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Gold und Silber: Tops und Tiefs bestimmen

30.12.2015  |  Roland Watson
Ich möchte Ihnen einen meiner eigenen Indikatoren vorstellen, den ich für den Edelmetallmarkt nutze. Unten im Chart ist der Indikator gemeinsam mit dem Silberkurs (grün) seit 1967 dargestellt.

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Das Diagramm zeigt, welche Hebelwirkung Silber gegenüber dem Gold hatte - über einen fortlaufenden Zeitraum von vier Jahren gemessen. Ich hatte schon in anderen Artikel über das Gold-Silber-Verhältnis geschrieben. Dieser Indikator verfolgt jedoch einen anderen Ansatz zur Berechnung des Beziehungsverhältnisses zwischen Gold- und Silberkursen. Wie man sehen kann, wurden im Chart in den letzten 48 Jahren verschiedene wichtige Hochs markiert.

Das erste dieser Hochs liegt in der Nähe der “Johnson"-Kursspitze von 1968. Damals verdoppelte sich der Silberpreis, nachdem die USA die Silbermünzprägung offiziell eingestellt hatte. Das zweite Hoch liegt in der Nähe der berühmten “Hunt“-Kursspitze von 1980. Das dritte Hoch wurde in der Nähe der “Buffet“-Kursspitze markiert, als Warren Buffet damals fast 130 Millionen Unzen Silber kaufte. Und dann gibt es noch zwei weitere Hochs in der Nähe der Kursspitze von 2007 sowie April 2011, als Silber fast die Marke von 50 $ erreichte.

Es wurden auch drei “falsche“ Hochs markiert - im Januar 1970, im Juli 1976 und im Dezember 2012. Ich schreibe “falsch“, weil man wohl schon aus anderen Gründen vorher aus dem Markt ausgestiegen wäre. Man könnte es aber auch so betrachten, dass es die finalen! Warnsignale für einen Ausstieg waren.

Immer wenn der 4-Jahre-Hebel unsere Verlaufszone durchbrach, war der betreffende Bullenmarkt für die Dauer von einigen Jahren beendet. Ungeachtet der Kurshöhe oder der Zeit, die der Kurs für diese Bewegung gebraucht hatte, erreichte das Hebelniveau bei knapp über 1,50 seinen Höchststand. Unsere These ist daher recht einfach: Wenn diese selten erreichte Zone erreicht ist, sollte man Gold und Silber verkaufen. Auf welcher logischen Argumentation basiert dieser Indikator? Die Theorie basiert auf vier Grundpfeilern:

  • 1. In Edelmetallbullenmärkten wird Silber in der Regel besser abschneiden als Gold.
  • 2. Dieses bessere Abschneiden hat allerdings eine Grenze.
  • 3. Diese Grenze wird an den Höhepunkten großer Silberbullenmärkte erreicht.
  • 4. Das Erreichen dieser Grenze fällt in der Regel auch mit dem Ende des jeweiligen Goldbullenmarktes zusammen.

Wenn wir zum Beispiel diesen Indikator auf seine historische Relevanz testen, wäre man beim 1968er-Hoch 3% unterhalb des Höchstkurses ausgestiegen, 12% unterhalb des 1980er-Höchstkurses, 6% unterhalb des Spitzenkurses von 1998 und 3% unterhalb des Höchstkurses von 2011. Betrachtet man die Preis-pro-Unze-Zahlen, so generierte dieser Indikator für 1980 fünf Tage nach dem Silberbullenmarkthoch ein Verkaufssignal - bei einem Ausstiegskurs von 37 $ (am 21. Januar stand der Kurs zum Vergleich bei 42 $).

Auf Grundlage von historischen Daten aus 48 Jahren ist dieser Indikator unserer Einschätzung nach hilfreich bei der Bestimmung von Hochs und -tiefs an den Märkten für Gold und Silber. Das nächste große Silbermarkthoch scheint noch weit entfernt zu sein. Allerdings können wir am Ende des Charts sehen, dass der Indikator aktuell Tiefstände markiert, die so nur 1972 und 1984 erreicht wurden. Eines dieser Tiefs hatte damals den größten Silberbullenmarkt überhaupt ausgelöst. Beim anderen lief es andersherum, da Silber in der Desinflation der 1980er ausgelöscht wurde.

Welche mehrjährige Kursbewegung prophezeit uns jetzt das aktuelle große Tief? Ich setze mein Geld auf eine große Aufwärtsbewegung, die sich bis ins kommende Jahrzehnt hinzieht.


© Roland Watson


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Dieser Artikel wurde am 21. Dezember 2015 auf www.safehaven.com veröffentlicht und exklusiv für GoldSeiten übersetzt.




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