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Die Trendwende kommt in 2016

30.12.2015  |  Florian Grummes
1. Gold in USD

Rückblick
:

Nach dem steilen Kursrutsch zwischen Ende Oktober und Mitte November hat sich die Lage am Goldmarkt in den letzten Wochen weiter beruhigt. Die Handelspanne verringerte sich fast täglich und lag zuletzt nur noch bei wenigen US-Dollar pro Tag. Unterm Strich steht ein potentielles Doppeltief bei 1.046 USD den beiden letzten Höchstkursen bei 1.088 und 1.081 USD gegenüber. Seit Mitte November läuft der Goldpreis also seitwärts.


Gold in USD Monatschart:

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Wie sicherlich dem ein oder anderen Interessierten bereits aufgefallen ist, läuft der Goldpreis seit dem Jahr 2012 in einen fallenden Keil hinein. In Verbindung mit dem nach wie vor eindeutig vorherrschenden Abwärtstrend handelt es sich charttechnisch um eine potentielle Umkehrformation. Sie tritt auf, wenn sich die Verbindungslinien der tieferen Hochs und tieferen Tiefs zunehmend verengen. Diese potentielle Formation ist aber überhaupt noch nicht bestätigt, sondern zur Stunde lediglich theoretischer Natur.

Bisher hat es auch noch keinen Sinn gemacht, sich mit dieser Formation auf dem Goldchart genauer zu beschäftigen, denn der Abwärtstrend hat den Goldmarkt nach wie vor fest im Griff. Solche Gedankenspiele verleiten oft zu vorschnellem Handeln und Fehleinschätzungen. Ich bin mittlerweile zu der festen Überzeugung gekommen, dass es keinen Sinn macht, dem Markt vorneweg zulaufen und dem Markt seinen Glauben aufzwingen zu wollen. Vielmehr zahlt es sich aus, geduldig und mit offenem Geiste dem Markt zuzuhören.

Aktuell meldet der Monatschart jedenfalls weiterhin klar und deutlich einen etablierten Abwärtstrend. Es besteht aber derzeit die Chance auf eine Gegenbewegung bis auf ca. 1.150 USD. Erst Kurse deutlich über dieser Marke würden den erfolgreichen Ausbruch aus dem fallenden Keil bestätigen. Für diesen Fall wäre dann das obere Bollinger Band (1.329 USD) als nächstes Kursziel aktiviert.

Da dem Goldpreis aktuell aber nicht nur knapp 80 USD zum Ausbruch fehlen, sondern auch das Preisgeschehen keinerlei bullischen Anzeichen macht, müssen wir uns realistischerweise mit dem noch vorhandenen Abwärtspotential beschäftigen. Das untere Bollinger Band (1.143 USD) ist nicht all zu weit entfernt. Die untere Keilbegrenzung liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Erst im Januar geben diese beiden Unterstützung wieder etwas mehr Spielraum für die Bären frei.

Insgesamt bleibt der Monatschart damit bärisch. Ungeachtet einer möglichen Erholung im Januar ist der finale Ausverkauf bis in den Bereich 980,00 USD - 1.035,00 USD noch immer das wahrscheinlichste Szenario. Der fallende Keil deutet aber an, dass wir im Anschluss einen fulminanten Trendwechsel und einen deutlichen Aufwärtsimpuls erwarten können.


Gold in USD Wochenchart:

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Die Kursbewegung der letzten zweieinhalb Jahre lässt sich auf dem logarithmischen Wochenchart nach wie vor innerhalb eines klaren Abwärtstrendkanals definieren. Wie schon vor vier Wochen hängt der Goldpreis noch immer am unteren Ende dieses Trendkanals, ohne dass es bisher zu einer Gegenbewegung gekommen wäre. Die Schwäche der Bullen ist eklatant.

Bei den Indikatoren hat der scharfe Abverkauf im Herbst ein MACD-Verkaufssignal aktiviert. Der RSI verläuft zwar mal wieder in neutralem Gebiet, divergiert aber mittlerweile seit über zweieinhalb Jahren positiv vom Preisgeschehen.

Die Stochastik jedoch überschreibt alles vorher gesagte, denn sie meldet den bärischsten Zustand überhaupt! Beide Signallinien bewegen sich seit mittlerweile über sechs Wochen unterhalb von 20 und haben den Abwärtstrend damit festgezurrt ("embedded Stochastik"). Das ist ein sehr ungünstiger Umstand. Solange sich das nicht ändert, werden sich die Bullen vergeblich bemühen. Der Goldpreis benötigt eine deutliche Steigerung zum Wochenschluss hin, um sich aus dieser bärischen Umklammerung zu befreien. Sollte dies gelingen, sind Kurse um 1.140-1.150 USD relativ schnell erreichbar. Falls nicht, müssten die Bären bereits allerspätestens in der kommenden Woche wieder zum Angriff übergehen.

Insgesamt sieht der Wochenchart derzeit vor allem aufgrund der "embedded Stochastik" sehr ungünstig aus. Kommt es hier nun zum lange erwarteten Abverkauf in Richtung 1.000 USD, dürfte der Goldpreis aus seinem Abwärtstrendkanal noch nach unten herausrutschen. Diese finale Übertreibung müsste dann allerdings das Ende des Bärenmarktes einläuten.


Gold in USD Tageschart:

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