Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
In Ihrem Webbrowser ist JavaScript deaktiviert. Um alle Funktionen dieser Website nutzen zu können, muss JavaScript aktiviert sein.
Suche
 

Japan: Gelingt die Inflationierung doch?

19.01.2016  |  Silberjunge
Was steckte hinter der Politik des starken Dollar seit den 90er Jahren? Was ist die Achillesferse des US-Dollar und der US-Notenbank, über die so gut wie gar nicht gesprochen wird? Wie ist es um die Lage der US-Wirtschaft tatsächlich abseits der Mainstreamberichte bestellt? Welche Fallstricke lauern auf die Geldpolitik? Wieso droht aus der Omnipotenz (= Allmacht) der US-Notenbank in den Augen der Kapitalmärkte Ohnmacht zu werden?

Wie wahrscheinlich ist ein Global Currency Reset? Was meinte "Finanzielle Repression" in den 40er und 50er Jahren in den USA und welche Bedeutung hat dies für uns heute? Welche Wege werden wahrscheinlich weiter zur Lösung der Schuldenkrise beschritten? All diese Fragen und noch viele mehr werden ausführlich in einer am 6. Januar erschienenen 66seitigen Sonderstudie "US-Imperium: Untergang ante portas?" behandelt.

Aber jetzt und hier zu Japan und zur Frage, ob die Inflationierung doch gelingt.

Japans Aktienindex Nikkei-225 beendete die 1. Handelswoche 2016 mit einem Verlust von 7,02 Prozent. Dies war der höchste Wochenverlust seit Anfang September und das schwächste Ergebnis in der ersten Woche des neuen Jahres seit 1997. Chinas Aktieneinbruch lässt grüßen.

Aber wenden wir uns dem Versuch der japanischen Notenbank zu, Inflation zu erzeugen. Kein leichtes Unterfangen. Ende 2015 besaß die Zentralbank Japans fast 31 Prozent aller ausstehenden japanischen Staatsanleihen. Wenn es so weitergeht, werden bereits Ende 2017 über 50 Prozent der Staatsanleihen des Landes im Besitz der Bank of Japan sein. Die Bilanzsumme der japanischen Zentralbank erreicht inzwischen 76,5 Prozent des japanischen Bruttoinlandsprodukts. Wir gehen in der Sonderstudie auf Seite 50 und 51 auf Japan ein.

Open in new window
Quelle: Bloomberg, Silberjunge


Im folgenden Chart ist die japanische Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie abgebildet. Der Anstieg auf +2,3 Prozent zum Vorjahr im April 2014 war der Erhöhung der Umsatzsteuer um 3 Prozentpunkte geschuldet. Im April 2015 fiel der Wert aufgrund dieses Basiseffekts dann wieder von 2,1 Prozent im März 2015 auf nur noch +0,4 Prozent zurück. Seitdem ist die Jahresveränderungsrate jedoch auf +0,9 Prozent gestiegen.

Inflation ohne Nahrungsmittel und Energie in Hellorange, Japans Lohne in Prozent zum Vorjahr vor Inflation in Blau und bereinigt um die Inflation in Türkis:

Open in new window
Quelle: Bloomberg, Unternehmerbriefing


Im gleichen Chart sind auch Japans durchschnittliche Verdienste in Unternehmen ab 5 Beschäftigten (regulärer Verdienst plus Bonus) zu sehen. Vor Inflation lagen diese im Oktober 2015 0,7 Prozent über dem Vorjahr und nach Abzug der Preissteigerung war es ein Plus von 0,4 Prozent zum Vorjahr.

Bislang erwies sich das schwache Lohnwachstum als größtes Problem, in der japanischen Binnenwirtschaft die Inflation wiederzubeleben.


Bewerten 
A A A
PDF Versenden Drucken

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der Autor verantwortlich bzw. die aufgeführte Quelle. Bei Übersetzungen können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der vertretene Standpunkt spiegelt nicht die Meinung des Website-Betreibers und stellt keinerlei Aufforderung zum Kauf-/Verkauf von Wertpapieren dar. Beachten sie bitte auch unseren Disclaimer!




"Wir weisen Sie ausdrücklich auf unser virtuelles Hausrecht hin!"
In Ausübung dieses Rechtes wird allen Behörden, insbesondere Ämtern, juristischen Personen öffentlichen Rechts,
in dieser Weise beliehenen Personen und Anstalten öffentlichen Rechts der Zutritt zu unseren Netzseiten verboten!"

Alle Angaben ohne Gewähr! Copyright © by GoldSeiten.de 1999-2016.
Die Reproduktion, Modifikation oder Verwendung der Inhalte ganz oder teilweise ohne schriftliche Genehmigung ist untersagt!