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Gold - deutlich mehr Konsolidierungsbedarf

24.03.2016  |  Florian Grummes
1. Gold in USD

Rückblick
:

In den letzten vier Wochen lief der Goldpreis mehr oder weniger volatil seitwärts zwischen 1.225 USD und 1.270 USD, wobei den Bullen zwischenzeitlich auch zwei neue Hochs oberhalb von 1.280 USD gelangen. Einen Tagesschlusskurs oberhalb von 1.270 USD verhinderten die Bären bis heute aber erfolgreich.

Nach der steilen Rally und den deutlichen Kursgewinnen bis Mitte Februar ist die bisherige Konsolidierung auf hohem Niveau doch beachtlich, schließlich sind wir durch die lange Baisse eine derartige Stärke nicht mehr gewöhnt. Aber natürlich hat der Goldmarkt mal wieder tatkräftig für Verunsicherung und Verwirrung gesorgt. Tagesschwankungen von 20 - 30 USD sind nun eher Standard als eine Seltenheit. Zudem können die marginal höheren Hochs auch nicht wirklich überzeugen. Im asiatischen Handel ist der Goldpreis heute Morgen nun unter eine wichtige Trendlinie gerutscht und gibt im Tagesverlauf weiter ab. Die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur ist damit deutlich angestiegen.


Gold in USD Monatschart:

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Der logarithmische Monatschart hat sich in den letzten Wochen weiter verbessert. Der Ausbruch aus dem Keil ist klar und nachhaltig vollzogen. Das mittelfristige Kursziel liegt nun bei ca. 1.500 USD. Auf dem Weg dorthin wäre theoretisch ein tiefer Rücksetzer bis an die Ausbruchstelle um 1.130 - 1.140 USD durchaus möglich und auch typisch, bis jetzt ist davon aber nichts auf dem Chart zu sehen.

Vielmehr haben die Bullen hier die Kontrolle übernommen. Alle drei beobachteten Indikatoren liefern positive Signale. Der MACD überzeugt nach langer Durststrecke mit einem ersten Kaufsignal auf sehr tiefem Niveau. Die Stochastik steigt erstmals seit 2012 wieder deutlich an. Der RSI schließlich bewegt sich in neutralen Gewässern, verfügt aber über jede Menge Platz nach oben.

Wichtig für die Bullen ist das immer noch leicht fallende obere Bollinger Band (1.298 USD), welches Kursen deutlich über 1.300 USD vorerst klar im Weg stehen wird. Die Bäume werden also auf Sicht der kommenden Monate zunächst noch nicht in den Himmel wachsen. Auf der Unterseite rutscht die Unterstützung durch den gebrochenen Keil täglich ein kleines Stück nach unten. Aktuell liegt sie bei ca. 1.130 USD. Eine weitere Supportzone könnte bereits das mittlere Bollinger Band (1.173 USD) werden, welches sich nahe der altbekannten Kampflinie um 1.180 USD bewegt.

In der Summe liefert der Monatschart allen Grund für einen mittelfristigen Optimismus. Gleichzeitig definiert er den Spielraum für eine gesunde Konsolidierung/Korrektur zwischen 1.300 USD und 1.130 USD. Erst mit einem Monatsschlusskurs unterhalb von 1.130 USD wäre der Keilausbruch egalisiert und wir müssten das große Bild wieder radikal zugunsten der Bären ausrichten


Gold in USD Wochenchart:

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Etwas zwiespältiger präsentiert sich derzeit der Wochenchart. Neben dem überwundenen Keil muss hier nach wie vor auch der knapp dreijährige Abwärtstrendkanal eingezeichnet werden. Und Gold hat es trotz mehrerer Versuche bisher nicht geschafft diesen Kanal (obere Begrenzung derzeit bei ca. 1.250 USD) nach oben zu verlassen. Vielmehr bestätigt das wilde Geschiebe und Gerangel zwischen Bullen und Bären in den letzten Wochen diese massive Widerstandszone. Selbst Intraday-Kurse bei 1.282 USD haben die Widerstandsmauer noch nicht endgültig eingerissen.

Heute Morgen rutscht der Goldpreis wieder klar unter 1.250 USD. Damit bildet diese Marke einen sogenannten Pivot-Punkt, an dem sich das Schicksal des Goldpreises auf Sicht der nächsten Monate entscheidet. Gelingt den Bullen der nachhaltige Ausbruch, müsste der Weg bis 1.500 USD frei sein. Können die Bären die Zone um 1.250 USD jedoch vorerst verteidigen, wird es sehr spannend sein, wie tief sie den Goldpreis zurückwerfen können.

Neben dem doch etwas weiter entfernten Ausbruchsniveau um 1.130 - 1.140 USD kommt natürlich auch die alte Unterstützungszone um 1.180 USD ins Spiel. Auch hier könnte ein Rücksetzer bereits enden. Nicht auszuschließen ist auch, dass die Konsolidierung auf hohem Niveau und damit oberhalb von 1.200 USD zunächst einfach weiter geht und erst im Frühsommer mit einem kurzen scharfen Rücksetzer abgeschlossen wird.

Vorläufig spricht die eingebettete Stochastik jedenfalls noch für die Bullen. Trotz der zahlreichen Rücksetzer laufen beide Signallinien hier bereits seit fünf Wochen oberhalb von 80 und haben damit den Aufwärtstrend bis auf weiteres festgezurrt. Erst wenn die schnellere der beiden Signallinien unter die Marke von 80 rutscht dürfte eine größere Korrektur möglich werden und dann auch zügig an Fahrt gewinnen.

In der Konklusion bleibt der Wochenchart vorerst bullisch, die Gefahr eines vorläufigen Scheiterns um 1.250 USD ist aber nicht von der Hand zu weisen.





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