genauigkeit und Informationsgehalt das bisher Dagewesene in den Schatten stellen wird!

In einigen Ländern sind bekanntermaßen Bargeschäfte ab bestimmten Umsatzgrenzen verboten und dort gehen praktisch alle Bestrebungen dahin, diese Grenze immer weiter abzusenken. Doch an den Schaltstellen des "Zentralkomitees" der Europäischen Union (politisch korrekt müßte man vom Ministerrat und vor allem der EU-Kommission sprechen) hält man ein direktes Bargeldverbot für einen viel zu plumpen Weg, um das Gewünschte zu erreichen. Man denkt dort inzwischen an eine Art "Transaktionssteuer“, mit der jeder Bargeldbezug von einer Bank belegt werden könnte.

Als Testgebiet für diese neue Vorgehensweise hat man Ungarn erkoren. Dort wird ab dem kommenden Jahr jeder Bargeldbezug, gleich ob am Bankschalter oder am Geldautomaten, mit einer Transaktionssteuer in Höhe von zunächst 0,3% belegt. Wer ab dem kommenden Jahr in Ungarn von seinem Konto 1.000 € abhebt, muß dafür also 3 € Steuern bezahlen. Und in kritischen Fachkreisen gilt es längst als ausgemachte Sache, daß der Steuersatz so lange steigen wird, bis der Bargeldumlauf in Ungarn auf ein den nicht nur dort herrschenden Kreisen genehmes Maß zurück geht...

Sobald man weiß, wie man im übertragenen Sinne die noch lebende Gans rupfen kann, ohne daß sie allzu laut schreit, werden wohl auch die Bürger der anderen EU-Staaten mit einer Transaktionssteuer "beglückt". Das scheint schon heute so sicher zu sein wie das Amen in der Kirche. Es ist allein noch nicht möglich, für diese Entwicklung einen auch nur ungefähren Zeitrahmen anzugehen.


© Vertrauliche Mitteilungen



Auszug aus den wöchentlich erscheinenden Infoblatt Vertrauliche Mitteilungen - aus Politik, Wirtschaft und Geldanlage, Nr. 4005




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