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Die Kapitulation der Hedgefunds

31.03.2015  |  Silberjunge
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Was sehen wir? Es ist wie bei einem Elfmeterschießen, wo der Schütze links antäuscht und in die rechte Ecke schießt! Am 11. März wurden die Charthörigen unter uns aus dem Markt geworfen. Genau davor warnte ich Sie ganz vehement!

Nutzen Sie das oben beschriebene Umfeld wie ich! Ich habe mich strategisch wie ausgeführt positioniert. Ich bin übrigens sehr fest davon überzeugt, dass der Silberpreis in Euro viel früher nach oben ausbrechen wird, als die Schwarzseher heute predigen.

Achten Sie mit mir in den kommenden Wochen/Monaten auf die eingezeichnete Abwärtstrendlinie im folgenden Chart des Silberpreises in Euro:

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Quelle: Bloomberg, Daten bis 30. März 2015 (G116)


Sie wissen, dass meine Warnungen am 24. Januar 2015 und Mitte Juli 2014 sehr stark gespeist wurden von den vorher noch nie gesehenen Netto-Verkäufen am Terminmarkt durch die Swap Dealer. Dahinter stecken die Großbanken, die Swapgeschäfte, also Tauschgeschäfte am OTC-Markt abschließen. Dies hört sich kompliziert an, ist jedoch ganz einfach. OTC steht für "over the Counter" und meint in diesem Fall Geschäfte zwischen zwei Vertragsparteien außerhalb der Börse. Swapgeschäfte zwischen den Banken, ob im Edelmetallbereich oder bei Zins- und Devisengeschäften, fallen darunter.

Einige "Experten" behaupten, diese Swap Dealer hätten im Juli 2014 und im Januar 2015 solche Verkaufspositionen bei Gold und Silber gebildet, weil sie entsprechende Swapgeschäfte auf der Gegenseite abgeschlossen haben. Dies mögen Bankanalysten vertreten, aber niemand mit einem gesunden Menschenverstand. Für diese Behauptung gibt es keinerlei Beweise. Die Großbanken, die Swapgeschäfte machen, werden als Swap Dealer eingestuft.

All ihre Positionen werden dann in dieser Kategorie erfasst, unabhängig davon, ob es sich um sogenannte Outright-Geschäfte handelt mit einer offenen Risikoposition oder um Absicherungsgeschäfte, bei denen in der Tat ein OTC-Geschäft dagegen stehen könnte. Wer den Zentralbanken und Großbanken einen "liebevollen Umgang" mit Gold und Silber unterstellt, wird gern die Meinung vertreten können, dass diese Swap Dealer kein Eigeninteresse verfolgen.

Interessant jedoch, wenn man sieht, dass im Januar 2015 mal eben 16 Prozent der Minenproduktion eines Jahres im Silberfuture netto am Terminmarkt leerverkauft wurde. Es fällt mir schwer, hier nur an Absicherungsgeschäfte der Großbanken zu glauben.

Wie auch immer: Wann immer diese Großbanken alias Swap Dealer extreme Netto-Verkaufspositionen eingehen, sollten wir vorsichtig werden wie im Juli 2014 und am 24. Januar 2015. Sie versuchen damit den Markt zu drücken!

Im Goldfuture sehen wir jetzt, dass die Netto-Verkaufspositionen der Swap Dealer wieder auf dem Tief von 2014 angekommen sind. Dies ist ein gutes Zeichen!

Goldfuture: Die Commercials (türkis), die Gegenspieler der Groß- (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-reportable), setzen sich zusammen aus den Swap Dealern (grün) und den Produzenten (rot)

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Quelle: Bloomberg, Daten bis 30. März 2015 (G875)


Im Silberfuture ist das Bild noch nicht ganz so rosig. Dennoch glaube ich fest daran, dass zwischen 15 und 16 US$ eine ganz massive Unterstützung liegt und wir bereits in 2015 Grund zur Freude haben werden. Die vier großen Trader halten im Silberfuture noch immer sehr hohe Netto-Verkaufspositionen.

Jeder muss wissen: Wenn sie diese Verkaufspositionen morgen schließen würden, würde der Silberpreis "durch die Decke schießen". Sie können sie also nicht schließen, wenn sie die Weltöffentlichkeit noch etwas länger "hinter die Fichte führen" wollen. Der Tag der Wahrheit rückt allerdings näher.

Haben Sie dennoch weiter Geduld und lassen sich später positiv überraschen!

Im Laufe dieses Jahres werden immer mehr die Strahlkraft von Gold und Silber wiedererkennen. Wer dann auf 1000 Dollar je Goldunze oder 10 Dollar je Silberunze gewartet hat, läuft Gefahr, bei der nächsten großen Party am Edelmetallmarkt nicht dabei zu sein! 2010/11 widerfuhr genau dies vielen meiner damaligen Gesprächspartner!


© Thorsten Schulte
Chefredakteur des Silberjungen



Der Text ist einer Sondermitteilung an die Abonnenten der Publikationen "Der Silberjunge" vom 21. März 2015 entnommen. Im aktuellen Silberbulletin vom 28. März werden auch die reinen Leerverkaufspositionen des Managed Money am Rohstoffmarkt gezeigt sowie ein Silberchart seit 1968 mit entscheidenden Marken. Ausführliches Thema ist die Notenbankpolitik Schwedens, die verräterischen Aussagen Mark Carneys von der Bank of England, die aktuellen Entwicklungen in der Eurozone und die Gewinnentwicklungen des Dax, von BASF und interessante Aussagen zum Edelmetallbesitz der Bundesbürger.

Redakteure und Mitarbeiter von Silberjunge.de können zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Anteile an Wertpapieren halten, welche in dieser Ausgabe im Rahmen einer Finanzanalyse besprochenen werden.

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