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2016: Hoffen auf Besserung

06.01.2016  |  Presse
  • Zinsanstieg als Chance für Gold
  • Australische Minenaktien trotzen der Krise
  • Basismetalle im Abwärtsstrudel

Bad Salzuflen, 5. Januar 2016 - Für Rohstoffe und insbesondere für Edelmetalle war 2015 ein Jahr zum Vergessen. Der Goldpreis landete zum dritten Jahr in Folge im Minus und schloss mit einem Kurs von 1.060 US-Dollar pro Feinunze ab. Das entspricht einem Minus von 10,3 Prozent im Vergleich zu 2014.

"Wir befinden uns - nach der langen Aufwärtsbewegung von 2001 bis 2011 - seit fünf Jahren in einem Abwärtstrend. Der langfristige Aufwärtstrend ist jedoch weiterhin in Takt, obwohl die beschleunigte Aufwärtsbewegung von 2011 mittlerweile korrigiert wurde", sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer bei der Stabilitas GmbH.

Nach einem positiven Jahresstart, der u.a. durch den sogenannten Frankenschock unterstützt wurde und den Kurs zeitweise über 1.300 USD pro Feinunze steigen ließ, sackte der Goldpreis im weiteren Jahresverlauf ab. Ab August folgten sogar mehrere Ausverkaufsphasen. "Das vergangene Jahr zeigte aber erneut: Gold ist und bleibt kein Krisenmetall. Trotz zahlreicher Krisen weltweit konnte das gelbe Metall nicht zulegen. Gold bleibt ein Metall des Wohlstands und Wirtschaftswachstums", sagt Siegel.

Vor allem aber ist Gold ein Spiegelbild der Qualität der langfristigen Geldpolitik. Im letzten Jahresdrittel dominierten hauptsächlich die Diskussionen um die US-Zinswende die Märkte, während die europäische Politik fast ausnahmslos von der Flüchtlingskrise eingenommen wurde.

Mit Blick auf 2016 sind insbesondere zwei Bereiche für die Goldpreisentwicklung zu beachten: "Zum einen könnte das schwächelnde China ein Belastungsfaktor werden. Zwar wächst die größte Volkswirtschaft der Welt weiter, doch nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Die Goldnachfrage hat indes noch nicht gelitten, sollte das Reich der Mitte jedoch tatsächlich in eine Rezession rutschen, wird das auch auf die Goldnachfrage durchschlagen", sagt Siegel.

"Zum anderen sehen wir die Zinswende im Gegensatz zu vielen Analysten und Marktteilnehmern positiv für Gold, da bei steigenden Zinsen die Anleihekurse unter Druck geraten. Bei niedrigen Zinsen und fallenden Kursen wird es zu einer echten Baisse an den Anleihemärkten kommen. Dadurch werden Anleger aus der platzenden Anleiheblase fliehen und Gold wird neben Immobilien somit wieder zu einer wichtigen Anlagealternative aufsteigen", sagt Siegel.

Der kleine Bruder Silber verlor auf Jahressicht 11,7 Prozent. "Das ist etwas überraschend, da der Goldpreis mit einem Verlust von 10,3 Prozent nur marginal weniger verloren hat", sagt Siegel.

Auch Platin und Palladium fanden keinen Halt. Platin verlor 2015 rund 26 Prozent und schloss mit einem Kurs von 890 USD pro Feinunze ab. Seit Anfang 2015 wird das Metall somit billiger gehandelt als Gold. Palladium verlor sogar 29,3 Prozent. "Die beiden Industriemetalle leiden unter dem schwachen Weltwirtschaftswachstum und insbesondere unter der chinesischen Konjunkturschwäche. Palladium konnte die kurzfristige Unterstützung durch den VW-Abgasskandal nicht nutzen und stürzte weiter ab", sagt Siegel. Ob sich die Kurse 2016 erholen werden, hänge hauptsächlich von der zukünftigen Industrienachfrage ab, die aktuell sehr schwach ist.

Die Aktien der Minengesellschaften haben sich nach einem relativ schlechten ersten Halbjahr 2015 etwas stabilisiert und sind seit dem August auf keine Tiefstände mehr gefallen. Das war eine gegensätzliche Entwicklung zum Goldpreis, der im ersten Halbjahr kaum Verluste erlitten hatte und im zweiten Halbjahr eingebrochen ist.

"Diese relative Stärke der Goldminenaktien zum physischen Goldpreis wird in der Regel als positiv für den Gesamtmarkt angesehen", sagt Siegel. Eine Sondersituation gab es dabei in Australien. "Aufgrund der Austral-Dollar-Schwäche gegenüber dem US-Dollar ist der Preis relativ hoch geblieben, während die Produktionskosten aufgrund des schwachen Ölpreises gesunken sind. Zudem haben einige australische Gesellschaften australische Minen nordamerikanischer Gesellschaften gekauft, die sofort profitabel waren", sagt Siegel.

Insbesondere die beiden Gesellschaften Northern Star und Evolution konnten sich unter diesen Voraussetzungen gut entwickeln und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich alle drei Goldfonds von Stabilitas positiv entwickelt haben. Die Fundamentaldaten für 2016 seien recht positiv, da die Produktionskosten schneller gesunken sind als der Goldpreis. Bleibt der Goldpreis gleich, erhöhen sich die Gewinne bzw. die Verluste werden reduziert.

Somit können sich die Aktien erholen. "Sollte der Goldpreis nun durch die steigenden Zinsen auch noch zulegen, wird das Umfeld für Goldminenaktien noch positiver und das nach fünfjähriger Abwärtsbewegung aufgebaute Aktienkurspotential gehoben werden", sagt Siegel.

Basismetalle hat es im vergangenen Jahr am härtesten erwischt. Aluminium (-18,8 Prozent) ist dabei noch der kleinste Verlierer. Kupfer (-25,3 Prozent), Zink (-26,1 Prozent), Blei (-27,5 Prozent) und Nickel (-41,2 Prozent) haben einen wahren Ausverkauf erlebt. "Die Perspektive für Basismetalle ist eher getrübt. Hier fehlen einfach die Impulse aus der Industrie und für 2016 ist kaum zu erwarten, dass die Weltkonjunktur plötzlich anspringt. Bislang haben auch nur wenige Produzenten ihre Produktion eingeschränkt ober aufgegeben, so dass eine weitere Bodenbildung wahrscheinlich ist", sagt Siegel abschließend.

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Über Stabilitas GmbH

Die Investmentboutique Stabilitas GmbH hat sich auf die Beratung von Edelmetallinvestments spezialisiert. Seit Unternehmensgründung im Jahr 2006 berät das Unternehmen die auf den Minensektor ausgerichteten Stabilitas-Edelmetallfonds, die unter der Kapitalanlagegesellschaft IPConcept (Luxemburg) S.A. verwaltet werden. Hierzu zählen der STABILITAS-GOLD+RESOURCEN sowie die Spezialfonds STABILITAS-SILBER+WEISSMETALLE, STABILITAS-GOLD+RESOURCEN SPECIAL SITUATIONS sowie der STABILITAS-PACIFIC GOLD+METALS.



Pressekontakt

Instinctif Partners
Matus Qurbany
Tel: 069 / 133896-15
Mail: matus.qurbany@instinctif.com



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