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Schlechtes Jahr 2012 bei Goldaktien ... und warum 2013 (vielleicht) alles besser wird!

25.12.2012  |  Presse
"Wenn Sie in Gold investieren wollen, vergessen sie das Metall und setzen sie nun den Fokus auf Goldaktien".

Obwohl wir diese Erkenntnis aktuell unterschreiben würden, stammt diese nicht von uns, sondern aus dem "Wall Street Journal" von Brett Arend.

Was könnte den Umschwung bei den Edelmetall- und Junioraktien bewirken? Was könnte die riesige Schere im Chart rechts (Gold in USD im Vergleich zum XAU) schließen lassen?

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Aktien der führenden Edelmetall-Unternehmen sind soenorm hinter dem Preis von physischen Goldbarren in den letzten Jahren zurückgeblieben, dass sie nun für deutlich weniger als dem Wert der Unternehmenseigenen Goldreserven handeln. In der Tat sagen nicht nur wir, sondern einige der renommiertesten Analysten, dass die Lücke nie größer war. Gold ist 10% in diesem Jahr gestiegen, aber der Philadelphia Gold & Silber Index (XAU), der - wie auch der HUI - die Aktien der weltweit führenden Edelmetallunternehmen verfolgt, ist 8% aufgrund der Bedenken, dass Abbaukosten und politische Risiken zunehmen gesunken. Im Laufe der vergangenen fünf Jahre, während Gold sich bis 1.721 $ mehr als verdoppelt ist der Philadelphia Index XAU um 2% gesunken. Es ist nahe dem niedrigsten Niveau im Vergleich zum Goldpreis seitdem man die Daten seit 1984 verfolgt.

Was sind die Gründe für diese Underperformance? Ein Anstieg der operativen Kosten im Bergbau hat einige der zusätzlichen Gewinne gefressen. Die steigende Popularität von Gold-Bullion Exchange Traded Funds (ETF) hat Investitionen, die sonst in Minenaktien hätten fließen können, übernommen. Wachsende politische Risiken, wie Streiks in Südafrika und eine mögliche Bergbau-Steuer in Australien, haben einige Investoren ferngehalten. John Hathaway, Geschäftsführer des bekannten 2,5 Milliarden $ Tocqueville Gold-Fonds, sagt, Investoren haben sich vor Aktien gescheut, weil sie fürchten, dass Gold selbst fallen könnte.

Der größte Belastungsfaktor waren jedoch zweifelsohne die steigenden Kosten des neuen Brancheninvestitionsbooms. Bergbauunternehmen haben ihre angestiegenen Umsätze dazu verwendet, um langfristige Projekte und teure Übernahmen zu starten, auf die niedrige Renditen im Vergleich zu ihren hohen Investitionen folgten.

Hathaway hat ausgerechnet, dass in den vergangenen fünf Jahren die Top 10 Gold-Förderer ihre Gesamtinvestition fast verdreifacht haben - von 7,8 Mrd. $ in 2007 auf fast 22 $ Mrd. in diesem Jahr. Im Jahr 2003 waren es wenigerals 2 Milliarden $.

Viele Top-Investoren im Goldsektor drängen nun darauf, dass die Gesellschaften umdenken und ihre teuersten und am wenigsten attraktiven Projekte fallen lassen und das Geld durch eine höhere Dividende an die Aktionäre zurück zugeben. Wenn die Unternehmen dies täten, könnten sie leicht jährliche Dividenden von 5% oder mehr ausschütten, verglichen mit den jetzt typischen 1% bis 3%.

Hathaway meint: "Wenn sie nur ihre Produktionsprofile einfrieren würden, würde der Cashflow nur so sprudeln".

Wir hatten bereits vor ein paar Wochen geschrieben,dass ein Umdenken unter den großen Förderern stattfindet. Es gibt nun immer mehr Anzeichen dafür. Im Laufe des Sommers kündigte Barrick eine härtere Gangart für Investitionen an und auf hat eines seiner wichtigsten Projekte in Chile (cerro Casale) und Donlin Creek in Alaska auf unbestimmte Zeit verschoben. Newmont teilte mit, sein Conga-Projekt in Peru nur auf einer "angemessenen Basis" weiterzubetreiben. Kinross Gold Corp hat angekündigt, Kosten zu senken und sich in Investitionen zu zügeln und erwägt ein großes Projekt in Mauretanien zu verkleinern.

Noch dürften viele Investoren skeptisch bleiben und abwarten, ob diese Wandlung hin zu mehr Rendite real ist. Um sicher zu sein, müsse man erst die Ergebnisse er nächsten Quartale abwarten. Sollten die Unternehmen weiter überinvestieren oder sollte Gold selbst fallen, könnten die Goldaktien weiter enttäuschen. Doch auf dem derzeitigen Niveau dürften in den Aktien bereits viele schlechte Nachrichten einkalkuliert sein.

Fazit: Die meisten Anleger sind skeptisch und warten ab, ob es den großen Goldförderern gelingt, die Kostenbremse zu treten. Aber neue Bullenmärkte werden nicht in Euphorie, sondern in einer gehörigen Portion Skepsis geboren!


© Rohstoffraketen.de



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