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Automatisierter Kirchensteuerabzug ab 2015

12.06.2014  |  Redaktion
Sie gilt als Paradebeispiel dafür, dass die im Grundgesetz verankerte Trennung von Kirche und Staat (im Wortlaut heißt es da "Es besteht keine Staatskirche.") bis heute nicht gänzlich vollzogen ist: Die Kirchensteuer.

Wer einer festen Anstellung nachgeht und einer größeren Religionsgemeinschaft angehört, muss sie in aller Regel auf sein Einkommen entrichten. Dass die Kirchensteuer zugleich auch auf Kapitalerträge - und zwar als Zuschlag zur Abgeltungssteuer - erhoben wird, wird allerdings gern vergessen, wodurch der Kirche in den vergangenen Jahren Unsummen an Geld durch die Lappen gingen. Genau das soll sich nun jedoch ändern - und der Staat leistet erneut Hilfe.

Bis dato war der Kirchensteuerpflichtige selbst für die Zahlung seiner Kirchensteuer auf Kapitalerträge verantwortlich. Wahlweise konnte er seiner Bank Auskunft über seine Religionszugehörigkeit erteilen, sodass der Abzug durch die Bank erfolgte, oder aber er tätigte die Zahlung im Rahmen seiner Einkommenssteuer über die Anlage KAP.

Bereits ab kommendem Jahr soll der Kirchensteuerabzug nun allerdings wie im Falle der Abgeltungssteuer automatisiert über die jeweilige Finanzinstitution getätigt werden. Dafür erfolgt jeweils im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober des Vorjahrs eine Abfrage des Kirchensteuermerkmales per 31. August beim Bundeszentralamt für Steuern.

Für all jene, die keiner Konfession angehören oder den Kirchensteuerabzug bereits zuvor von ihrer Bank haben vornehmen lassen, ergibt sich damit keinerlei Änderung. Wer allerdings auch in Zukunft nicht möchte, dass seine Bank über die eigene Religionszugehörigkeit in Kenntnis gesetzt wird, der hat noch bis zum 30. Juni die Möglichkeit, der Abfrage zu widersprechen. Dies erfolgt mittels einer sog. "Erklärung zum Sperrvermerk", die Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums finden, indem Sie auf der linken Seite auf "Formularcenter" gehen und anschließend unter "Formulare A-Z" "Kirchensteuer" auswählen.

In der Folge eines solchen Widerspruches wird dem Finanzamt zukünftig die Information hierüber übermittelt, wodurch der Steuerpflichtige automatisch gezwungen ist, bei seiner Einkommenssteuer in der Anlage KAP auch die Kapitalertragssteuer auszuweisen, welche wiederum die Grundlage für den Abzug der Kirchensteuer darstellt.

Nähere Informationen zu den Änderungen finden Sie auch auf der Webseite des Bundeszentralamts für Steuern.


© Redaktion GoldSeiten.de





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