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Heimliche Erhöhung der Geldmenge - bis in alle Ewigkeit

18.01.2016  |  Jim Willie CB
Die US-Notenbank Fed hat vor Kurzem eine Erhöhung des offiziellen Leitzinses vorgetäuscht und das Manöver wurde geschickt ausgeführt. Die angebliche Zinserhöhung war ein gigantischer Betrug, eine Irreführung, ein schlauer Trick und ein Akt völliger Verzweiflung. Man hat uns erzählt, der Zins würde um 25 Basispunkte nach oben korrigiert. Doch eine Erhöhung um 0,25% lässt sich nirgends erkennen. Die Wahrheit ist, dass die Fed so wenig Handlungsspielraum hat und so tief in der Falle sitzt, dass sie dringend Hilfe vom Finanzministerium der Vereinigten Staaten benötigt.

Die als "QE" bekannten quantitativen Lockerungen haben ein Upgrade erhalten und werden bis in alle Ewigkeit als verdeckte Doppel-QE durchgeführt werden. Zudem werden sie jetzt als Angelegenheit der nationalen Sicherheit behandelt. Das letzte Stündlein des Dollars hat also wahrlich geschlagen. Vielen Dank an meine Kollegen Rob Kirby und EuroRaj, die die Richtung weisen und Licht ins Dunkel bringen. Ihre Fähigkeit, in diesem Labyrinth aus Schall und Rauch und Trugbildern noch klar zu sehen, ist wirklich beeindruckend.

Wir müssen verschiedene Punkte betrachten, die sich zu einem großen Ganzen fügen werden. Das Verbinden der einzelnen Punkte erleichtert das Ziehen von Schlussfolgerungen, wenn die Punkte ein bekanntes Bild ergeben. Die Täuschung wurde gut organisiert, gut geplant und gut durchgeführt. Die meisten Finanzanalysten lesen nur die Überschriften und verschlingen die falsche Nachricht wie ein Hund, der seine eigene Kotze frisst.

Die meisten Trader lesen ebenfalls nur die Überschriften und versuchen, die Reaktionen der einfältigen Masse vorherzusehen, um schnelle Profite zu machen. Besser ist es jedoch, die Realität zu analysieren und langfristige Überlebensstrategien zu ersinnen. Schauen wir uns die Entwicklungen am Markt für US-Staatsanleihen etwas genauer an. Hier sind in den letzten Monaten private Käufer aufgetreten, die die Treasuries erworben haben, die von China und anderen Staaten abgestoßen wurden.


Die Bewegungslosigkeit und plötzliche Umkehr des Zinssatzes

Die Federal Funds Rate, der Leitzins der USA, ist effektiv nicht um 25 Basispunkte gestiegen. Je nach Tag beläuft sich die Erhöhung eher auf 10 bis 15 Basispunkte. Dadurch befindet sich die Fed jetzt in der unangenehmen Situation, dass der Leitzins höher ist, als die Rendite der kurzfristigen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von drei Monaten (T-Bills). Diese Umkehrung besteht bereits seit der angeblichen Zinsanpassung, ein offener Hinweis auf den Schwindel. Der Geschmack des Puddings offenbart sich beim Essen, nicht beim Betrachten von Plakatwänden und Werbetexten.

In Wirklichkeit pumpt die Fed mit Hilfe der temporären Erhöhung ihrer Bilanz Liquidität ins System und nutzt dazu verborgene Kanäle und Konten. Die Propaganda ist währenddessen so ohrenbetäubend wie noch nie. Erinnern Sie sich an den August 2009, als das intrigante Bankenkonglomerat versicherte, dass der offizielle Leitzins nur für wenige Monate bei fast 0% liegen würde? Ich sagte damals voraus, dass er auf ewig so niedrig bleiben würde. Und bisher habe ich Recht behalten.


Versteckte Kräfte an den Anleihemärkten

Die großen Banken der Wall Street, wie JP Morgan Chase, Goldman Sachs, Citigroup und zum Teil sogar die Bank of America und Morgan Stanley, dominieren den Markt für US-Treasuries. Sie müssen immer auf der Hut sein vor einem massiven Abverkauf von US-Staatsanleihen durch die Kreditgeber. Fast niemand kauft in einer Zeit, da sich das jährliche Defizit der Vereinigten Staaten weiterhin auf 1 Billion USD beläuft, noch US-Schulden. Dennoch liegen die Rendite der langfristigen T-Bonds stabil im Bereich von 2,0% bis 2,4%.

