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Europas entwickelt sich positiv, nur wer erhöht die Zinsen?

12.01.2016  |  Folker Hellmeyer
Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.0888 (08.07 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.0841 im asiatischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 117.32. In der Folge notiert EUR-JPY bei 127.75. EUR-CHF oszilliert bei 1.0877.

Neues Jahr, alte Trends. Zwar beobachten wir einen quantitativ stabilen Trend des US-Arbeitsmarktes, die BIP-Prognosen sehen allerdings nicht überzeugend aus. Der gerne von uns zitierte BIP-Tracker "GDP now" der FED von Atlanta sieht das Wachstum aktuell sogar deutlich unter 1 Prozent liegen.

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© www.frbatlanta.org


Dass diese Prognose deutlich näher an der Realität liegt, als der öffentliche Konsens, wird sich wiederholt bewahrheiten. Die qualitativen Faktoren zeigen deutliche Schwächetendenzen, die neben den letzten Erfolgsmeldungen vom Arbeitsmarkt zu wenig in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Der Sammelindex der OECD-Frühindikatoren hat im Berichtsmonat mit 99,8 Punkten einen stabilen Wert für alle Länder geliefert. Hierbei war der Wert der G7 mit 99,6 Zählern ebenfalls stabil, während die Indikatoren aus den USA und UK weiter nachgegeben haben.

Im unten stehenden Chart sind deutlich die unterschiedlichen Verläufe zwischen UK, USA und Eurozone zu sehen.

Die Eurozone ist im Gegensatz zu UK und USA inzwischen ein deutlich höheres Niveau erreicht, die USA wurden mit Ende der US-Wertpapierkäufe (Punkt 1) abgehängt, der Ausblick des UK liegt seit Mitte 2015 unter dem der Eurozone. Die Gemengelage ist garniert mit rückläufigem globalen Handel und allgemeinen Dynamikverlusten. Die leicht positive bis stabile Tendenz der Eurozone ist in diesem Umfeld ein Ausdruck endogener Stärke und wieder gewonnener Konkurrenzfähigkeit des Währungsraums.

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© stats.oecd.org


Diese Aussagen lassen sich untermauern, wenn wir uns die letzten Nachrichten aus zwei Reformländern vor Augen führen. Spanien überrascht abermals mit einem deutlichen Zuwachs im Bereich der Industrie. Die optimistischen Prognosen wurden deutlich übererfüllt und zeigen, dass der Industriesektor massiv aufholt. Mit 4 Prozent Wachstum ist die Industrie das Zugpferd unter Europas Ländern.

Bemerkenswert ist - gerade vor den zeitweise katastrophalen Zuständen - auch die Entwicklung der griechischen Industrie. Hier lag das Wachstum bei immerhin 1,8 Prozent im November, nachdem der Oktober noch düster aussah. Es gibt Hoffnung, dass das Land den Schockzustand durch die Bankenschließungen überwinden wird.

Nach Studium der Daten und Analyse stellt sich die Frage, welche Volkswirtschaft eigentlich eine Zinssubvention benötigt und welche höhrere Zinsen verkraften würde …

Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein Unterschreiten der Unterstützungszone bei 1.0520 - 50 neutralisiert den positiven Bias.

Viel Erfolg!


© Moritz Westerheide
Bremer Landesbank



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