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Goldpreis - Verdoppelung über Nacht zur Rettung der Bullionbanken?!

10.06.2013  |  Jan Kneist
Bill Murphy- GATA-Chef und anerkannter Kämpfer für freie Märkte, besonders beim Gold und Silber- hat kürzlich die COT-Analyse von Turd Ferguson kommentiert und dabei einen sehr interessanten Gedanken geäußert.

Wenn man die Commitments of Trader Daten ansieht, dann stellt man fest, daß die Daten für Goldbugs extrem positiv sind, denn die Commercials haben ihre Shorts wie lange nicht zurückgefahren. Dennoch kommt der Goldpreis nicht in Fahrt. Was ist hier faul bzw. was könnte hinter den Kulissen ablaufen?

Im Artikel kommentiert Murphy völlig richtig, daß die USA in einer Situation sind, aus der es kein schmerzfreies Entkommen mehr gibt. Man versucht, die Lage mittels Gelddrucken (quantitative Lockerung) zu entspannen und um das Offensichtliche - Inflation - zu kaschieren , erschießt man den Verkünder dieser (Inflations-)Tatsache, das Gold. Diese Vorgehensweise ist lange bekannt und wird seit jeher in verschiedenster Ausprägung angewandt (bei der Belagerung von Städten im Mittelalter wurde z.B. Brot über die Mauern zu den Belagerern geworfen, um ihnen Überfluß an Lebensmitteln vorzutäuschen und sie zum Abbruch der Belagerung zu bewegen) und das ist bei Gold ebenso der Fall, wie Aussagen von Ex-FED-Chef Greenspan belegen (nachzulesen z.B. hier).

Der Krieg um das Gold ist also in vollem Gange und das Anti-Gold-Kartell bedient sich anderer Staaten, Bullion-Banken und Hedge-Fonds, um ihn zu führen.

In der COT-Analyse von Ferguson ist dargelegt, daß die Long-Positionen der Großspekulanten sukzessive durch die Commercials ersetzt werden. Besonders gravierend seit dem Angriff vom 12. April. Die Kleinspekulanten wurden bei der Aktion vernichtet, so daß nur noch 2 Player übrig bleiben - Commercials und Großspekulanten. Murphy vermutet, daß sich das Gold-Kartell Offshore-Konten bedient, die sie wie Großspekulanten aussehen lassen (diese sind extrem short) und so ein bullisches Bild zu erzeugen, daß noch mehr ahnungslose "Longs" hineinlockt. Dies sei so lange zu betreiben, bis die Longs vernichtet sind. Etwas stimmt bei den COT und ihrer herkömmlichen Interpretation nicht.

Die ETF-Verkäufe, so Murphy, seinen erfolgt, um die gigantische physische Nachfrage befriedigen zu können und dieses Gold stammt eben aus den Verkäufen der Großspekulanten und Vermögensverwalter, die man mit dem Massaker zum Verkauf verleitet habe.

Und jetzt kommt der entscheidende Passus. Was könnte letztendlich das Ziel sein? Zur Zeit sehen wir, daß die Shorts der Commercials rekordverdächtig sinken und sinken, sie also immer mehr "long" sind. Auf der anderen Seite wachsen die Shorts der Großspekulanten und das deutet normalerweise auf eine große Bewegung nach oben hin.

Entschiede sich das Gold-Kartell, die Manipulation zu beenden, dann müßten sie zuerst ihre Shorts auf ein Minimum zurückfahren und dann dort bleiben, z.B. long gehen. Das Gold der ETF´s würden sie so weit wie möglich zum Eindecken ihrer Shorts nutzen.

NUR - folgt man dem Muster vergangener Jahre, dann würden die Großspekulanten im Tief des Marktes wieder ihre Positionen zu drehen beginnen und die shorts abbauen, während die Commercials spiegelbildlich wieder mehr short gehen müßten . Aber falls die nicht mehr wollen, weil das Gold einfach nicht mehr vorhanden ist?

Dann muß es eine gravierende Preisanpassung ÜBER NACHT geben.

Würde der Goldpreis von einem Tag zum anderen bei z.B. 3.000 USD liegen, dann hätte das Kartell nur wenige Shorts zu bedienen, während COMEX und Short-Großspekulanten vernichtet würden. Die Bullion-Banken hätten damit ihren Plan abgeschlossen und wären aus der Sache heraus.

Murphy´s Ansicht zufolge würde noch etwas anderes passieren: Viel physisches Material der Goldbugs und anderer Anleger würde auf den Markt kommen und stünde zur Eindeckung von (verlustreichen) Shorts bereit.

Dieser Plan führte dazu, daß die Bullion-Banken (Commericals) ohne ihren eigenen Untergang aus dem Game heraus wären, während COMEX, andere Banken, Hedge-Fonds etc. schwerste Verluste erlitten.

Fazit: Murphy zeichnet ein sehr interessantes und plausibles Szenario, besonders mit der abrupten Neubewertung des Goldes. Da Notenbanken und Bullion-Banken auf´s Engste zusammenarbeiten und verstrickt sind (Draghi ist das beste Beispiel) wäre eine gemeinsame Erklärung von FED, EZB und vielleicht der chinesischen ZB durchaus denkbar, vielleicht um dem sich ausbreitenden monetären Chaos beizukommen. Eine andere Frage ist, ob dieses Ereignis mit einer Währungsreform und ggf. einer Weltwährung verbunden wird. Vielleicht kommt alles auch ganz anders und wir haben es hier mit den Phantastereien eines Goldbugs zu tun. Tatsache bleibt, daß große Goldmengen nach Asien fließen, die Bergbaufirmen mit ausufernden Kosten zu kämpfen haben und immer mehr Bürger das Wesen des betrügerischen Fiat-Geldsystems begreifen. Längerfristig dürften die Weichen auf steigende Goldpreise gestellt sein.


© Jan Kneist
Metals & Mining Consult Ltd.



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