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Palladium ist jetzt im Aufwind

07.03.2016  |  Martina Fischer
Gold mit positivem Umfeld

Aufwärtstrend setzt sich weiter fort

Gold setzt seinen Aufwärtstrend fort und erreichte am Freitag Kurse bis 1.279 $/oz. Im Laufe der Woche konnte Gold über 3,8% gewinnen. Auch in Euro konnte sich Gold um 3,3% verbessern und erreicht mit 37,42 €/g am Freitag den höchsten Stand seit Ende Januar 2015. Etliche Anleger in der Eurozone nutzten diese Entwicklung für Gewinnmitnahmen und verkauften entsprechend Metall.

International sieht das anders aus: ETFs verbuchen weiterhin Zuflüsse - im Laufe der Woche über 18 Tonnen - und auch die US Mint meldete für den Februar 83.500 Unzen verkaufte Goldmünzen, ein Anstieg um das Viereinhalbfache gegenüber dem Vorjahr. Das Umfeld für Gold bleibt unverändert positiv. Chinas Gold-Reserven sind im Februar gegenüber dem Vormonat weiter gestiegen und betragen jetzt nach Angaben der Zentralbank 57,5 mio. ozs.

Derweil streiken die indischen Juweliere weiter gegen die Goldsteuer, die Umsätze bestimmter Schmuckstücke mit einem Prozent Extra-Steuer belegen will. Das ist bereits der dritte Versuch der Regierung, nachdem zweimal unter öffentlichem Druck ein Entwurf zurückgezogen wurde.


Freundliches Marktumfeld lässt Silber outperformen

Fokus auf EZB-Sitzung am Donnerstag

Die Unterstützung der 100-Tage-Linie von 14,60 $/oz hat gehalten und Silber konnte in einem für Metalle insgesamt sehr positiven Marktumfeld in der Folge mit +5,5% überdurchschnittlich hinzugewinnen. In der Spitze notierte Silber bei 15,80 $/oz. Der zuletzt vor 3 Wochen versuchte (und gescheiterte) Angriff auf die 16 $/oz liegt damit wieder in greifbarer Nähe.

Auch im Verhältnis zu Gold konnte Silber wieder aufwerten mit einem Gold-Silber Ratio von 81,3, nachdem Silber in den Wochen zuvor mit einem Ratio von über 83 im historischen Mittel deutlich zu günstig erschien. Die ETF-Bestände legten im Tandem mit dem Preissprung ebenso um 2,3%, bzw. 370 Tonnen zu.

Obwohl sich der Arbeitsmarkt in den USA datenseitig letzte Woche in guter Verfassung zeigte, konnte der USD davon nicht profitieren und wertete gegen Euro sogar ab. Der Markt ist also hinsichtlich des Zeitpunktes der nächsten Zinserhöhung weiter verunsichert. Entscheidend wird diese Woche nun erst einmal sein, mit welchen neuen monetären Maßnahmen EZB-Präsident Draghi in der Sitzung und folgenden Pressekonferenz am Donnerstag aufwartet. Hier besteht zunächst einmal ein Abwertungsrisiko für den Euro, während weitere expansive Maßnahmen für Gold und Silber positiv sein dürften.


Platin durchbricht das Target von 960 $/oz

Mit dem Goldpreis geht es wohl weiter nach oben

Aufgrund des etwas stärkeren Euros und im Zuge des steigenden Goldpreises über das Target von 1.270 $/oz, konnte auch Platin wieder an Wert zulegen Das Edelmetall hatte 960 $/oz erneut im Visier, hat diese Linie durchbrochen und jetzt mit 1.000 $/oz die nächste große Hürde. Die Bandbreite zwischen 930 und 980 $/oz ist nun der Level, der von Interesse scheint. 908 $/oz ist die nächste starke Unterstützung.

Doch Freitag wurde aber bereits die 970 $/oz in Angriff genommen und bereits die Marke von 980 $/oz touchiert. Bei weiter starken Goldpreisen geht es wohl auch für Platin nur in eine Richtung. Preisrückgänge sollten genutzt werden, um "Bargain hunting" zu betreiben.

Das World Platinum Investment Council (WPIC) geht weiter von einem "Supply Deficit" in den nächsten 6 Jahren aus, wobei die "Unterdeckung" sich jedoch zunehmend zu verringern scheint und gegen null läuft. Ungeachtet der positiven Trends bestätigt di südafrikanische Minenindustrie im Rahmen von preisbedingten Umstrukturierungsmaßnahmen eine Reduzierung der Belegschaft. Die physische Nachfrage scheint sich weiter anzukurbeln, dies spiegelt sich auch in einer erhöhten Schwamm Prämie wider.


Palladium ist jetzt im Aufwind

Preisentwicklung sollte Produzenten positiv stimmen

Palladium hat nicht nur die 500er $/oz Marke wieder geknackt, sondern ist auch mit Schwung Richtung Kurse über 540 $/oz gelaufen. Nachdem Palladium am Montagabend wieder über 500 $/oz handelte, gab es kein Halten mehr. Den größten Anstieg diese Woche haben wir am Donnerstagvormittag gesehen, nachdem das Metall innerhalb kürzester Zeit von 530 $/oz um 10 $/oz anstieg. Der Höchstkurs diese Woche lag bei 556 $/oz am Freitagnachmittag.

Wie lange der Aufwärtstrend anhält, der sicher auch von den bullishen Preisbewegungen der anderen Metalle abhängt, bleibt abzuwarten. Wir sehen nach wie vor Raum für noch größere Preisbewegungen nach oben, schließen aber Intraday-Korrekturen nicht aus. Die höheren Preise werden sicher auch die Produzenten wieder positiver stimmen. Dazu tragen sicher auch Autoabsatzzahlen in den USA für Februar bei, die auf dem höchsten Stand seit 2001 sind. Die Nachfrage nach Schwamm ist immer noch vorhanden und handelt auf ähnlichem Prämium wie in den Vorwochen.


Rhodium weiterhin gesucht; Ruthenium mit schwächerer Performance und Iridium weiterhin relativ lustlos

Rhodium hat - nicht ganz überraschend - die Bewegung der Vorwoche mit gestiegener Nachfrage bestätigt und sich dementsprechend noch einmal um weitere 30 USD nach oben bewegt. Das Interesse kommt immer noch zu großen Teilen aus der Industrie, aber auch wieder von der Investorenseite. Die Automobil- und Chemieindustrie waren die Treiber aus dem genannten Sektor. Durch etwas gesunkene Liquidität können wir uns weiterhin festere Kurse vorstellen. Wenig zu berichten gibt es bei Ruthenium.

Umsätze in der Berichtswoche waren eher auf der schwächeren Seite. Das Metall konnte sich bisher dem allgemeinen Metall-Aufschwung noch nicht anschließen, da das Angebot immer noch sehr gut ist. Im Iridium fehlt auch immer noch die durchschlagende Nachfrage, um die Kurse wieder in andere Sphären zu bewegen. Das Grundgeschäft ist stabil und gut, aber der letzte Funke fehlt.


© Volker Skowski, Dipl.-Kfm., Global Business Unit
Heraeus Metallhandelsgesellschaft mbH



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Alle im Bericht genannten Preise sind Geldkurse im Interbankenmarkt, die Charts basieren auf Thomson Reuters.




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