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Bergbau & Schiefer-Ödland: Konsequenzen für Gold

01.04.2015  |  Jim Willie CB
- Seite 3 -
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Goldangebot: Unmittelbare Preiskonsequenzen

Die rasch einbrechende Anlagerendite im Goldbergbausektor ist ein Riesengrund, warum man in Gold investieren sollte. Die Zulieferkette des Marktes ist in einem schnellen Zersetzungsprozess gefangen. Für die ganz Kleinen unter den Miesmachern, die meinen, Gold sei ein totes Asset: Sie vergessen die grundlegendsten Prinzipien der Ökonomie. Eine Sache mit beschränktem Angebot, und dahingehend ohne Aussicht auf schnelle Besserung, ist das beste Investment - vorausgesetzt, es ist legal.

Goldeigentum mag seine Hürden und Handicaps haben, Besitz und Eigentum sind aber immer noch legal; dasselbe gilt für Silber. Die Gold & Silberpreise werden letztlich auf gesunkenes Angebot und Bergbauproduktion mit Marktkrämpfen reagieren. Jackass war davon ausgegangen, dass schon das Jahr 2013 sinkenden Bergbauoutputs bringen würde. Dazu kam es aber nicht aufgrund bestehender Schuldverpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus bestehenden Verträgen. Im Jahr 2014 war die Wirkung dann endlich zu spüren; 2015 wird sich noch heftiger auf der Angebotsseite niederschlagen.

Man muss Folgendes wissen: Wenn die Gold & Silbermärkte endlich durch die Schließung von COMEX & LMBA freigesetzt werden - und der Shanghai-Marktmechanismus ihnen genügend Spielraum lässt - dann werden die Zuliefererketten von dieser Situation überrumpelt. Die Schwierigkeiten, mit denen der Bergbausektor zu kämpfen hat, werden das Problem noch verstärken. Um ein Gleichgewicht herzustellen, werden die Preise noch viel stärker steigen.

Die Rückkehr zum Marktgleichgewicht - ein inzwischen ganz fremdes Konzept - wird dann ganz langsam und qualvoll geschehen, wenn die Preise erst einmal in Höhen schießen, die diese Kritiker nicht für möglich gehalten hätten.

Die kontrollierten Märkte werden an den Rand gedrückt. Wenn sich die Ausgleichbewegung schließlich ihre Bahn bricht, wird das im Umfeld schrillsten Tumult und Chaos passieren. Für jede existierende physische Unze Gold gibt es inzwischen 50 bis 100 Papieransprüche.

Die Situation ist vollkommen außer Kontrolle und nicht einmal ansatzweise reparabel. Auf dem Gebiet des Geldes steht eine Revolution an. Als Fußnote: Alle Schätzungen hinsichtlich der Defizitsituation am Silbermarkt sind getürkt und gefälscht. Das Defizit liegt bei einem Vielfachen höher.


Fäulnis in der Ölindustrie

Unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen wären sinkende Benzin-, Diesel und Heizölpreise sicherlich eine Hilfe für Haushalte und Unternehmen. Die wirtschaftlichen Bedingungen sind aber nicht normal. Die Einzelhandelsausgaben sind weiterhin im Sinken begriffen. Über die letzten Jahrzehnte hinweg haben sich die Verzerrungen tief verwurzelt und sind unschönerweise endemisch geworden.

Die marxistischen Zirkusdirektoren im Weißen Haus und die faschistischen Geldpolitik-Chefclowns im US-Finanzministerium erörtern den Erfolg gesunkener Energiepreise und steigender US $-Wechselkurse. Beide Gruppen sind ganz schön auf dem Holzweg.

Die US-Wirtschaft steckt weiterhin in ihrer Abwärtsspirale, die Geldumlaufgeschwindigkeit ist hierfür der eklatanteste, indiskutable Beweis. Das entsprechende Diagramm wurde auch in den letzten öffentlichen Artikeln gezeigt. Sie ist das traurige, entscheidende Indiz für das Scheitern von QE.

