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Das Deflationsmonster ist hier - und es sieht hungrig aus

28.01.2016  |  Chris Martenson
Wir warnen bereits seit einer ganzen Weile (zu lange schon, für meinen Geschmack) davor, dass das größte Schuldenexperiment der Geschichte zu Ende geht. Und jetzt ist es soweit.

Allein in den ersten beiden Wochen seit dem Beginn des neuen Jahres sind die Aktienmärkte in den USA um fast 10% eingebrochen und haben damit den schlechtesten Start in ihrer Geschichte hingelegt. An zahlreichen anderen Börsen weltweit waren die Verluste noch höher.

Wenn Sie heute die Aktienkurse im Blick hatten, haben Sie sich wahrscheinlich an die Finanzkrise von 2008 erinnert gefühlt. An einem Punkt war der Dow Jones mit über 500 Punkten im Minus, der S&P 500 ist durch die wichtige Unterstützungslinie bei 1.900 Punkten gerauscht und der Ölpreis ist auf unter 30 USD je Barrel gefallen. Überall fragen sich verängstigte Investoren: "Was zu Hölle passiert hier? Ist das der Beginn einer neuen Krise?"

Leider ja, unserer Meinung nach. Kurzfristig könnten zwar Maßnahmen zur Rettung der Märkte beschlossen werden, die etwas Erleichterung bringen. Doch im Hinblick auf die kommenden Jahre werden wir nicht nur beispiellose Turbulenzen an den Finanzmärkten erleben, sondern auch politische Umwälzungen und gesellschaftliche Spannungen. Die Verluste werden astronomische Höhen erreichen. Börsen werden crashen, Vermögen wird aus den Händen der Unachtsamen in die Hände derer fließen, die gute Beziehungen haben und für die meisten Menschen wird das Leben schwerer werden, als es in der jüngsten Vergangenheit war.

Das ist nichts Persönliches, nur reine Mathematik. Das ist ganz einfach die Art, wie die Dinge sich entwickeln, wenn viele sehr unkluge Entscheidungen in Folge getroffen wurden. Nicht von Ihnen oder von mir. Nein, die meisten Fehlentscheidungen, die uns in Zukunft verfolgen werden, wurden bei dem lächerlichen Versuch, ein zum Scheitern verurteiltes System zu erhalten, von der Federal Reserve und den anderen Zentralbanken dieser Welt getroffen.


Der Preis der Fehlentscheidungen

In spiritueller Hinsicht heißt es, dass alles aus einem gewissen Grund geschieht. Ich fürchte jedoch, dass im Hinblick auf die US-Notenbank Fed ein weniger inspirierender Spruch zutrifft:

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"Alles hat seinen Grund. Manchmal ist der Grund, dass Sie dumm sind und eine falsche Entscheidung treffen."


Natürlich ist es leicht die Federal Reserve zu kritisieren, jetzt da es offensichtlich ist, dass sie nicht in Lage war, irgendjemandem außer ihrer Clique von reichen Freunden und Großbanken Wohlstand zu bringen. Allerdings weise ich schon sehr lange auf die absurden Fehlgriffe der Notenbank hin. Wie schon gesagt - eigentlich zu lange, für meinen Geschmack.

Ich wünschte, die Zentralbanken dieser Welt wären vor dem Crash von 2008 von der Öffentlichkeit im Zaum gehalten worden - ein sinnloser Wunsch. Der Grundstein für ihre aberwitzigen Entscheidungen wurde jedoch viel früher gelegt:

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Beachten sie das Muster im obenstehenden Chart mit den monatlichen Kursen des S&P 500. Ein vergleichsweise harmloser Einbruch des Marktes im Jahr 1994 veranlasste die Fed unter dem ehemaligen Vorsitzenden Greenspan zur Erschaffung einer erstaunlichen Menge an neuem Geld, indem sie mit dem "Sweeps"-Programm praktisch die Mindestreserveanforderungen der Geschäftsbanken abschaffte. Diese fehlgeleitete Maßnahme war der Auslöser für die sogenannte Dotcom-Blase, die im Jahr 2000 platze.

Als nächstes senkte die Fed den Leitzins auf 1%. Das bescherte uns die Blase am Immobilienmarkt, ein bei Weitem schlimmeres und zerstörerisches Ereignis, als die vorhergegangene Spekulationsblase. Diese neue Blase platzte 2008.

Daraufhin senkte die Fed, mittlerweile unter der Leitung von Bernanke, den Zinssatz auf 0% und die Zentralbanken anderer Länder weltweit folgten im Gleichschritt (manche gingen sogar soweit, die Zinsen bis in den negativen Bereich zu senken, wie beispielsweise in Europa). Das hat praktisch weltweit zur Entstehung zahlreicher riesiger, miteinander verbundener Blasen an den verschiedensten Märkten geführt, von den Aktien über die Anleihen bis hin zu den Immobilien.

Die Fed ging also nach folgendem Muster vor: Sie behob ein kleines Problem mit einer schlechten Entscheidung, die zu einem größeren Problem führte, das mit einer noch schlechteren Entscheidung aus der Welt geschafft wurde, woraufhin eine ganze Reihe gewaltiger Probleme entstand, die jetzt im Begriff sind, förmlich zu explodieren. Sie hat dreimal nacheinander eine immer schlechtere Strategie gewählt.

Das Größe und die Häufigkeit der Spekulationsblasen und Crashs nehmen zu, genauso wie die Tragweite und Zerstörungskraft ihrer Auswirkungen.





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