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Die Edelmetall-Hausse: Ein Blick in die Zukunft und die Vergangenheit

15.01.2016  |  Mark J. Lundeen
Wie steht es um die Hausse bei Gold und Silber? Ob Sie es glauben oder nicht - die beiden Edelmetalle befinden sich noch immer in einem Bullenmarkt, auch wenn ich davon ausgehe, dass die meisten den Preisverfall der letzten drei Jahre als Bärenmarkt interpretieren. In jedem Fall haben die Zweifel an der Fähigkeit der Edelmetalle, wieder über ihre Rekordhochs zu steigen, deutlich zugenommen. Doch in langanhaltenden Bullenmärkten sind so drastische Korrekturen, wie wir sie seit 2011 erlebt haben, immer hart für diejenigen, die auf steigende Kurse hoffen.

Zuerst wollen wir uns heute eine Tabelle anschauen, in der ich die jährlichen Schlussstände der Gold- und Silberkurse seit 1977 aufgelistet habe. Behalten Sie dabei im Hinterkopf, dass sich die aufgeführten Preise und Prozentangaben nicht auf die Hochs und Tiefs des jeweiligen Jahres beziehen, sondern auf den letzten Handelstag. Das macht einen großen Unterschied. Der letzte Kursstand bei Gold im Jahr 1979 waren 533 USD, doch nur wenige Wochen später notierte das gelbe Metall bei 800 USD je Unze, während Silber nur ganz knapp unter 50 USD schloss.

Die Jahre von 1980 bis 1988 habe ich weggelassen, doch Sie können sehen, wie die Edelmetallkurse in den letzten zwölf Jahren der Baisse von 1980 bis 2001 fielen. Auch in Bärenmärkten gibt es hin und wieder ein gutes Jahr, genauso, wie es während eines Bullenmarktes auch bergab gehen kann. Diese Baisse war so lang und so ausgeprägt, weil es an den Aktien- und Anleihemärkten hoch herging und das Risikokapital sich auf diese Anlageklassen konzentrierte. Wer wollte in einer Zeit, als die Inflation von der US-Notenbank Federal Reserve ungehindert in Finanzassets im Höhenflug wie die Internet- und Softwareaktien fließen konnte, schon die Sicherheit der Edelmetalle suchen?

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Mit dem Beginn des 21. Jahrhunderts erlebten die Aktienmärkte jedoch ihre erste Krise der Ära Greenspan, als die Blase bei den High-Tech-Aktien platzte. Während die schillernden NASDAQ-Aktien in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden, änderte sich etwas in der Finanzwelt: Am Gold- und Silbermarkt begann der zweite Aufschwung seit die USA im August 1971 das Bretton-Woods-System und die Fixierung des Goldpreises bei 35 USD je Unze aufgegeben hatten.

Zwischen 2001 und 2012 stieg Gold Jahr für Jahr kontinuierlich an und auch der Silberkurs schloss während dieser Zeit nur in zwei Jahren im Minus. Es lässt sich nicht bestreiten, dass die Edelmetalle seit 2012 drei schwere Jahre hatten. Unten sehen wir jedoch das Ausmaß der Monetarisierung von US-Staatsschulden durch die weltweiten Zentralbanken seit 2011. Angesichts dieses Charts fragen sich vernünftige Menschen, so wie ich, unweigerlich nach dem Sinn dieser Maßnahmen.

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Die folgende Tabelle vergleicht den Bullenmarkt des Dow Jones von 1982 bis 2000 mit den ersten 15 Jahren der Goldhausse. Jahr Null ist für den Dow Jones 1982, für Gold ist es 2000. Bemerkenswert an diesen Daten ist, dass die jährlichen Kursgewinne von Gold die des Dow Jones in den ersten zwölf Jahren des Aufwärtstrends häufig übertrafen. Es ist auch interessant, dass die Finanzmedien aus dem Anstieg des Dow Jones in den 1980er und 1990er Jahren ein großes Spektakel machten, während die gleichen "Finanzexperten" den großen Bullenmarkt bei Gold und Silber zu Beginn des 21. Jahrhunderts weitgehend ignorierten.

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