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Gold: Die lang erwartete Preisexplosion

03.05.2016  |  Jim Willie CB
Seit mindestens einem Jahr sitzt ein Drache mit am internationalen Abendtisch. Sein heißer Atem hat gerade erst allen anderen Anwesenden die Haare versengt und die Gesichter verbrannt. Jetzt sehen sie einander an und fragen sich, wer zuerst all die kahlen Köpfe erwähnen wird. Die Schalthebel in Shanghai funktionieren endlich, vom Goldpreis-Fixing bis zu den Renminbi-basierten Gold-Terminkontrakten (bei denen seltsamerweise tatsächlich physisches Gold geliefert wird). Das Spiel hat begonnen, das letzte Kapital im Großen Finale wurde aufgeschlagen.

Der Preis der Goldkontrakte ist völlig losgelöst von den Fundamentaldaten. Die Scharade an den Papiermärkten ist ebenso eindrucksvoll wie korrupt. Ihr Feinde sind das physische Gold und die Nachfrage danach. In den Ländern der Seidenstraße ist diese Nachfrage enorm und ausgehend von zwischenstaatlichen Handelsbeziehungen und nicht Dollar-basierten Plattformen wird sie das gesamte geopolitische Machtgleichgewicht ins Wanken bringen. Der Westen hat sich dagegen in der Ecke des Goldmarktes eingerichtet, in der mit Toilettenpapier gehandelt wird und die USA haben ihren Dollar, der mittlerweile nur noch zu Betrug und zur Erhebung illegitimer Abgaben taugt.


Der Betrug an den Papiergoldmärkten

"Papiergold" bezeichnet die an den Terminmärkten gehandelten Gold-Futures, die den Goldpreis bestimmen. Der Besitz dieser Finanzprodukte ist nicht mit dem Besitz von echtem, physischem Gold vergleichbar, da der Investor an den Papiermärkten durch Korruption übervorteilt wird und der Anspruch auf das physische Asset nicht gesichert ist. Die meisten Investoren ahnen gar nicht, wie abgekoppelt die Papiermärkte (die COMEX in den USA und die LBMA im Vereinigten Königreich) von der Realität sind.

Das gesamte Konzept der Preisfindung durch den Handel mit Kontrakten (Papier) wurde bis zur Unkenntlichkeit korrumpiert. Goldbesitzer haben die Entwicklungen der letzten Jahre mit großer Sorge betrachtet, weil der Papier-Goldpreis und die fassbaren, realen Fundamentaldaten des Goldmarktes sich rasant voneinander entfernten.

Das Verhältnis der Goldforderungen in Unzen entsprechend der gehandelten Kontrakte zu dem tatsächlich in den Lagerhäusern vorhandenen Gold ist in den letzten Monaten auf fast 300:1 gestiegen. Vor zwei Jahren war schon ein Verhältnis von 25:1 oder 40:1 ein Skandal. Überlegen Sie sich einmal, welch ein Irrsinn es wäre, wenn nur fünf oder sechs Personen Anspruch auf Ihr Haus, Ihr Auto oder Ihr Ferienhaus am See erheben würden. Die Dominanz des auf Papierkontrakten beruhenden Preisbildungsmechanismus hat zu ernsten Engpässen beim Angebot und zu entsetzlichen Bedingungen für die Minengesellschaften geführt.

Die Unternehmen waren zu Minenschließungen gezwungen, da manche Projekte sich nicht mehr rentierten. Nur einige wenige Bergbauunternehmen wie Majestic Silver haben es gewagt, der COMEX den Nachschub zu verweigern und einen partiellen Streik gegen diese kriminelle Organisation auszurufen. Am Goldmarkt besteht kein Gleichgewicht: Die Nachfrage übersteigt das rasch dahinschmelzende Angebot. Die Knappheiten der vergangenen Monate und Jahre sind in die Geschichte eingegangen.

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Der Papiergoldhandel an der COMEX und der LBMA ist ein Ort des Verbrechens. Die Futures sind vergoldetes Toilettenpapier, oder besser gesagt ausgeklügelte, unlautere Kontrakte mit ein paar goldenen Buchstaben darauf. Der Handel mit Gold-Futures, bei denen es sich im Prinzip um Lieferverträge handelt, bringt zwangsläufig einen gewissen Grad an finanzieller Abstraktion mit sich. Wenn jemand die Goldkontrakte nur handelt, um einen Arbitrage-Gewinn zu erzielen, dann wäre es sehr kostspielig, zeitaufwendig und letztlich sinnlos, das physische Gold von einem Ort an einen anderen zu bewegen. Nur die Papierkontrakte wechseln den Besitzer, das physische Metall wird nicht verlagert.

