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Goldhausse geht weiter - Ein Strohfeuer wie anno 2006?

07.03.2016  |  Thorsten Proettel
Gold auf neuem Jahreshöchststand

Gemessen an den Rahmenbedingungen war der Goldpreis in den letzten zwei Wochen reif für eine deutliche Korrektur. Die Panik an den globalen Finanzmärkten, die von Januar bis Mitte Februar zu dem Anstieg der Goldnotierungen beitrug, hat sich größtenteils wieder gelegt. Beispielsweise stieg der Deutsche Aktienindex DAX ausgehend vom Tief bei rund 8.700 Punkten am 11. Februar auf mehr als 9.800 Punkte in dieser Woche, was einem Anstieg von gut 12% entspricht.

Die in den letzten Monaten zu beobachtende negative Korrelation von Aktien und Gold setzte sich in den vergangenen Tagen jedoch nicht fort (siehe Chart oben). Der Goldpreis bewegte sich stattdessen zunächst knapp unterhalb des bisherigen Jahreshochs vom 11. Februar bei 1.260 USD seitwärts und sprang heute Morgen sogar mit gut 1.270 USD über diese Marke. Dabei hätte auch der wieder stärkere USD einen Rückgang des Goldpreises nahe gelegt (siehe Chart).

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Der Wechselkurs fiel von 1,13 USD/EUR auf 1,08 USD/EUR, wenngleich die US-Währung in den letzten Stunden leicht schwächer tendierte.


ETCs-Anleger und Spekulanten setzten auf Gold

Über die etwas mysteriös erscheinenden Gründe für den Höhenflug des Goldes wurde an dieser Stelle schon in der letzten Woche berichtet. Tatsache ist, dass vor allem in den USA physisch besicherte Goldfonds (ETCs) trotz Gegenwind vom Aktienmarkt stark gefragt sind.

Seit Abfassung unseres letzten Berichts erwarben die Emittenten weitere 42 Tonnen Gold im Gegenwert von knapp 1,7 Mrd. USD, womit sich die Käufe seit dem 7. Januar auf knapp 263 Tonnen beziehungsweise gut 10 Mrd. USD summieren (siehe Chart).

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Aber auch die eher spekulativ orientierten Money Manager an der US-Terminbörse setzen auf steigende Preise. Ihre Netto-Futures-Position befindet sich derzeit mit 109.000 Kontrakten wieder deutlich am oberen Rand bisheriger Long-Extrempositionen (siehe vierter Chart). Der Anstieg seit Anfang des Jahres entspricht Goldkäufen im Umfang von knapp 380 Tonnen.


Indische Juweliere streiken

Aus fundamentaler Sicht überwiegen derzeit die Argumente für eine Gegenbewegung des Goldpreises. Im weltweit wichtigsten Abnehmermarkt Indien halten sich die Käufer nach dem starken Preisanstieg derzeit zurück. Medienberichten zufolge wird das gelbe Edelmetall um bis zu 50 USD je Feinunze günstiger als auf dem Weltmarkt gehandelt.

Aktuell dürfte der Goldabsatz auch aus einem anderen Grund sehr gering ausfallen: Die Regierung in Neu Delhi kündigte die Einführung einer Umsatzsteuer auf Gold in Höhe von 1 % an, woraufhin die Juweliere des Landes am Dienstag in einen Streik eingetreten sind, der bis heute andauert.





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