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Platin: 3-Monatshoch bei 960 $/oz wurde touchiert

15.02.2016  |  Martina Fischer
Gold auf dem höchsten Stand seit einem Jahr

Sorgen vor neuer Finanzkrise nutzen dem Gold

Gold profitiert weiterhin von einer Flucht in "sichere Häfen": Am vergangenen Donnerstag stieg der Preis für das Edelmetall bis auf 1.263,90 $/oz und damit auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Prozentual ist dies sogar der größte Anstieg innerhalb eines Tages seit vier Jahren. Gegen den Euro kletterte das Metall bis auf 1.109,50 $/oz, den höchsten Stand seit April letzten Jahres. Auslöser waren, wie schon in den Vorwochen, Verluste an den Aktienmärkten. Hier breitet sich gerade die Sorge vor einer neuen Finanzkrise aus, was auch an den überproportionalen Kursverlusten von Bankaktien abzulesen ist.

Das Kreditengagement der Finanzinstitute im Energiesektor - der aktuell mit dem fallenden Ölpreis zu kämpfen hat - wird hier als ein möglicher Grund genannt. Verstärkt wird die negative Stimmung von zunehmenden Zweifeln an der Konjunkturentwicklung in den USA, Europa und China. Mit einer weiteren Zinserhöhung in den USA rechnet in naher Zukunft niemand mehr - im Gegenteil: Sogar von Zinssenkungen war zuletzt wieder vermehrt die Rede.

In diesem Umfeld überrascht es nicht, dass Investoren zunehmend ihr Portfolio in sichere Anlagealternativen umschichten. Gold ist einer der Hauptprofiteure von dieser Entwicklung. Die Zuflüsse in ETFs halten an, aber zuletzt hat auch das Kaufinteresse an Investmentbarren - trotz eines deutlich gestiegenen Preises - deutlich zugelegt. Ungeachtet von Gewinnmitnahmen am Freitag bleibt das Umfeld für Gold weiterhin positiv. Wir schließen einen Anstieg bis auf 1.274 $/oz oder sogar 1.287 $/oz nicht aus. Allerdings wird mit dem weiteren Anstieg das Risiko einer - zumindest temporären - Korrektur durch Gewinnmitnahmen größer.


Silber wertet weiter deutlich auf

Kurzfristiger Aufwärtstrendkanal beim Silber gebildet

Silber hat seit dem 3. Februar einen kurzfristigen Aufwärtstrendkanal gebildet und ist von 14,30 $/oz stetig bis auf 16,00 $/oz um 12 Prozent gestiegen. Gleichzeitig bildet dieses Niveau die obere Grenze des Abwärtstrendkanals, der seit Anfang letzten Jahres intakt ist. Es ist wahrscheinlich, dass die starke Performance in sehr kurzer Zeit auf Basis einer nun überkauften Situation erst mal eine Verschnaufpause einlegt.

Nachdem die Unterstützung bei 15,50 $/oz heute Morgen nach unten durchbrochen wurde, liegt die nächste Unterstützung bei 15,00 $/oz. Wir erwarten zunächst eine Konsolidierung auf diesem Niveau, bevor weitere Hinzugewinne möglich werden. Die weitere Entwicklung ist auch abhängig von der Finanzmarkt- und Aktienmarktstimmung. Silber hat sich zusammen mit Gold abermals als "sicherer Hafen" erwiesen. Bei den ETFs waren keine großen Bestandsveränderungen zu vermerken. Jedoch sehen wir einen guten Absatz an Investmentbarren.


3-Monatshoch bei 960 $/oz wurde touchiert

Südafrikanische Minen durch Platinpreis und Währung entlastet

Auch diese Woche wurde die Richtung des Platins im Wesentlichen durch die hervorragende Performance des Goldpreises und des schwachen Dollars bestimmt: Alle "interessanten" Widerstände bei 918 $/oz und 943 $/oz konnten ohne Probleme durchbrochen werden, das 3-Monatshoch bei 960 $/oz war die Folge. Es bleibt nun abzuwarten, was der asiatische Markt nach den freien Tagen von dieser Preisbewegung hält. Bei erneut schwachen Zahlen am Montag, könnte eine starke Verkaufswelle die Folge sein.

Die chinesischen Wirtschaftsdaten werden nach Chinese New Year auch weiterhin im Fokus bleiben, schwache Zahlen könnten den Preis erneut fallen lassen. Der "hohe" Platin-Preis und die Entwicklung der südafrikanischen Währung Rand halfen den Produzenten in Südafrika und könnten eventuell geplante Schachtschließungen in der Minenindustrie zunächst abwenden: Anglo Platinum wird nächste Woche zu den Umstrukturierungsmaßnahmen Stellung nehmen. Unabhängig von den positiven Entwicklungen der letzten Tage ist Platin auf dem Weg, den niedrigsten Jahresdurchschnitt (unter 1000 $/oz) seit 2005 zu realisieren.


Palladium im Aufwärtstrend

Kann sich Palladium über 500 $/oz halten?

Palladium ist mit Schwung in die neue Woche gestartet. Am Montagmorgen starteten wir noch mit Kursen um die 495 $/oz Marke um dann innerhalb kürzester Zeit bis auf Kurse knapp unter dem Level von 520 $/oz zu handeln. Seitdem ist das Metall nicht mehr unter 505 $/oz gerutscht und handelte am Donnerstag mit Höchstkursen von 531 $/oz. Generell scheint die Nachfrage in Palladium wieder anzuziehen, was sich nach wie vor auch in der gestiegenen Schwammprämie widerspiegelt.

Entsprechend ist die Schwammprämie etwas höher als in den letzten Monaten. Widerstand nach oben sehen wir bei 533 $/oz, Unterstützung bei 490 $/oz. Die Frage ist trotzdem: Kann Palladium sich auf diesem Niveau halten? Nimmt es weiter Anlauf nach oben oder reicht die Nachfrage am Ende nicht aus und wir fallen wieder unter die 500 $/oz Marke?


Rhodium trotz Chinese New Year gesucht; relativ hohe Umsätze bei Ruthenium und Iridium etwas belebter

Rhodium hat überraschenderweise während der Feierlichkeiten des Chinese New Years wieder gutes Kaufinteresse gesehen. Im Zuge des Preisanstiegs der anderen Metalle, insbesondere der PGMs, ist sowohl der physische Bedarf, aber auch das Interesse auf der Investorenseite deutlich angestiegen. Der Preis hat reagiert und hat sich daraufhin leicht erhöht. Diese Woche bleibt abzuwarten, ob sich die Rückkehr Chinas auf die Märkte weiterhin positiv auf die Nachfrage auswirkt.

Ruthenium zeigt sich in 2016 weiterhin aktiver als noch im letzten Jahr. Umsätze sind erhöht und die Nachfrage ist wesentlich besser. Auch hier ist anzumerken, dass der Ruthenium Preis seit 6,5 Monaten! auf der Stelle tritt. Auch im Iridium hat sich trotz der fehlenden Nachfrage aus Asien in der Berichtswoche etwas umsatzstärker gezeigt. Man muss aber immer noch beachten, dass der Preis inzwischen seit 4,5 Monaten so gut wie unverändert ist.


© Volker Skowski, Dipl.-Kfm., Global Business Unit
Heraeus Metallhandelsgesellschaft mbH



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Alle im Bericht genannten Preise sind Geldkurse im Interbankenmarkt, die Charts basieren auf Thomson Reuters.




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