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Amerikanische M3-Zahlen ab März 2006 unter Verschluß

01.12.2005  |  Dr. Jürgen Müller
In einer kurzen Pressemitteilung ließ die amerikanische FED am 10.11.2005 wissen, daß die amerikanische M3-Geldmenge ab 23.3.2006 nicht mehr publiziert wird [1]. Eine Begründung für diesen Schritt wird nicht gegeben. Die Zahlen für die M3 Geldmenge wurden seit 1959 publiziert, haben im Oktober die 10.000 Milliarden Dollar Schallmauer übersprungen und weisen einen exponentiellen Verlauf auf [2].

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Nach der Daumenregel Inflation = M3 - Wirtschaftswachstum konnte in der Vergangenheit also immer die Inflation abgeschätzt werden, die durch die Geldmenge induziert wurde. Ab März nächsten Jahres wird also niemand mehr wissen, ob und wieviel neues Geld in das System gepumpt wird. Auf amerikanischen Webseiten (321gold.com, gold-eagle.com, etc.) wurde hierüber in den vergangenen Tagen sehr viel berichtet, spekuliert und diskutiert. Nachfolgend ein Kondensat der zumeist genannten Argumente.

  • Die Geschichte lehrt, dass nur scheiternde Ökonomien ihre Daten nicht veröffentlichten, z.B. frühere UdSSR

  • Das Ende der Veröffentlichung fällt mit dem Beginn der neuen iranischen Ölbörse zusammen, die Öl in Euro fakturieren wird. Dies könnte eine weitere Verschiebung aus dem Dollar in den Euro bedeuten, wodurch die $-M3-Geldmenge sehr stark nach unten gehen könnte. Fallende Geldmengen jedoch sind Vorzeichen schwacher ökonomischer Phasen.

  • Keine Abschätzung der Inflation mehr möglich.

  • Die FED sieht den kommende Zusammenbruch des Immobilienmarktes und will diesen mit der bewährten Methode "alle Hähne auf" bekämpfen.

  • Vergleich mit dem Schliessen des Goldfensters 1971: Die Regeln des großen Spieles werden einmal mehr fundamental geändert (mit den selben Auswirkungen wie damals?).

  • Der starke Anstieg des Goldes in letzten zwei Wochen ist auf dieses Ereignis zurückzuführen.

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  • Weiss die FED bereits, was uns 2006 erwarten wird? Mögliche Gefahren: Platzen der US-Immobilienmarkt-Blase, Ford / GM insolvent, weitere REFCOs/Bearing Banks/LTCMs, wachsendes chinesisches Handelsdefizit, unendlicher Irakkrieg, etc.


  • Allgemeines Fazit der Kommentatoren: Die amerikanische Zentralbank will die kommende neuerliche Entwertungsrunde des Dollars vor der Öffentlichkeit verschleiern.


    © Jürgen Müller
    www.goldsilber.org
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    Quellen:
    1.) www.federalreserve.gov/releases/h6/discm3.htm
    2.) www.federalreserve.gov/Releases/H6/hist/h6hist1.txt




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