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Silber mit neuem Jahreshoch der letzten Woche

01.02.2016  |  Martina Fischer
Nachfrage nach Gold ging im Januar zurück

Erholung der Aktien- und Öl-Märkte setzt Gold unter Druck

Gold beendet den Januar mit einem positiven Ergebnis: Das Metall konnte über den Monat um 5,3 Prozent zulegen und profitierte in Zeiten konjunktureller Unsicherheiten (China), nachlassendem US-Wachstum und einem fallenden Öl-Preis von seiner Rolle als sicherer Hafen. Zunehmend sind Marktteilnehmer überzeugt, dass die US-Zentralbank in diesem Umfeld die Straffung ihrer Geldpolitik hinauszögern könnte. Das macht das Metall für Investoren zusätzlich attraktiv. Die Zuflüsse in ETFs haben dementsprechend in den vergangenen Wochen auch deutlich zugelegt und erreichten den höchsten Stand seit November 2015.

Eine leichte Erholung an den Aktien- und Ölmärkten setzte den Goldpreis unterdessen in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche unter Druck. Am Freitag handelte das Metall zeitweise bei 1.108,80 $/oz, nachdem es am Mittwoch noch knapp 1.128 $/oz erreichte und damit den höchsten Stand seit Anfang November. Für diese Woche erwarten wir, dass sich Gold zunächst mit positiver Tendenz in einer Handelsspanne zwischen 1.107 und 1.128 $/oz bewegen wird. Kurzfristig werden die Impulse weiterhin von den Aktien- und Öl-Kursen ausgehen.

Das insgesamt nachlassende Interesse der Privatanleger spiegelt sich auch in den neuesten Zahlen von Thomson Reuters GFMS nieder. Das Research-Haus hat in der vergangenen Woche seine neuesten Zahlen zu Angebot und Nachfrage im abgelaufenen Jahr veröffentlicht: Demnach haben Privatanleger gegenüber dem Vorjahr zwei Prozent weniger Gold gekauft, die Industrie (außer Schmuck) sogar vier Prozent weniger. Die Nachfrage aus der Schmuckindustrie ging um drei Prozent zurück.

Insgesamt fiel die Goldnachfrage um 2,1 Prozent auf 4.076 Tonnen. Für das laufende Jahr gehen die Analysten wieder von einem Anstieg aus und begründen dies vor allem mit mehr Kaufinteresse aus China, wo die Sorge um das Wirtschaftswachstum und eine Abwertung der heimischen Währung die Nachfrage ankurbeln könnten.


Silber mit neuem Jahreshoch der letzten Woche

Probleme beim CME-administrierten "Silberfixing"

Am Donnerstag vergangene Woche zeigte sich die Schwäche des von der CME administrierten "Silberfixings", welches den über 100 jährigen alten Mechanismus im Juli 2014 abgelöst hat. Durch hohe regulatorische Auflagen lassen die Banken keine Änderungen der Orders während des Auktionsprozesses mehr zu und dürfen auch selber keine größeren Differenzmengen mehr in das eigene Buch nehmen. Und so fanden sich am 28.01. nicht genug Käufer für die angebotene Menge.

Nach 29 Auktionsrunden schließlich gelang es doch einem Marktteilnehmer seine Kauforder anzupassen und arbitrierte sofort gegen den Futures-Preis, weswegen der Silberpreis unmittelbar nach Fixierung kurzzeitig um 0,30 $/oz fiel. Der fixierte Preis jedoch lag ganze 0,84 $/oz, oder 5,8% unter dem gültigen am Markt handelbaren Preis. Leider sind solche Verwerfungen auch in Zukunft nicht auszuschließen. Wie von uns erwartet konnte Silber aus seiner diesjährigen Handelsspanne nach oben ausbrechen und markierte mit 14,57 $/oz ein neues Jahreshoch.

Entgegen der fallenden Aktienmärkte konnte Silberletzte Woche 1,2% hinzugewinnen letzte Woche. Auch der ins Bodenlose zu fallen scheinende Ölpreis konnte sich vom Tiefpunkt am 20.01. um 25% erholen, so dass Brent mittlerweile wieder über 34 $ per Barrel handelt. Ausblickend erwarten wir in einem unterstützenden Marktumfeld weiter leicht anziehende Silberpreise, obgleich die Etablierung auf höheren Niveau über 14,30 $/oz zunächst ausblieb mit einem Wochenabschluss bei 14,26 $/oz. Unterstützung liegt nun bei 14,10 $/oz.

Widerstand hat sich bei 14,60 $/oz gezeigt, Nahe des 100 Tage Durchschnitts. Bei den EFTs gab es im Januar eher überraschend kontinuierliche Abflüsse, die aktuell bei ca. 320 t liegen. Auch letzte Woche wurde dabei vermutlich der höhere Preis für Gewinnmitnahmen genutzt.

