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Extreme Edelmetallleerverkäufe auf dem Höhepunkt

22.10.2014  |  Adam Hamilton
Die Finanzmärkte der Welt erleben eine gewaltige Veränderung, da die Federal Reserve unmittelbar vor dem Ende der dritten quantitativen Lockerung steht. Die massive Inflationsflut der Fed hat die Märkte erheblich verzerrt, doch endlich beginnen sie sich zu normalisieren. Edelmetalle wurden durch die künstlich überhöhten Aktienmärkte der Fed zerstört, was zu extremen Futures-Leerverkäufen führte. Aber diese Vorgänge scheinen ihren Höhepunkt erreicht zu haben, was ein sehr bullisches Omen ist.

Was für einen Unterschied ein paar Wochen machen! Mitte September noch flossen die US-Aktienmärkte über vor Euphorie und erreichten neue nominale Rekordhöhen. Nahezu jeder war völlig davon überzeugt, dass die Aktien ewig weiter steigen würden. Man konnte nicht auf CNBC schalten oder eine Finanzzeitung aufschlagen, ohne dass einem endlose Vorhersagen über einen angeblichen enormen Anstieg zum Jahresende entgegen sprangen. Und Gold und Silber wurden verachtet, alle glaubten, sie wären zu einer ewigen Abwärtsspirale verdammt.

Doch diese Märkte waren eine von der Fed heraufbeschworene Illusion, eine künstliche Fiktion. Finanzmärkte sind auf ewig zyklisch, sie bewegen sich nie unbegrenzt in eine Richtung. Je länger eine bestimmte Bewegung anhält, umso größer die Wahrscheinlichkeit für eine unmittelbar bevorstehende Umkehr und komplette Mittelwertrückkehr. Die Aktienmärkte sind schon viel zu lange losgelöst und die Edelmetalle sind schon viel zu lange gefallen. Der mutige Querdenkerhandel wäre der Verkauf von Aktien und der Kauf von Gold.

Ich habe immer und immer wieder vor der extremen Gefahr dieser von der Fed manipulierten Aktienmärkte gewarnt. Als der SPX am 5. September ein neues nominales Rekordhoch erreichte, schrieb ich, dass das drohende Ende von QE3 einen baldigen, ernsthaften Abverkauf bedeutet. Als der S&P 500 am 26. September immer noch nahe 2000 stand, lieferte ich erneut eine überzeugende Begründung für das Bevorstehen eines großen Aktienmarktabverkaufs. Marktextreme kehren sich immer um, Punkt.

Die Fed hat törichterweise eine Aktienmarktstimmung kreiert, die auf dem falschen Glauben beruht, dass diese Märkte nur steigen und niemals bedeutend fallen. Dies stellte eine Verspottung der jahrhundertealten Weisheit kluger Portfoliodiversifikation dar. Vor etwa dreißig Jahrhunderten empfahl der antike König Salomon die Diversifizierung von Investitionen: “Verteil es unter sieben oder unter acht; denn du weißt nicht, was für Unglück auf Erden kommen wird.”

Dank der Fed wollte niemand etwas anderes als Aktien besitzen. Seine gesamten Finanzen auf ein Pferd zu setzen ist einfach nur hirnverbrannt, der Gipfel der Dummheit! Dieser irrationale Glaube sorgte dafür, dass eine ganze Anlageklasse - Edelmetalle - verstoßen und zum Sterben zurück gelassen wurden. US-amerikanische Futures-Spekulanten setzten diesem Gold-auf-Null-Handel noch die Krone auf, indem sie im Endeffekt riesige Mengen Gold und Silber liehen, die sie nicht besaßen, um sie leerzuverkaufen. Das zerschmetterte die Edelmetallkurse.

Aber so wie sich dieser ernstzunehmende Aktienmarktabverkauf bestätigt, muss und wird sich die durch die Fed erzeugte Loslösung auflösen. Und so wie sich die Märkte normalisieren und zum Mittelwert zurückkehren, wird dies auch mit der unnormalen Antipathie gegenüber der traditionellen Portfoliodiversifikation mit alternativen Investitionen geschehen. So wie Gold und Silber langsam wieder an Beliebtheit als ein kluges Ziel für einen gewissen Teil jedes Portfolios gewinnen, werden US-amerikanische Futures-Spekulanten zur Eindeckung ihrer enormen Short-Positionen gezwungen sein.

Da die Investitionsnachfrage bei den Edelmetallen wahnwitzig niedrig ist, haben die Futures-Händler die Edelmetallkurse nahezu völlig dominiert. Und wie diese Grafiken zeigen, stammt der Großteil dieses mächtigen Einflusses von der Short-Seite des Handels. Sowohl die Gold- als auch die Silberpreise weisen für die letzten paar Jahre eine starke inverse Korrelation mit den gesamten Short-Kontrakten US-amerikanischer Futures-Spekulanten auf. Diese Tatsache hat außergewöhnliche bullische Auswirkungen.

Extreme Futures-Leerverkäufe sind von sich aus begrenzt, denn alle Shorts müssen bald eingedeckt werden. Der dahinterstehende Rohstoff, der zum Verkauf von jemand anderem geliehen werden muss, muss zurückerworben und zurückgezahlt werden. Und an den Futures-Märkten sind die Kursauswirkungen beim Kauf eines neuen Long-Kontrakts identisch mit den Auswirkungen zum Ausgleichen und Eindecken eines Short-Kontrakts. Große Short-Eindeckungen bedeuten enorme Käufe von Gold- und Silberfutures.

Das wird den Gold- und Silberkurs nach oben katapultieren und damit schrittweise mehr Investoren anlocken. Und weil die durch die Fed verzerrte Aktienmarktloslösung endlich umschlägt, scheinen die extremen Leerverkäufe von Edelmetall-Futures ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Jeden Freitagnachmittag veröffentlicht die CFTC in ihren bekannten Commitments-of-Traders-Berichten die Positionen der US-amerikanischen Futures-Spekulanten mit Stand vom vorangegangenen Dienstag. Und der jüngste Bericht vom Dienstag, dem 7., offenbart den ablaufenden Wandel.

Diese Grafik zeigt die gesamten Short-Kontrakte von Goldfutures US-amerikanischer Futures-Spekulanten in rot und die gesamten Long-Kontrakte in grün. Bevor die QE3-Kampagne der Fed die globalen Märkte radikal verfälschte, waren sowohl die Long- als auch die Short-Positionen der Spekulanten auf völlig anderen Ständen. Die gelbe Linie zeigt die gesamte Abweichung für Long- und Short-Seite gegenüber den durchschnittlichen Ständen der normalen Jahre zwischen 2009 und 2012.

Schließlich findet sich neben diesen CoT-Daten für Futures der Goldpreis in Form den führenden Gold-ETFs SPDR Gold Shares, welcher unter dem Symbol GLD handelt. Gold ist etwas, das jeder Investor ständig in seinem Portfolio zur klugen Diversifikation haben sollte. Und der Besitz von GLD-Anteilen ist für reine Aktieninvestoren eine großartige günstige und effiziente Möglichkeit, Zugang zu Gold zu erhalten ohne die traditionellen Goldmünzen zu besitzen.






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