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03.12.2011 09:00  | Heiko Aschoff

Droht eine Währungsreform?

In der letzten Zeit äußerten einige Leser ihre Ängste vor einer Währungsreform. Verständlich bei der Schuldenproblematik in Old Europe und Amerika. Eine Währungsreform ist für Staaten oftmals die letzte Möglichkeit, sich der überbordenden Schuldenlast zu entledigen - auf Kosten seiner Bürger.


Währungsreform realistisch?

Ich rechne innerhalb der nächsten zehn Jahre mit einer Art Währungsreform. Zu groß sind die angehäuften Schuldenberge, zu unprofessionell die Regierungen in der Ursachenbekämpfung. Es bedarf schon eines utopischen Wirtschaftswunders. Selbst das wäre nicht genug. Mehr ökonomischer Sachverstand beim Umgang mit dem Geld seiner Bürger wäre eine Grundvoraussetzung. Ein Blick in die Geschichte lehrt, dass der Staat damit seine Schwierigkeiten hat.


Staatsbankrotte gehören leider dazu

Deutschland war in den letzten dreihundert Jahren sechs Mal pleite. Frankreich sogar acht Mal. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob, wann und wie es laufen könnte. Es wird viel zu viel darüber geredet, aber wird auch gehandelt? Ich fürchte nicht. So dürfte es viele fleißige Bürger erwischen, die es ahnen, aber nicht entsprechend Vorsorge getroffen haben.


Kein Vollkaskoschutz

Lassen Sie sich nicht an der Nase herumführen von Weltuntergangspropheten oder Experten, die Ihnen Reichtümer versprechen. Kommt es zu einer (Art) Währungsreform, hat es vorher schon turbulente Zeiten gegeben. Vermögenserhalt ist dann ein äußerst anspruchsvolles Ziel.


Nicht alles auf eine Karte setzen

Ich kann Ihnen nur empfehlen, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Das Vermögen sollte auf verschiedene Anlageklassen verteilt werden, die auf der einen Seite Schutz vor Inflation bieten (Substanzwerte), und auf der anderen Seite Schutz vor Deflation (Geldwerte).


Immobilien und Gold sind kein Sorglos-Paket

Wer glaubt mit Gold oder Immobilien allein bestens gewappnet zu sein, sei gewarnt. Raubritter Staat ist erfindungsreich, um sich neue Geldquellen zu erschließen. Es wäre nicht das erste Mal, Immobilienbesitzer mit Zwangsanleihen zu beglücken. Gold kann als Zahlungsmittel verboten werden oder der Besitz unter Strafe gestellt werden. Bei einer Deflation kommen beide unter die Räder. Bei der eigengenutzten Immobilie dürfte das nicht stören ("Wohlfühl-Rendite"). Dem Thema Immobilie als Schutz vor Geldentwertung ("Notnagel gegen Inflation und Währungsreform?") werde ich mich in einem späteren Beitrag widmen.


Traditionsaktien als Wertaufbewahrungsmittel

Auch wenn es vermutlich in diesen Crashtagen keiner hören will, ausgesuchte Traditionsaktien gehören zum VermögensSCHUTZmit dazu! Es gibt Weltfirmen, die haben Kriege, Wirtschaftszusammenbrüche und Währungsreformen überstanden. Das kann man von Staatsanleihen nicht behaupten. Bleibt die Krise aus, hat man gleichzeitig ein großartiges Vehikel zum VermögensAUFBAU.

Aktionäre von ausgewählten Traditionsaktien konnten ihr Kapital nicht nur souverän durch schwieriges Fahrwasser manövrieren (Wertaufbewahrungsmittel), sondern gelangten später zu Reichtum (Vermögensaufbau).






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