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Dollar, Schweizer Franken in bar, Gold

31.12.2015  |  Prof. Dr. Thorsten Polleit
US-Dollar, Schweizer Franken - und zwar in Form von Bargeld - und physisches Gold - dies sind gangbare Alternativen zum Euro.

Am 15. Januar 2015 hob die Schweizer Nationalbank (SNB) die Bindung des Schweizer Franken in Höhe von 1,20 gegenüber dem Euro auf. Daraufhin wertete der Franken deutlich auf gegenüber dem Euro. Derzeit handelt er bei etwa 1,08. Vermutlich würde der Franken stärker aufwerten, wäre da nicht die SNB, die nach wie vor Euro aufzukaufen und im Gegenzug mit neu geschaffenen Franken zu bezahlen scheint.

Die Fremdwährungsreserven der SNB sind mittlerweile auf mehr als 566 Mrd. CHF Ende September 2015 angeschwollen. Gleichzeitig hat die SNB ihren Leitzins auf -0,75 Prozent geschleust. Dadurch sind auch alle anderen gängigen Zinssätze negativ geworden. Wer Franken hält, der erleidet Verluste aufgrund des Negativzinses. Das jedoch hält diejenigen Sparer nicht davon ab, Franken zu halten, die fürchten, mit anderen Anlagen noch größere Verluste zu erleiden.

Die SNB stemmt sich nach wie vor gegen eine weitere Franken-Aufwertung gegenüber dem Euro - beziehungsweise sie scheint sie zu verlangsamen wollen. Der "Druck im Kessel" dürfte jedoch bereits gewaltig sein - und einiges spricht dafür, dass er noch stärker wird. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) ist dabei, vor allem die kurzfristigen Euro-Zinsen stärker als bisher in den Negativbereich zu senken. Zudem ist zu erwarten, dass die EZB noch mehr Staatsschulden aufkaufen und mit neu geschaffenen Euro bezahlen wird. Also nicht nur der Negativzins im Euroraum, sondern auch die Vermehrung der Euro-Geldmenge werden Sparer und Investoren verstärkt dazu anhalten, nach Alternativen zum Euro Ausschau zu halten.

Wer darüber nachdenkt, liquide Mittel zu halten, der sollte drei Alternativen näher betrachten. Die erste ist der Schweizer Franken. Früher oder später wird die SNB den Franken weiter aufwerten lassen müssen. Denn eine Geldwertverschlechterung, wie sie den Euro-Sparern ins Haus steht, werden die Schweizer vermutlich nicht zulassen. Noch mag der Zeitpunkt nicht gekommen sein, dass die SNB die Finger von der Franken-Wechselkurspolitik lässt, aber er wird kommen. Franken-Halter können nicht nur auf einen Aufwertungsgewinn spekulieren. Für sie bietet es sich zudem an, den Franken in Form von Bargeld zu halten - denn auch auf diese Weise können sie dem Negativzins entgehen.

Die zweite Alternative ist der US-Dollar. Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Weltwirtschaft, vor allem auch die wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten in Europa, scheinen sich wieder einmal in einer Aufwertung des US-Dollar zu zeigen. Zudem bieten kurzlaufende US-Anlagen einen (zumindest kleinen) Zinsvorteil gegenüber vielen anderen Währungsräumen, insbesondere gegenüber dem Euro.

Die dritte Alternative ist Gold. Das Gold wird zusehends zu einer ernsten Alternative zu Termin- und Spareinlagen bei Banken. Als klassische Liquiditäts- und Sparformen werden Termin- und Spareinlagen auf absehbare Zeit keine Zinsen mehr abwerfen. Zudem sind sie auch der Gefahr der Entwertung durch Inflation oder ein "Bail-in" bei den Banken ausgesetzt. Das Gold ist das ultimative Zahlungsmittel, ein stets liquides Gut. Es ist - aufgrund seiner physischen Ei-genschaften - geradezu perfektes Geld, dass durch politische Willkür nicht entwertet werden kann.

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Quelle: Thomson Financial


© Prof. Dr. Thorsten Polleit
Quelle: Auszug aus dem Marktreport der Degussa Goldhandel GmbH





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