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02.03.2013 08:00  | GoldMoney

Soziale Unruhen und Inflation

Dieser Artikel wurde ursprünglich von GoldMoney veröffentlicht.

Das britische Pfund steht heute mal wieder unter besonderer Beobachtung - und erneut verheißt das nichts Gutes: Nachdem bekannt wurde, dass die Industrieprodukten Großbritanniens im letzten Monat wider Erwarten rückläufig war, gab das Pfund gegenüber dem Dollar rund 1% nach. Damit befindet sich das Pfund gegenüber dem Dollar nun auf dem tiefsten Stand seit Mai 2010 und aus technischer Sicht sieht die Zukunft alles andere als rosig aus. Wie in unserem letzten Artikel beschrieben, wird dies mit Sicherheit zu mehr “importierter“ Inflation in der britischen Wirtschaft führen, da die Kosten für Importe ansteigen werden. Dies lässt die Behauptung der Bank of England von vor zwei Jahren immer lächerlicher aussehen, nach welcher der Anstieg der Inflation "temporärer Natur" gewesen sein soll.

Früher oder später wird die BoE vor eine komplizierte Entscheidung gestellt werden. Wahrscheinlich wird sie damit der Wegweiser für andere Zentralbanken, die bald ähnliche Entscheidungen bezüglich ihrer Währungen treffen müssen: Die Zinsen anheben um die Inflation unter Kontrolle zu bringen, oder noch stärkere Inflation riskieren. Das Problem - wie es in Großbritannien auch in den 1970ern und 1980ern bestand - ist, dass Inflation ähnlichen wie Ketchup sehr schwer in die Flasche zurückzufüllen ist, wenn sie einmal auf dem Teller ist. Es ist also eine Wette mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass Gold ähnlich wie jüngst gegen den Yen auch seine Stärke gegenüber dem Pfund fortsetzen wird.

Im Economic Policy Journal weist Ciaran Ryan auf eine interessante Studie der in Johannesburg ansässigen Forschergruppe ETM Analytics hin. Diese untersuchte den Zusammenhang zwischen Inflation und sozialen Unruhen in vielen Ländern. Wie der folgende Chart zeigt, gibt es eine hohe Korrelation zwischen Inflation und Aufständen - ein Phänomen, das schon Friedrich Hayek beschrieb. Am Ende ist die Schwächung der eigenen Währung zur Stärkung der heimischen Wirtschaft wohl doch keine allzu gute Idee.


© GoldMoney News Desk
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