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Bergbau & Schiefer-Ödland: Konsequenzen für Gold

01.04.2015  |  Jim Willie CB
König Dollar- Totenwache

Bevor ich zum angekündigten Thema komme, soll noch einmal eines klargestellt werden: Die US $-basierten Plattformen und die von der US-Regierung initiierten kontinentalen Handelsunionen sind ein furchtbar fehgeschlagener Plan - schlecht konzipiert, schlecht verkauft. Sie werden die Ablehnung des US-Dollar auf globaler Ebene nur beschleunigen.
Der USD wird mit Krieg und Sanktionen weiter verteidigt, auch wenn er nicht lebensfähig ist (wegen der lähmenden Schuldenlasten) und sich auch nicht mehr verteidigen lässt (aufgrund der QE-Hyperinflation).

Aus psychologischer Sicht ist die letzte Woche die schädlichste seit vielen Jahren gewesen. Die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) unter Führung von China gewann jüngst Rückendeckung von Australien und Großbritannien, doch letzte Woche auch von Italien, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Luxemburg und scheinbar auch Japan. Auch die Türkei wurde diese Woche Mitglied der AIIBank.

Man sollte nicht vergessen, dass die AIIBank für Entwicklungsprojekte gedacht ist. Sie möchte aber nur allzu gerne und viel ehrlicher gemeint als Neue Entwicklungsbank (NEB) funktionieren, gefördert und finanziert von China. Die NEB ist ein gigantisches Trojanisches Pferd. Jackass hatte die gewagte Aussage getroffen, dass die NEB US-Staatanleihen, EuroBonds, UK Guilts und Japanische Staatsanleihen in physisches Gold konvertiert und eine BRICS-Gold-Zentralbank gründet.

Der Übergangsprozess wird den Goldpreis in Richtung 10.000 $ pro Unze schicken. Das steht schon geschrieben, allerdings geheim. Es wird passieren, und zwar aus Gründen der Zweckmäßigkeit. Es muss geschehen, um das globale Finanzsystem in eine solide Struktur und in einen haltbaren Gleichgewichtszustand bringen zu können.

Angesichts eines drohenden Schuldenausfalls in Griechenland und der Ukraine (der nicht verschwinden wird) stehen die Banken des Westens ständig vor einem Zusammenbruchsereignis. Die größte, unmittelbare Bedrohung könnten jedoch die Schulden der Schwellenmärkte sein.

Sie sind in US $ festgeschrieben. Aufgrund der Währungsmarktverschiebungen schossen die Schulden all jener Nationen um 20% in die Höhe. Deswegen wird es auf der einen Seite Schuldenausfälle und einen Absprung von den Bankenplattformen auf der anderen Seite geben; König Dollar scheint ohne Beine, kastriert, von Akne geplagt zu sein - mit zu vielen Hinweisen auf praktizierten Voyeurismus in alliierten Betten und praktizierten Zivilistentötungssport.

Der König Dollar braucht eine schnelle Beförderung zum Bestattungsinstitut, dann zum Friedhof - zu Gunsten des Goldstandards. Der Weg dahin ist nun abgesteckt. Der Goldstandard wird von den Handelsplattformen ausgehen, und nicht über das FOREX-Fenster kommen.

Später wird das globale Bankensystem die in Reserve gehaltenen US-Staatsanleihen abstoßen. Dieses Ereignis wird QE 4 auslösen und mit ihnen den Zusammenbruch des westlichen Zentralbanken-Franchise-Systems. Dann wird es einen neuen Shit-Dollar geben, der auf einem erfundenen Serviertablett gereicht wird. Gold wird gewinnen, es ist nur eine Frage des WANN, des WIE und der Schwere der weltwirtschaftlichen Zerstörung.


Auswirkungen auf Goldbergbau & Ölsektor

Zwei wichtige Sektoren werden sehr bald enormen Einfluss auf den Goldmarkt und den Goldpreis haben. Der Goldbergbausektor kommt zum Stillstand; die Produktion sinkt, die Gewinne sind fort - und das wird sich mit Sicherheit auf der Angebotsseite der Goldmarktrechnung niederschlagen. Dabei muss der physische Goldmarkt betrachtet werden und nicht auf das große papierne Affentheater, das von den falschen Wall-Street- und London-Abzockschamanen gespielt wird.

