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COMEX - Warum’s korrupt ist!

09.07.2014  |  Theodore Butler
Die wichtigste Edelmetallbörse der Welt als die korrupteste zu betiteln (verunglimpfen?) ist eine Sache, es zu beweisen - und zwar über begründete Zweifel hinausgehend - ist womöglich aber eine ganz andere. Ich möchte gleich zu Beginn meine Behauptung klarstellen: Die Commodity Exchange Inc. (COMEX) - im Eigentum der CME Group und auch von ihr betrieben - kontrolliert und manipuliert die Kurse von Gold und Silber, wie auch den des Kupfers, allein zum Vorteil bestimmter Börseninsider, hier in erster Linie JP Morgan.

Mithilfe korrupter Handelspraktiken hat die COMEX den Kursfindungsmechanismus für Gold, Silber und Kupfer entwendet, und sie hält ihn außerhalb der Reichweite der tatsächlichen fundamentalen Angebot-Nachfrage-Grundlagen gefangen. Die COMEX hat das Gesetz von Angebot und Nachfrage als Preisgeber entfernt hat und dafür einen privaten Club eingesetzt, der von einigen Großhändlern geführt wird, welche den Metallproduzenten, -konsumenten und -investoren die Kurse diktieren.

Auch die US-Bundesaufsichtsbehörde für den Rohstoffhandel, die CFTC, ist bei dieser Beschlagnahmung des Kursfindungsmechanismus mitbeteiligt, der Hauptschuldige ist allerdings die CME Group. Paradoxerweise sind es eben die von der CME erhobenen und von der CFTC veröffentlichten Daten, welche die Kursmanipulation an der COMEX beweisen.

Da die Kurskontrolle an der COMEX ununterbrochen stattfindet, gilt: Wenn die Kurse manipuliert werden, und das behaupte ich, dann dreht sich die Manipulation im Grunde darum, ob die Kurse fallen oder steigen. Letzten Donnerstag (am 19. Juni) gab es beim Gold einen kräftigen Kursanstieg um 4%, beim Silber waren es 5% und somit der mit Abstand stärkste Kursanstieg, den es in den letzten Monaten während eines Handelstages gegeben hatte.

Die staatlichen Daten, in Form der vergangenen und zukünftigen Commitments of Trader Reports (COT) demonstrieren schlüssig, dass an diesem Tag nicht nur die Kurse explodierten, sondern auch, warum die Gold- und Silberkurse vor dieser Explosion niedriger lagen.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Kursmanipulation das schwerste Verbrechen ist, das an einem Markt überhaupt stattfinden kann. Die US-Wirtschaft und auch die ganzen Handelsgesetzwerke sind davon abhängig, dass die Preise von Gütern oder Dienstleistungen im Wettbewerb des freien Marktes und ohne künstliche Hindernisse festgestellt werden. Das ist die Definition des freien Marktes.

Sinn und Zweck des US-Kartellrechts und der Rohstoffmarktgesetze ist es, zu verhindern, dass eine kleinere Gruppe von Marktteilnehmern (Institutionen) einen nicht mehr konkurrenzträchtigen Marktanteil kontrolliert. Wenn der Preis eines Rohstoffs künstlich durch irgendetwas anderes als freimarktlichen Wettbewerb zwischen den Kräften der Produktion und des Verbrauches festgestellt wird, dann sendet das falsche Signale an Produzenten wie Konsumenten - es verzerrt laufenden Aktivitäten wie auch Pläne für die Zukunft.

Gerade beim Silber verletzt die COMEX so gut wie jedes Konzept freier Märkte - das reicht von unnatürlicher Marktanteilkonzentration bis hin zur Schaffung eines künstlichen Kursfindungsmechanismus, der alle Einflüsse aus Produktion und Verbrauch des Metalls überwiegt. Das sind harte Worte, aber einfach zu untermauern.

Erstens gilt es zu verstehen, wie und warum die CME den Kursfindungsmechanismus aus realer Produktion und realen Verbrauch durch elektronischen Handel mit rein spekulativem Wesen und Zweck ersetzt hat. Für mich ist das “Warum?” mit “Geld!“ erklärt - und wenn man das erkennt, dann wird auch "Wie?" offensichtlich.

Die CME besitzt und betreibt die COMEX (wie auch andere Börsen) als profitorientiertes, börsennotiertes Unternehmen. Unternehmerische Hauptmotivation und -aufgabe ist somit Profitgenerierung für die Anteilseigner. Abstrakt gedacht, wäre das überhaupt nicht falsch für ein Unternehmen, aber eine Rohstoffbörse ist eine ganz besondere Finanzinstitution, dahingehend, dass sie, zumindest in den USA, von Kongress autorisiert sein und von der CFTC reguliert werden muss.

Zudem werden den US-Rohstoffbörsen, wie der COMEX, sehr wichtige und große selbstregulatorische Aufgaben und Verantwortlichkeit abverlangt, damit im Handel alles mit rechten Dingen zugeht.

Es handelt sich dabei nicht um die typischen Verantwortlichkeiten, die für die überwiegende Mehrheit aller börsengehandelten Unternehmen zutreffen, und das hat schwere Interessenskonflikte zwischen Rohstoffgesetzgebung und dem Gewinnstreben der CME entstehen lassen.

Man denke nur daran, dass in den USA seit fast schon einem Jahrhundert regulierte Rohstoffbörsen existieren. In Form börsengehandelter, profitstrebender Unternehmen existieren diese aber erst seit ca. einem Jahrzehnt. So lange hat es nun gebraucht, um zu erkennen, dass das Grundprinzip irgendwo nicht stimmen kann.




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