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David H. Smith: Platingruppenmetalle führen EM-Bullenmarkt an

18.07.2014  |  The Gold Report
Edelmetallinvestoren haben im jüngsten Bärenmarkt schon sehr harte Zeiten durchstehen müssen, doch David H.Smith, leitender Analyst für David Morgans “The Morgan Report“ glaubt, dass ein neuer langfristiger Bullenmarkt schon gestartet hat. In diesem Interview mit dem The Gold Report meint Smith, dass die Platingruppenmetalle den Wiederaufstieg anführen werden und ein günstiges langfristiges Risiko/Nutzen-Verhältnis aufweisen.


The Gold Report: Die südafrikanischen Produzenten von Platingruppenmetallen wurden von einem 21-wöchigen Streik geplagt, der diese Unternehmen schätzungsweise 2 Mrd. $ in ausgebliebenen Einnahmen gekostet hat. Zeichnet sich ein Ende ab?

David H. Smith: Es ist eher das Ende des Anfangs als der Anfang vom Ende, weil die Probleme zwischen den Bergleuten und Bergbauunternehmen systemsicher Natur sind. Die Unternehmen versuchen ihre Kosten umzuverteilen und auszugleichen, weil die Produktionskosten insgesamt sehr hoch sind, gleichzeitig bekommen die Bergleute immer noch nicht viel Geld für diese gefährliche Arbeit.

Während dieses fünfmonatigen Streiks haben die Bergbauunternehmen zusammen 5.000 - 10.000 Unzen pro Produktionstag verloren. Das hat auf der Angebotsseite der PGMs natürlich nicht gerade für Entspannung gesorgt.


The Gold Report: Seit Januar haben die Platin-Spotkurse stabile Unterstützung oberhalb von 1.400 $/ oz gezeigt, dieses Niveau stieg kürzlich sogar auf 1.450 $/oz. Würde ein Ende der Streiks dann zu plötzlicher Kursschwäche führen?

David H. Smith: Ja, denn in diesem Fall haben wir eine "buy the rumor, sell the fact"-Situation. An einem Tag hieß es, die Streiks seien vorbei und die PGM fielen um 40-50 $/oz, weil das die vorherrschende Erwartung war.

Ich betrachte so etwas als Kaufgelegenheit für all jene, die glauben, dass die PGMs noch ordentlich Raum nach oben haben. Platin- und Palladium befinden sich beide in einer Defizitsituation, aber Platin ist immer noch mehr als 400 $/ oz von seinem 5-Jahre-Hoch entfernt, während Palladium sein 5-Jahre-Hoch vor einigen Wochen erreicht hatte. Aus meiner Sicht hat Palladium von beiden das höhere Gewinnpotential, da es in so vielen Anwendungsbereichen durch Platin ersetzt werden kann, aber trotzdem noch ca. 500 $-600 $ günstiger ist.


The Gold Report: Sie haben auch über die sogenannten “The Precious Metals Four“ geschrieben. Platin und Palladium sollen darunter die Vorläufer in der anstehenden Kurswende bei den Edelmetallen sein. Können Sie das erläutern?

David H. Smith: Diese Edelmetalle sind natürlich Gold, Silber, Platin und Palladium. Wer sich als Anleger für Edelmetalle interessiert, der sollte sich auf alle vier konzentrieren, selbst wenn man nicht alle von ihnen besitzt; man kann hier gut beobachten, wie sie sich zueinander verhalten und wie ihre Chart-Muster korrelieren.

Meine Grundannahme ist - und die wurde auch von Sprott Asset Management, Rick Rule und verschiedenen anderen vertreten - dass Platin und Palladium in ein langfristiges Angebotsdefizit eintreten werden, weil die Hauptproduzenten in Südafrika und Russland nicht in der Lage sein werden, ihre Produktion in nächster Zeit deutlich hochzufahren.

Auf der anderen Seite treibt die Katalysatorenproduktion, aber auch die ETFs und die Individualkäufe (physische Metall, Schmuck) die PGM-Nachfrage deutlich nach oben.

Gold und Silber haben sich hingegen in einem dreijährigen, zyklischen Bärenmarkt befunden. Vor einigen Wochen kam dann eine Marktwende bei hohem Volumen; und wie es den Eindruck macht, könnte das der Beginn des nächsten Aufwärtstrends im sekulären, langfristigen Edelmetallbullenmarkt sein.


The Gold Report: Der Markt für Platingruppenmetalle ist ziemlich klein, und das heißt auch, dass ein neuer Produzent das Marktgefüge unmittelbar verändern kann.

David H. Smith: Richtig, der PGM-Markt ist ungefähr 7 Millionen Unzen pro Jahr groß - Platin und Palladium zusammengenommen. Der Goldmarkt, zum Vergleich, ist ungefähr 80 Millionen Unzen pro Jahr groß. Der PGM-Markt ist also nur ein kleiner Bruchteil davon, dennoch werden diese Metalle in essentiellen Bereichen verwendet.

Bis wir dann bestimmte Kursziele erreichen, könnte es noch ein wenig länger dauern, als ich es gerne sehen würde, aber die Aufwärtsbewegung bei den Edelmetallen ist unterwegs, und ich denke, sie wird lange Zeit anhalten.

The Gold Report: Wie können Investoren hier mit einsteigen? Ist es entscheidend, dass man physische Metalle hält oder aber Aktien, oder beides?

David H. Smith: Ich arbeite seit mehr als einem Jahrzehnt mit David Morgan am “The Morgan Report“ - und er empfiehlt, dass man zuerst physische Metalle kaufen solle. Wenn man mit diesem Bestand an physischen Edelmetallen zufrieden ist, sollte man sich nach Aktien umschauen.




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