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Ehemaliger US-Chefökonom für Ende des Dollars als Weltreservewährung

09.09.2014  |  Redaktion
In der Weltwirtschaft gibt es nur wenige Dinge, die langfristig gleich bleiben. Eines davon ist die Rolle des US-Dollar als Weltreservewährung. Dieser Umstand hat sich auch zu einem Kernfaktor der US-amerikanischen Wirtschaft entwickelt. Doch Zerohedge schreibt in einem gestern erschienenen Artikel, dass dieses Privileg mittlerweile zu einer Last geworden sei. Laut neuesten Untersuchungen würde dieser Status das Arbeitsplatzwachstum untergraben, Staatshaushalt und Handelsdefizit unnötig aufblasen und zu inflationären Finanzblasen führen. Die USA müssten daher Abstand davon nehmen, den US-Dollar unbedingt als Weltreservewährung aufrechtzuerhalten, um die eigene Wirtschaft wieder voranzubringen.

Diese Meinung vertrete auch Kenneth Austin, ein Ökonom des US-Finanzministeriums. Er begründet unter anderem die Rolle des Reservewährungsstatus beim wachsenden Handelsdefizit: Verschiedene Länder würden den Wert ihrer Währungen gegenüber dem US-Dollar niedrig halten, um ihre Exporte billiger zu machen und zu erhöhen und gleichzeitig US-amerikanische Exporte teurer zu machen und zu verringern. Dafür würden sie viele Dollar kaufen und die Inlandsersparnisse erhöhen - was schlussendlich ihre Währung abwertet - sowie den eigenen Konsum einschränken.

Um die Rechnung global auszugleichen, müssten die USA im Umkehrschluss weniger sparen (als diese Länder) und mehr konsumieren, als sie produzieren. Auch infolge dessen habe das US-Handelsdefizit im letzten Jahr 475 Mrd. $ betragen. Laut Zerohedge sind die USA dabei nicht nur ein Opfer sondern spielen bereitwillig bei mit.

Durch die Verwendung des US-Dollars als Weltreservewährung würden damit nicht mehr allein US-Amerikaner den Umfang ihrer Ersparnisse und ihres Konsums bestimmen. Über die sinkenden US-Exporte würde sich der Status des US-Dollars auch negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken. Außerdem könne das Handelsdefizit sogar weiter wachsen, wenn die USA gar nicht direkt am Handel beteiligt sind.

Diese Überlegungen von Austin würden auch durch den Ökonom Michael Pettis und den früheren Fed-Vorsitzenden Ben Bernanke gestützt. Die Entthronung des Dollars wäre dabei gar nicht so schwierig. Zwar würde das Ende des US-Dollars als Weltreservewährung nicht sofort positive Effekte zeigen, aber langfristig führe dieser Schritt zu mehr und höherwertigen Jobs und einer stabileren wirtschaftlichen Erholung. Die USA könnten sich das Privileg der Weltreservewährung nicht länger leisten.


© Redaktion GoldSeiten.de





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