Die Schwierigkeiten beim Transport von Gold bilden die Grundlage der Intrigen des Bankenkartells. Die Menschen wollen nicht 80 Silbermünzen in ihrer Tasche oder ein Kilo Gold in ihrem Koffer mit sich herumtragen, also verwenden sie stattdessen Zertifikate, welche sofort korrumpiert werden. Das notwendige Übel hat Ausmaße angenommen, welche den ursprünglichen Zweck der Kontrakte bei Weitem übersteigen, und es waren hauptsächlich die Großbanken, die dieses System unterstützt und ausgefeilt haben.

Die Zahl der an der COMEX gehandelten Terminkontrakte bedeutet, dass derzeit etwa 300mal so viel Papiergold auf dem Markt ist, wie sich physisches Metall in den Tresoren der Börse befindet. In den letzten rund zwei Jahren ist dieses Verhältnis schneller in die Höhe geschossen als je zuvor. Die Richtlinien der COMEX erschweren die Abwicklung der Transaktionen mittels physischer Metalle. Fast keiner der Marktteilnehmer verlangt tatsächlich die Auslieferung des Goldes, abgesehen von den großen Wall-Street-Banken, die das Gold anderer Einleger stehlen.

Diese Banken sorgen durch ihre Manipulationen auch routinemäßig dafür, dass das Gold und Silber der Investoren aus den Edelmetallbeständen der ETFs GLD und SLV entfernt werden kann. Stellen Sie sich einen Terminkontrakt ohne die Möglichkeit der physischen Lieferung vor - völlig absurd! Doch genau so ist es praktisch schon seit Juni 2012.

Bei der London Bullion Market Association (LBMA) ist die Situation womöglich noch beunruhigender. An diesem Markt wird täglich Gold im Wert von Billionen von Dollar gehandelt. Die Handelsvolumen sind wirklich verblüffend. An manchen Tagen übersteigt die Menge des Goldes, das am Londoner Markt in Form von Papierkontrakten den Besitzer wechselt, die des weltweit verfügbaren physischen Goldes. Dennoch wird nirgends Metall von einem Ort an einen anderen transportiert.

Es ist alles eine grandiose Farce. All die Transaktionen werden allein mit Hilfe von Papier abgewickelt, physisches Edelmetall wird dabei kaum bewegt. Die enormen Hebelwirkungen und die Verwässerung der Kontrakte sollten jedem rationalen Beobachter Rätsel aufgeben. In scharfem Kontrast dazu stehen jedoch die Staaten der östlichen Hemisphäre, die Gold in großen Mengen akkumulieren.


Der Ausbruch der Gold- und Silberpreise

Die Reaktion des Goldkurses auf die Entwicklungen am Shanghaier Markt war verhalten. Eine kraftvolle Umkehr der Preistrends ist jedoch im Gange und sie wird sich unmöglich verzögern oder aufhalten lassen. Die Charts zeigen ein ungewöhnliches Muster in Form einer Tasse mit Henkel, welche auf weitere Kursgewinne und eine Trendwende hindeutet. Die 1.300-Dollar-Grenze wird sicherlich energisch verteidigt werden.

Zahlreiche Indikatoren signalisieren eine positive künftige Kursentwicklung. Das Umkehrmuster im ersten Chart ist eindeutig und stark ausgeprägt. Die Neigung nach oben ist eine seltene Erscheinung und stellt ein sehr bullisches Signal dar. Viele Analysten sind sich dessen wahrscheinlich gar nicht bewusst. Wir könnten schon bald einen explosiven Kurssprung erleben. Auch der Anstieg des 20-wöchigen gleitenden Durchschnitts über die Linie des 50-wöchigen Durchschnitts ist ein sehr zuverlässiges Anzeichen, welches zudem durch den zyklischen Stochastik-Indikator bestätigt wurde.

Der Goldkurs ist etwas schwerfällig, doch er wird den Ausbruch nach oben letztlich erfolgreich abschließen. Das Bankenkonglomerat wird jede Menge Papier auf den Markt werfen, doch dieses wird man verbrennen. Wir leben in aufregenden Zeiten. Die Welt wird schon bald dem Untergang des Bankenkartells und der Entthronung des Königs Dollar als globale Reservewährung beiwohnen. Der Kampf um den toxischen US-Dollar wird erbittert geführt. Sehen Sie sich den untenstehenden Wochenchart des Goldkurses an - der Ausbruch scheint kurz bevorzustehen.


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