Die truthahnige Bankensyndikat-Chefin in der US Federal Reserve ist diesbezüglich eigenartig still, wahrscheinlich ist sie in Gedanken näher an den Feuern des Schuldenausfalls und den Produktionshallen für US-Staatsanleihen. Obama, Lew und Yellen sind die bei Weitem am wenigsten hervorragenden Führungskräfte, die die Nation in zweieinhalb Jahrhunderten erblickt hat. Sie führen die Nation in den Dritten Weltkrieg, ohne jede Frage.

Arbeitserlaubnisse sind Blauen Briefen gewichen: 100.000 Jobs wurden im Ölpreiseinbruch ausgemerzt. Die Entlassungen streuen wie Krebs. Der Billiggeldgenuss im letzten Jahrzehnt manifestiert sich nun in plötzlich aufflammenden Problemen. Der neue Normalzustand bedeutet auch, dass Ölunternehmen und Banken entlang steigender Ölpreise gehebelt hatten. In einer Phase massiver Preisfluktuationen bekommen wir jetzt die ruinöse Kehrseite der Ölspekulation zu sehen - in einer schockierenden Ereignisabfolge.

Die großen Ölfirmen mögen zwar groß und mächtig sein, dennoch werden sie wie Mammutbäume im Wald laut krachend fallen. Sie sind keinesfalls immun. Mehr als 100.000 Arbeitsplätze sind weltweit in Folge sinkender Ölpreise verloren gegangen und mehr blaue Briefe werden ausgefertigt. Die US-Wirtschaft wird mehr Opfer bringen müssen als Saudi-Arabien. Jackass glaubt, dass der Energiesektor einen sehr großen Anteil am finalen Zusammenbruch der US-Wirtschaft haben wird.

Im Januar hieß es vom Ölfeldgiganten Baker Hughes, man werde 7.000 Angestellte entlassen - also ca. 11% der Belegschaft. Der Konkurrent Schlumberger trennt sich von 9.000 Arbeitern. Shell, Apache, Pemex und Halliburton werden den anderen großen Ölfirmen mit Entlassungsankündigungen folgen. In den USA liegt das Schmerzzentrum in Houston. Sinken die Investitionsausgaben für Ölunternehmen in diesem Jahr um 30%- 35% und im nächsten weitere 5%, dann könnte die Hauptstadt der Ölwelt im Süden von Texas bis zu 75.000 Arbeitsplätze verlieren.

Unglaublich: Dieselbe Stadt hatte Jahr für Jahr seit 2011 100.000 neue Stellen aufgebaut. Der Öl-Arbeitsmarktalptraum streut wie Krebs. Laut Swift Worldwide Resources “ist die Anzahl der weltweit gestrichenen Arbeitsplätze im Energiesektor deutlich über die Marke von 100.000 gestiegen, da es an den einst hektischen Öldrehkreuzen in Schottland, Australien, Brasilen und anderen Ländern, immer stiller wird.“


Als nächstes: Schieferpapierfäule

Es beginnt: Die ersten von hunderten Ölanleiheausfällen! Schon jetzt haben sie sich den Namen Subprime-Ölanleihen verdient. Das US-Finanzsystem ist ein wahrhaftiger Seriensünder in Sachen Subprime - das Back-End einer Vermögensblasennation.

Eine Schieferölfirma musste Anleihen im Umfang von 175 Millionen $ ausfallen lassen, ohne überhaupt nur eine Couponzahlung vorgenommen zu haben. In den Vereinigten Staaten und Kanada werden mit Sicherheit hunderte weitere Firmen folgen. Jetzt ist auch Quicksilver Resources in der Bankrottarena eingetroffen. Der Fracking-Komplex kontaminiert nicht nur die Grundwassersysteme, sondern auch die Finanzpapiersysteme.

Das Unternehmen hat Schulden in Höhe von 2,35 Mrd. $ angegeben. Noch vor einem oder zwei Jahren galt die Kreditorgie dieser Firma als aggressiv doch schlau. Dank der einbrechenden Ölpreise ist sie jetzt mit negativen Cashflows konfrontiert. Und die US-Regierung denkt, sie würde dem Russischen Bären schwere Wunden zufügen, hmmmmm.



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