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Gold- und Silberminen: Lage, Handeln, Folgen

06.03.2015  |  Silberjunge
In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vom 1. März fand sich ein lesenswerter Artikel über die heutige Goldminenindustrie. Genauer gesagt ging es um einen Besuch des Chefs von Randgold, Mark Bristow. Die Gesellschaft kommt gegenwärtig auf einen Marktwert von 7,13 Milliarden US$. Noch im Juli 2002 lag der Börsenwert unter 200 Millionen US$ und das Rekordhoch wurde am 15. November 2011 bei 10.944 Mio. US$ gesehen.

Hoch interessant ist, dass der Chef von Randgold sagt: "Alle haben nur eine Hoffnung, dass der Goldpreis wieder steigt. Aber tatsächlich tun sie alles, um genau das zu verhindern. Es ist absurd". In dem Artikel heißt es, dass seine Konkurrenz selbst schuld an der misslichen Lage sei. Denn die meisten Goldproduzenten hätten über die Jahre hinweg hohe Schulden aufgetürmt, teils höher als der Marktwert der Börse. Um die Gläubiger nunmehr bedienen zu können, müssen diese Firmen bei einem sinkenden Goldpreis die Produktion steigern - koste es, was es wolle. Sehr interessant seine Aussage, dass ihn die Stimmung an die Zeit erinnere, in der er angefangen hat: "Keiner schaut in die Zukunft, jeder versucht, irgendwie zu überleben, alle verschließen die Augen vor der Realität".

Wir wollen allerdings anmerken, dass seine Gesellschaft Randgold m 4. Quartal 2014 0,29 Mio. Goldunzen im Vergleich zu 0,24 Mio. im 4. Quartal 2013 und 0,21 Mio. Unzen im 4. Quartal 2012 förderte. Auch der Randgold-Chef fährt die Produktion also hoch. Er macht das, was er an seinen Konkurrenten kritisiert. Und dies, obgleich in dem Artikel bemerkt wird, dass "die Reserven seiner Bergwerke langsam zur Neige" gehen.


Monatliche Goldproduktion im Durchschnitt der letzten 12 Monate (im Dezember: 2.908 Tonnen Gold):

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Quelle: Bloomberg, Daten bis Dezember 2014


Auch bei Ölfirmen stellte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich kürzlich fest, dass viele Unternehmen sich massiv verschuldet hätten. So ist das Volumen der von Ölfirmen begebenen Anleihen von 200 Milliarden US$ im Jahre 2007 auf mehr als 800 Milliarden US$ im Jahre 2014 gestiegen. Die Dollaraufwertung und der Fall des Ölpreises führen dazu, dass viele Unternehmen daher ihre Ölproduktion nach Kräften steigen. Damit tragen die Unternehmen zu einem fallenden Ölpreis bei.


Ergebnisse der Silberminen

Wir zeigen wie für die Goldminen im Silberbulletin vom 21. Februar unten die Nettoerträge mit und ohne außerordentlichen Erträgen/Kosten für einige primäre Silberproduzenten, die bereits ihre Zahlen für das 4. Quartal vorlegen. Insgesamt haben die 6 Gesellschaften ihre Silberproduktion nach 19,93 Mio. Unzen im 3. Quartal auf 21,23 Mio. Unzen im 4. Quartal 2014 hochgefahren. Im 4. Quartal 2013 waren es nur 17,24 Mio. Unzen.


Nettoerträge der Unternehmen einschließlich außerordentlicher Erträge + Aufwendungen (z. B. Sonderabschreibungen):

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Hier die von Bloomberg normalisierten Nettoerträge unter Ausblendung von Einmaleffekten:

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Gold und Silber leiden momentan darunter, dass die Minengesellschaften aufgrund hoher Verschuldungen und hoher Förderkosten bei den jetzigen Preisen die Produktion nach Kräften hochfahren, um ausreichende Einnahmen zu erzielen. Damit verlängern und vertiefen sie die Abwärtsbewegung noch!

Schauen wir uns nur die obigen Ergebnisse der primären Silberproduzenten im 4. Quartal 2014 an. Pan American Silber, Coeur Mining, First Majestic, Silber Standard, Silvercorp und Hecla Mining hatten unter Berücksichtigung von außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen wie zum Beispiel Sonderabschreibungen im letzten Quartal zusammen einen Verlust von 1.735 Millionen Dollar erlitten. Selbst unter Ausklammerung dieser Sondereffekte kamen diese 6 Gesellschaften laut Nachrichtenagentur Bloomberg auf Verluste von 248,2 Millionen Dollar.



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