Leichte Erholung vom 7-Jahrestief

Minenindustrie reagiert auf Platin Marktbedingungen

Nach dem neuen 7-Jahrestief vorherige Woche konnte sich Platin zunächst erholen. Die steigende Nachfrage und Short-covering, welches schon am Freitag der Vorwoche zu verzeichnen war, setzte sich fort. Nach einer Eröffnung um 835 $/oz trieb dies den Preis auf das Wochenhoch von 884 $/oz am Donnerstag. Ein deutlich gestiegener Ölpreis sowie Konjunkturdaten aus den USA setzten den Edelmetallen anschließend wieder zu. Platin tauchte daraufhin wieder ab und fiel wieder deutlich unter die Marke von 865 $/oz, um sich anschließend wieder zum Wochenschluss über dieser Marke zu etablieren.

Der Schlusskurs wurde bei 873 $/oz notiert. Weiterhin ist der schwache südafrikanische Rand, die Unsicherheit im Dieselmotorsektor und das Abwenden von Großinvestoren als belastend anzusehen.

Wie bei den Silber ETF's mussten weiterhin Abflüsse verzeichnet werden. Deutlich wird die Erholung vom Platin auch in EUR: hier startete Platin bei 24,76 €/g und schloss bei 25,95 €/g. In der Minenindustrie wurde in den letzten Wochen viel über unterschiedliche Reaktionen auf die Marktbedingungen berichtet: Die Nachrichten reichen von der Streichung von 5.000 Stellen und einem Optimierungsprogramm bei Lonmin sowie Kosteneinsparungen bei Aquarius. Aufgrund der gefallenen PGM Preise wurden Buchwertkorrekturen bei Anglo angekündigt. Man erwartet, dass andere Minenunternehmen diesem Beispiel bald folgen könnten.


Palladium kann sich nicht über 500 Dollar halten

Relativ ereignislose Woche beim Palladium

Im letzten Wochenbericht stand bereits zur Diskussion, ob Palladium die 500 $/oz Hürde überspringen könnte. Die Antwort: Palladium war immer nur kurz über 500 $/oz. Der Preis bewegte sich zwischen 488 $/oz und 505,50 $/oz. Trotz des eher verhaltenen Ausblicks hält sich Palladium mit Levels zwischen 490 $/oz und knapp unter 500 $/oz nach wie vor gut. Insgesamt blicken wir aber auf eine relativ ereignislose Woche im Palladium zurück mit einer im Vergleich zu den letzten Wochen recht geringen Handelsspanne. Auch kommt die Industrienachfrage nicht richtig in Gang.

Wenn der Preis nachhaltig über 500 $/oz schließen würde, sollte das Metall auch wieder an Aufwind gewinnen.
Einen leichten Gegenwind spüren die mit Palladium Katalysator ausgestatteten Autos in China. Unterstützt von staatlicher Förderung hat sich die Produktion von Elektrofahrzeugen, in der Statistik als "New Energy Vehicles" bezeichnet, auf 379.000 Einheiten in 2015 vervierfacht. Das teilte das Industrieministerium mit und übertraf damit die CAAM, die ca. 330.000 Einheiten zählte. 2016 sollen es sogar 700.000 Einheiten werden. Im nächsten 5-Jahres-Plan ist die Förderung der Elektromobilität ein zentrales Thema.


Rhodium wieder umsatzstark; Nachfrage bei Ruthenium zieht an und bei Iridium ist die Nachfrage weiterhin etwas schwächer

Auch ohne nennenswerte Preisveränderung war es wieder eine starke Woche mit hohen Umsätzen bei Rhodium. Große Nachfrager waren die Auto- und die Chemieindustrie. Der aktuelle Marktpreis ist sicher nach wie vor eine günstige Gelegenheit für Verbraucher, die sich deutlich aktiver zeigen als Ende 2015. Das Angebot kommt momentan eher von Händlern und Recyclern als von der Minenindustrie.

Im Ruthenium hat sich das Blatt leicht gewendet und die Nachfrage, insbesondere aus der Elektronikindustrie, hat in der Berichtswoche deutlich angezogen. Allerdings ist die Verfügbarkeit nach wie vor sehr gut, sodass ein kurzfristiger Preisanstieg eher nicht zu erwarten ist.

Wenige Neuigkeiten gibt es diese Woche im Iridium. Umsätze sind nicht so hoch wie in den ersten beiden Januarwochen. Das Angebot ist leicht angestiegen, was sicher auf die bisher nicht vollzogene Preissteigerung zurückzuführen ist.


© Volker Skowski, Dipl.-Kfm., Global Business Unit
Heraeus Metallhandelsgesellschaft mbH



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Alle im Bericht genannten Preise sind Geldkurse im Interbankenmarkt, die Charts basieren auf Thomson Reuters.




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