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Eine gute Gelegenheit: Niedrig kaufen, hoch verkaufen

21.01.2016  |  Nick Barisheff
Die Marktaussichten für 2016 stellen uns vor bedeutende Herausforderungen, halten aber auch Chancen bereit, die sich seit 40 Jahren nicht mehr geboten haben.

Seitdem ich 1998 begann, an der Gründung unseres ersten Bullion-Fonds zu arbeiten, habe ich mich im Allgemeinen darauf beschränkt, die Möglichkeiten zur strategischen Kapitalallokation im Bereich der Edelmetalle zu kommentieren. Alle Anleger sind sich darin einig, dass ein Investmentportfolio ausreichend diversifiziert sein sollte. Da Gold das Asset ist, das gegenüber den traditionellen Finanzanlagen die geringste Korrelation aufweist, ist es ein wichtiges Mittel, um diese Diversifikation zu erreichen. Eine strategische Allokation von mindestens 10% des Investmentkapitals in dieses Metall reduziert das Verlustrisiko und verbessert auf lange Sicht die Gewinne.

In diesem Jahr möchte ich eine taktische Gelegenheit diskutieren, ein Marktungleichgewicht, das sich durch den ungewöhnlich niedrigen Goldpreis und die zu hohen und dadurch nicht nachhaltigen Kurse der Finanzassets entwickelt hat. Jeder weiß, dass man niedrig kaufen und hoch verkaufen sollte. Genau diese Chance wird das Jahr 2016 bieten.



Viele Kanadier haben seit 2009 von Investitionen in die US-amerikanischen Aktienmärkte profitiert. Seit 2011 haben sie sogar eine Prämie in Höhe von 32% erhalten, weil der kanadische Dollar gegenüber dem US-Dollar an Wert verloren hat. Dennoch: Die Hausse an den US-Börsen war vor allem eine Folge der Geldmengenausweitungen durch die US-Notenbank Federal Reserve.

Die Politik der niedrigen Zinsen führte zu Aktienrückkäufen und Übernahmen im Wert von Billionen von Dollar, da die Unternehmen zu sehr günstigen Konditionen Kredite aufnehmen konnten. Diese Geldpolitik, die weltweit von den Zentralbanken verfolgt wurde, resultierte in der Entstehung von Blasen an den Aktien-, Anleihe- und Immobilienmärkten und sogar im Bereich des Kunsthandels und bei exotischen Autos.

Diese Blasen werden 2016 wahrscheinlich nicht weiter wachsen - stattdessen besteht das Risiko einer stark ausgeprägten Korrektur. Im Jahr 2000 hatten wir den Sell-Off der High-Tech-Aktien, den niemand erwartet hatte. Acht Jahre später folgte die Hypothekenkrise, die niemand hatte kommen sehen. 2016, wieder acht Jahre später, werden wir wahrscheinlich einen Aktienmarkt-Crash erleben, da das Wirtschaftswachstum weltweit zurückgeht und die geopolitischen Spannungen zunehmen.

Es ist offensichtlich, dass die Weltwirtschaft schrumpft und in vielerlei Hinsicht sehr anfällig für Probleme ist. Verschiedene Bewertungsmethoden fassen die aktuellen Fundamentaldaten der Märkte zusammen und geben einen ausgezeichneten Überblick über die zukünftigen Trends. Dazu zählen der Buffett-Indikator, das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nach Shiller und Tobin's Q (Marktwert-Buchwert-Verhältnis).

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Der Buffet-Indikator berechnet sich aus der Gesamt-Marktkapitalisierung aller börsennotierten US-Unternehmen geteilt durch das Bruttoinlandsprodukt. Der Indikator ist nur zweimal zuvor über 100 Punkte gestiegen: Direkt vor dem Crash der High-Tech-Aktien im Jahr 2000 und vor der Kreditkrise im Jahr 2008.

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Das Shiller-KGV ist ein häufig verwendeter Indikator für die Bewertung von Aktien. Das durchschnittliche KGV der letzten 134 Jahre beträgt 16,7. Derzeit liegt es bei 25, d. h. die Aktienmärkte sind zu 55% überbewertet. So hoch war das Verhältnis zuvor nur drei Mal: 1929, 1999 und 2007. Jedes Mal fielen die Aktien anschließend um mehr als 50% und brauchten danach Jahre, um sich von dem Absturz zu erholen.


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