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Magisches Dreieck aufgebrochen?

04.10.2005  |  Dr. Jürgen Müller
Dieser Beitrag ist die Zusammenfassung eines Vortrages, den der Autor am 30.9.2005 in München in den Geschäftsträumen von Pro Aurum zu halten die Freude hatte. Die Folien dieses Vortrages können unter www.goldsilber.org im PDF-Format downgeloaded werden.


1. Das Magische Dreieck der Vermögensanlage

Das magische Dreieck der Vermögensanlage besteht aus den drei Eckpunkten Liquidität, Sicherheit (bzw. deren inverser Größe Risiko) und der Rendite.

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Das Dreieck wird deswegen als "magisch" bezeichnet, weil sich die Eckpunkte widersprechen, bzw. es nach der theoretischen Literatur keine Anlageform gibt, die allen Eckpunkten gerecht wird. Habe ich z.B. eine liquide Anlageform (z.B. Tagesgeld-Konto), so ist die Rendite (Verzinsung) gering. Strebt man mit seiner Anlage hingegen eine hohe Rendite an, ist zumeist auch das Risiko der Anlage sehr hoch, und so weiter. Doch klopfen wir die drei Eckpunkte in Bezug auf Edelmetalle ab, so ergibt sich folgendes Bild.


2. Liquidität

John Pierpont Morgan sagte kurz vor seinem Tod vor einem Komittee zur Rolle des Goldes im Finanzsystem "Gold ist Geld und nichts anderes". John Exter, vormals Vizepräsident der New Yorker FED und Generaldirektor der größten Geschäftsbank Citicorp, vertritt die Ansicht, dass Gold sogar die höchste Form der Liquidität darstellt. Er postulierte dies in seiner invertierten Finanzpyramide, die er 1974 veröffentlichte:

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Er setzte Gold wohl deswegen noch vor Bargeld, weil Gold eine weltumspannende Einheitswährung ist und nicht nur einen räumlich begrenzten Geltungsbereich hat. Die Erfüllung des Eckpunktes Liquidität sollte demnach ausser Frage stehen.


3. Sicherheit / Risiko

Zum Eckpunkt "Sicherheit" wurden im Vortrag zwei Gesichtspunkte beispielhaft herausgegriffen: a) die Staatsverschuldung als sicherheitsrelevantem Gradmesser für die Zukunft des gesellschaftlichen Status Quo und b) die beständige Kaufkraft des Goldes über Jahrhunderte hinweg. Die bekannte Verschuldungskurve der deutschen öffentlichen Hände war bis Mitte der neunziger Jahre eine perfekte exponentielle Kurve, bevor man begann, Liegenschaften zu veräußern (Stichworte Post, Telekom, Flughäfen, UMTS, etc.)

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Der exponentielle Kurven-Fit auf die letzten Jahre zeigt jedoch, dass damit lediglich eine Zeitspanne von ca. 6 Jahren erkauft wurde, um die sich die Verschuldungshöhe zeitlich in die Zukunft verschiebt (immerhin 1,5 Legislaturperioden mag der Humorist einwenden).

Hans Eichel sagte in einer Rede mit dem Titel "Finanzpolitik für das nächste Jahrzehnt" am 9.11.2000 an der Humboldt-Universität in Berlin die folgenden inhaltsschweren Sätze: "Wir bauen Schulden auf Schulden und nehmen Kredite am Schluss auf, um die Zinsen für die Schulden bezahlen zu können.". Was er uns für den Schluss angekündigt hat, ist leider heute bereits Realität: Wir nehmen stündlich 6,2 Millionen Euro neue Schulden auf (siehe dazu auch den Artikel "Polemisierende Mathematik eines Wahlkampfes" des Autors), bezahlen jedoch 7,7 Millionen Euro pro Stunde an Zinsen, d.h. die neuen Schuldung reicht nicht mehr aus, um die alten zu bedienen. Pro Stunde fliessen also 1,5 Millionen Euro Substanz ab. Die Gretchenfrage lautet, bis zu welchem Punkt dies so weitergehen kann, ohne das die sozialen Spannungen offensichtlich und ausbrechen werden und bis die Papierwährungen weiterhin inflationiert werden können, um die Schulden nominell zu tragen.

Dem gegenüber erhält sich die Kaufkraft des Goldes bereits seit Hunderten von Jahren und wird ihr Vermögen auch über die kommenden Verwerfungen hinweg sicher transformieren (Quelle des nachfolgenden Schaubildes: World Gold Council).

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Wir können demnach festhalten, dass Gold (wie auch Silber) die Mittel der Vermögenssicherung darstellen, sprich - um in den Worten des magischen Dreiecks zu bleiben - höchstmögliche Sicherheit bieten.




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