Als China im August, September und Oktober langfristige US-Staatsanleihen im Wert von 250 Milliarden USD liquidierte, musste dieses Angebot aufgekauft werden. Andernfalls würden die Treasuries bald wie die griechischen Staatsanleihen behandelt werden, denn die Fundamentaldaten sind ganz genauso miserabel. Mission accomplished, und das ohne einen erkennbaren Anstieg der Rendite auf die 10-jährigen T-Notes (TNX).

Die starke Hand, die diese massiven Käufe tätigt, ist das US-Finanzministerium selbst, das dazu den Exchange Stabilization Fund (ESF), den staatlichen Börsenstabilisierungsfonds verwendet. Der ESF wurde 1934 mit dem erklärten Ziel gegründet, den Dollar zu schützen. Das Ministerium kauft die Schuldverschreibungen, die von anderen abstoßen werden, und erfüllt damit sein Mandat. Die Käufe werden mit Mitteln durchgeführt, die nicht in der Buchführung auftauchen und erscheinen daher als private Konten, nicht als offizielle Reserven.

Rob Kirby stellt klar: "Unsere Kapitalmärkte steuern auf einen Höhepunkt zu, ganz wie eine Zaubershow. Diese heidnischen Soziopathen haben die Geldmenge mittels direkter Kapitalspritzen aus dem ESF des Finanzministeriums im Verborgenen weiter erhöht und tun das noch immer. Der ESF verfügt über die nötigen Mittel, und nichts davon taucht in der Bilanz auf. Niemand im Bankensystem wird es wagen, darüber zu sprechen, denn der ESF ist eine Angelegenheit der nationalen Sicherheit. Sollte jemals öffentlich bekannt werden, wie hoch die inoffiziellen Mittel des ESF tatsächlich sind, würde es wahrscheinlich über Nacht zur Hyperinflation kommen."

In Wirklichkeit ist es noch schlimmer. Der ESF hat seine fetten Finger in fast jedem wichtigen Finanzmarkt dieser Welt, d. h. in den Währungsmärkten, den Aktienmärkten und den Anleihemärkten. Wahrscheinlich beeinflusst er auch den den LIBOR und den Goldmarkt.


Die Manipulation am Markt für US-Staatsanleihen

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Keine Änderung, als China zwischen August und Oktober Treasuries im Wert von 250 Milliarden USD verkaufte.


Die massive Erhöhung der Leverage

In der offiziellen Stellungnahme der Fed wurde angedeutet, dass die Notenbank in der Rolle als Pensionsgeber verstärkt von Rückkaufvereinbarungen Gebrauch machen würde. Das ist ein wichtiger Hinweis darauf, was sich hinter den Kulissen wirklich abgespielt hat. Rückkaufvereinbarungen oder Repos dienen üblicherweise der Beschaffung von Liquidität. Ich gebe zu, dass ich die Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte nicht völlig durchschaue und in ihnen früher nur eine weitere Möglichkeit sah, den Großbanken Kapital zuzuschaufeln.

Es handelt sich bei diesen Geschäften um Finanzierungsinstrumente, die in Kombination mit den versteckten Transaktionen des Finanzministeriums angewendet werden, wobei das Ministerium auf den erwähnten Fonds mit einer Kapitalisierung in Billionenhöhe zurückgreift.

Nachdem Rob Kirby mich in dieser Hinsicht aufgeklärt hat, wofür ich ihm sehr dankbar bin, habe ich mittlerweile ein besseres Verständnis dafür entwickelt. Die US-Notenbank nimmt eine Barzahlung entgegen und verleiht dafür US-Treasuries. Versuchen Sie, das aus der Perspektive des Bankenkonglomerats und des ESF zu betrachten. Mit Barmitteln können die Großbanken keine Hebelwirkung erzielen, mit US-Staatsanleihen aber schon.


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