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Die Märkte nach dem FOMC-Meeting vom 18. März 2015

25.03.2015  |  Rolf Nef
Letzten Mittwoch den 18. März wurde um 20 Uhr abends unserer Zeit der FOMC-Report (Federal Open Market Committee) veröffentlicht, der die zukünftige Politik des Fed in meist nebulösen Worten beschreibt. Mich interessierte die Reaktion des Marktes, nicht der Inhalt der Meldung.

Wieder zuerst die US-Bonds und dann die der andern Länder. Warum die Bonds zuerst? Weil die US-Bonds im Juli 2012 nach Süden gedreht haben und daran sind, die Nackenlinie nach unten zu durchstossen, was die nächste Phase des Zinsanstieges einleiten wird. (Grafik 1). Warum ist das so gefährlich? Die Welt hockt auf 200.000 Milliarden $US Schulden. Ein Prozent Zinsanstieg kostet die Schuldner 2.000 Milliarden $US. Wie viele können das verkraften? Und wenn es zwei Prozent Anstieg sind?

Grafik 2 zeigt die Reaktion des Bondmarktes vom Mittwoch und der folgenden Tage. Am Mittwoch schoss der Bond hoch und am Donnerstag impulsiv wieder runter und Freitag korrektiv gegen diesen neuen Trend nach unten. Damit ist bis jetzt der neue Abwärtstrend, der am 3. Februar 2015 begann, bestätigt.

Wenn die Nackenlinie bricht, wie hoch könnten die 5 jährigen Zinsen steigen? Grafik 3 zeigt den Zinssenkungsprozess seit 1981 mit der oberen Trendlinie. Ein Anstieg bis zur oberen Trendlinie, also 2,8%, was einer Verdoppelung gleichkäme, wäre nichts als normal und der langfristige Abwärtstrend wäre immer noch nicht gebrochen. Aber auch der Bruch dieser Linie ist möglich und ein Anstieg bis zur nächsten Trendlinie bei 4% wäre nichts Aussergewöhnliches.

Wie werden die andern Bondmärkte reagieren? Ich zeige hier nur den deutschen Bund. Aber zuerst zu Japan: Die Staatsverschuldung beträgt 250% des BIP. Ein Zinsanstieg von 1% kostet 2,5% des BIP, einer von 3% 7,5% des BIP. Die Ausgaben der Schweizerischen Eidgenossenschaft betragen ca. 12% des BIP. Vergleiche!!

Grafiken 4 und 5 zeigen den Deutschen Bund. Wenn der US Bond taucht, dann taucht aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Deutsche Bund und alle andern europäischen Bondmärkte.

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Grafik 1: 5 Jahre US Treasury wöchentlich, Kopf-Schulter Formation


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Grafik 2: 5 Jahre Treasury, 30 Minuten


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Grafik 3: 5 Jahre Treasury Rendite, monatlich


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Grafik 4: Deutscher Bund, wöchentlich, Future


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Grafik 5: Deutscher Bund, Rendite, monatlich




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