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Physisch, ETFs oder Minen?

07.06.2014  |  Dr. Jürgen Müller
In der aktuellen Ausgabe des Smart Investor Magazines (6/2014) wird auf den Seiten 62/63 Palladium als Investment empfohlen. In den abschliessenden beiden Absätzen dieses Artikels werden der Palladium ETF der Zürcher Kantonalbank (A0MQZN), der ETFS Physical Palladium von ETF Securities (A0N62E), sowie ein Lieferant für Technologiemetalle, als Kaufoptionen für physisches Palladium empfohlen.

Ich möchte diese aus meiner Sicht suboptimalen Kaufempfehlungen zum Anlass nehmen, eine Empfehlung zu erneuern, die ich bereits seit Jahren gebe und die sich mehr und mehr als richtig herausstellt.

Zunächst sei jedoch darauf verwiesen, dass die kommerziellen Händler an der Comex derzeit leider ein anderes Bild von Palladium zeichnen.

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Abb. 1: Palladium-Chart seit 2007 mit Indikatoren


Der Kurs ist, sieht man von dem spekulativen Hype ab, der im Februar 2001 zu einer Spitze von 1.090 Dollar/Unze führte (1.460 Dollar des Jahrganges 2014; Quelle: Offizieller US Inflation Calculator), an einem Widerstand angekommen, der von den Hochs im Februar und im August 2011 definiert wird, siehe Abb. 1. Gegenüber Gold ist Palladium hoch bewertet (in Abb. 1 "Value Gold Stoch") und auch die Commercials an der Comex setzen auf einen fallenden Kurs (niedriger "COT Commercials Index").

Wenn der Streik in Südafrika geschlichtet ist, sollte es also zumindest bis ca. 720 Dollar nach unten gehen (untere Unterstützung, siehe rechter roter Pfeil in Abb. 1). Auch mein KaufIndex, der ein Kondensat aus klassischen Indikatoren und den CoT-Daten darstellt, ist auf einem Wert nahe Null (d.h. gibt kein Kaufsignal).

Wie dem auch sei, Inhalt dieser Abhandlung soll die wichtige Frage sein, wie man Edelmetalle kaufen soll. Ist es "smart", heutzutage Edelmetalle über einen ETF zu kaufen? Ist ein ETF, auf dem eine WKN steht und welches in Ihrem Bankdepot verbucht ist, ein Papier oder ein Metall, sei es physisch hinterlegt oder nicht? Ich möchte hier auch gar nicht in die Diskussion einsteigen, ob alle ETFs dieser Welt wirklich zu 100% physisch gedeckt sein können.

Es gab jedoch in der Vergangenheit Untersuchungen, die gezeigt haben, dass gar nicht so viel physisches Gold am Markt vorhanden war, wie die ETFs kumuliert vorgaben, gekauft zu haben. Auch möchte ich nicht näher auf die Diskussion über die steuerlichen Aspekte eines ETFs näher eingehen. Es ist bekannt, dass es neuere Urteile gibt, die z.B. Xetra-Gold nach einem Jahr Haltedauer als steuerfrei erklären, d.h. dem physischen privaten Besitz von Edelmetallen gleichstellen.

Auch sei es nicht näherer Gegenstand dieser Betrachtung, wie Schweizer Banken mit Deutschen Kunden in der jüngsten Vergangenheit umgehen. Zwei Beispiele, die mir Kunden erzählt haben: Einer Schweizer GmbH mit deutschen Mit-Geschäftsführern wurde das Geschäftskonto bei der Zürcher Kantonalbank mit einer Frist von drei Monaten ohne Angabe von Gründen gekündigt.

Einem anderen Kunden wurde bei der Credit Suisse ein Privatkonto und ein Schließfach ebenfalls ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von einem Monat gekündigt. Es sei angemerkt, dass es mitnichten verboten ist, ein Konto in der Schweiz zu führen und man nicht per se ein Steuerhinterzieher ist, wenn man dies tut.

Thema Minen: Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung, und habe dies in meiner Dissertation auch nachgewiesen und publiziert, dass Minenfonds keinen Hebel auf einen Preis darstellen können, höchstens einen negativen Hebel. Selbst der langfristig beste Minenfonds (laut Onvista der "Falcon Gold Equity Fund" mit der WKN 972376), schaffte es seit Beginn der Edelmetall-Hausse nicht, einen Hebel zu generieren, siehe Abb. 2.

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Abb. 2: Falcon Gold Equity Fund im Vergleich zum Goldkurs (Bildquelle: ariva.de)



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