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Baldiger Kollaps der Gold- und Silber-Papiermärkte?

12.02.2016  |  Steve St. Angelo
An den Märkten läuft heutzutage etwas grundlegend falsch. Das trifft auch auf die Märkte für Papiergold und Papiersilber zu. Ein Terminmarkt für Edelmetalle benötigt ausreichende Reserven an physischen Metallen, um ordnungsgemäß funktionieren zu können. Der aktuelle Rückgang der Edelmetallbestände an den Märkten für Gold- und Silber-Futures ist daher ein Anzeichen für ernste Probleme.

Ein systemischer Kollaps geschieht nicht über Nacht, doch in der Endphase kann es sehr schnell gehen. Der Zusammenbruch des römischen Währungssystems macht das sehr deutlich:

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Wie wir sehen begann die Abwertung der römischen Münzwährung, dem Silberdenar, ganz allmählich um das Jahr 50 n. Chr. herum. Dieser schleichende Wertverlust setzte sich fort bis zum Jahr 241, als der Silberanteil der Münzen plötzlich drastisch verringert wurde. Der nächste Chart zeigt, welche dramatischen Konsequenzen das für die Bevölkerungszahlen Roms hatte:

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Um das Jahr 100 n. Chr. erreichte Zahl der in Rom lebenden Menschen mit etwa 1,6 Mio. ihren Höchstwert. Anschließend ging sie zunächst langsam zurück, bevor sie schließlich am Ende des 5. Jahrhunderts jäh einbrach. Innerhalb sehr kurzer Zeit sank die Einwohnerzahl Roms von mehr als 1 Mio. auf gerade einmal 12.000. Der Kollaps des römischen Währungssystems erfolgte also parallel zum Zerfall des römischen Reiches selbst.

Was damals im Alten Rom passierte, geschieht auch heute in unserer modernen High-Tech-Welt wieder. 1971 hob Präsident Nixon die Konvertierbarkeit des US-Dollars in physisches Gold auf. Nur wenige Jahre später begann der Handel mit Gold-Futures an den Terminmärkten. Die Reservewährung der Welt war nicht länger durch Gold gedeckt. Stattdessen wurde der Wert des Dollars am Preis der an den Terminbörsen gehandelten Gold-Kontrakte gemessen.



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