Der marginale Energiesektor kommt zum Stillstand; die Produktion aus den Schieferölquellen wird plötzlich abgestellt, die Gewinne sind fort - und das wird sich mit Sicherheit auf der Angebotsseite der Ölmarktrechnung niederschlagen. Während die Goldproduktion sinkt und sinkt, stehen die Schieferöl-Anleihen vor einer Subprimekrise-artigen Implosion. Die USA haben sich mächtig dem “Subprime“ verschrieben, sie kennen nichts anderes, sie sind abhängig von Subprime und sie werden an Subprime ersticken. Der US-Dollar ist eine Subprime-Währung.

Das hinterlassene Ödland im Bergbau- wie im Schieferölsektor wird Konsequenzen für den Goldmarkt haben, allerdings kommen diese aus anderen wirkungsvollen Bereichen. Diese Konsequenzen werden zur unausweichlichen und feierlich zu begehenden Verschrottung und Schließung der COMEX- und LMBA-Goldmärkte führen.

Es sollte erwähnt werden, dass die COMEX seit Juni 2012 keinen Gold-Futures-Kontrakt mehr belieferte. Interessant auch, dass die London Bullion Market Association durch Notplünderungen des SPDR Gold Trust (auch GLD Fund) über Wasser gehalten wird - und per Notbelieferung durch Scotia Mocatta und das Zwillingsnest Vatikan-Basel.

Die schwere Krise im Bergbausektor und die nahezu totale Dezimierung im Schieferölsektor wird dem Goldmarkt einen speziellen Doppelschub geben, der sich aus reduziertem Metallangebot sowie enormer US-Fed-Monetisierung von möglicherweise Energiefirmenschulden.

Man könnte jetzt behaupten, die Schuldenausfälle im Schieferenergiebereich würden ganz einfach vom Markt absorbiert werden. Das ist zweifelhaft! Die Energiefirmen sind stark mit der Wall Street und den US-Behörden verbandelt. Seit Jahrzehnten managten sie das Petro-Dollar-Fundament aus arabischem Öl vermischt mit US-Außenpolitik. Sie haben immer noch beachtlichen Einfluss auf die US-Regierung, so dass sogar spezielle Ausnahmeregelungen im Rahmen der Russlandsanktionen erwirkt werden könnten.

Angesichts des sinkenden Goldangebots sowie zusätzlicher Monetisierung durch die US Fed ist der US-Dollar wahrhaftig verdammt, und die COMEX genauso. Die Welt wird die Schließung der COMEX feiern, als hätte man ein riesiges kriminelles Unternehmen dichtgemacht. Einer Sache sollte man sich sicher sein: Die Monetisierung der Subprime-Schulden im Energiesektor wird mit der US-Staatsanleiheaussonderung durch das ausländische Bankensystem zusammenfallen - und solche Entwicklungen wird die unglückselige Fed ganz sicher mit QE 4 kontern.

Doch die Fed hat ihre Glaubwürdigkeit verloren. Yellens Stimme trägt nicht mehr so weit wie die Bernankes, wie auch Jacob Lews Stimme nicht mehr so weit trägt, wie noch die Geithners. Doch auch Bernanke und Geither sind nur Zwerge verglichen mit Greenspan und Paulson. Eine Zwergenbesetzung wacht über den Zusammenbruch.


Südafrikas Goldverluste (mit dickem Asteriskus)

Der Einbruch in der südafrikanischen Goldbergbauproduktion zeigt sich eklatant und verblüffend. In den letzten drei Berichtsmonaten sanken die Produktionsmengen um 5,9%; in den letzten 3-4 Jahren sanken sie um 50% und in den letzten 11-12 Jahren um 75%, und in den letzten 25 Jahren um 87%! Der Ernst der Lage ist offensichtlich, wenn man bedenkt, dass Südafrika noch vor 12-14 Jahren ein Drittel des Goldes weltweit aus den Bodentresoren förderte.

Die Nation ist von Mottenkugeleinsatz bedroht. Die verbleibenden Minen sind sehr tief, sehr dünn und benötigen enormen Arbeitsaufwand, zur Senkung der Wasserstände und der hohen Temperaturen - hinzu kommt noch die Gewährleistung der Sicherheitsstandards der Arbeiter.

Ein Kollege mit persönlichen Kontakten dorthin gab Folgendes zu bedenken: “Da viele der Minen 3 bis fast 5 km tief reichen und dort nach wie vor in einem Meter Breite bei sinkenden Gehalten mit einfachsten Mitteln gearbeitet wird (d.h. Handbohrer und Handarbeit), sollte man die Förderung wirklich einstellen, um der überaus gefährlichen Schufterei ein Ende zu setzen. Das sich unmöglich noch kalte Luft in solche Tiefen pumpen lässt, werfen sie Eis ab."



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