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Insider warnen: Systemkollaps in Sichtweite

25.06.2016  |  Stefan Gleason
Das systemische Risiko im Finanzwesen nimmt mit jedem Tag weiter zu. Insidern, Vertretern des "Smart Money" und Milliardären bleibt diese Entwicklung nicht verborgen - und sie positionieren sich dementsprechend defensiv.

Der Multimilliardär Carl Icahn, der langfristig auf beispiellose Investmenterfolge zurückblicken kann, hat kürzlich davor gewarnt, dass es "ohne weitere finanzielle Impulse einen Tag der Abrechnung geben wird." Icahns Hedgefonds setzt bereits auf dieses Szenario: Er hat ein Netto-Exposure von 150% gegenüber Short-Positionen an den Aktienmärkten, während er im Rohstoffsektor gleichzeitig auf steigende Kurse setzt.


Superinvestor George Soros ist nun auch ein Goldbug

George Soros, Financier und Spekulant an den internationalen Währungsmärkten, hat das Aktienportfolio seines Fonds insgesamt um 25% reduziert. Ob Sie ihn nun mögen oder nicht - Soros ist in Bezug auf das Finanzsystem mit Sicherheit kein Dummkopf. Er ist ein Insider des Establishments und er sieht offenbar turbulente Zeiten auf uns zukommen. Er besitzt eine nicht unerhebliche Menge physisches Gold und seine größte einzelne Aktienposition ist mittlerweile das Goldunternehmen Barrick Gold.

"Das System selbst ist gefährdet", warnt auch der Anleihenexperte Bill Gross. In seinem aktuellen Marktkommentar zitiert Gross "künstlich aufgeblähte Assetpreise und eine Verzerrung des zu erwartenden Risikos im Verhältnis zu den potentiellen Erträgen."

Grund für die übertrieben hohen Preise für Finanzanlagen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Fonds sind die unnatürlich niedrigen Zinssätze. Der Dank dafür gebührt selbstverständlich den Zentralbanken, insbesondere der Federal Reserve in den USA. Die Märkte schwimmen auf einer Welle der fremdfinanzierten Käufe, die von der ultra-lockeren Geldpolitik der letzten acht Jahre ermöglicht wurde, sowie von der an den Märkten vorherrschenden Überzeugung, dass die Fed als Käufer letzter Instanz einspringen werde, um die Kurse zu stützen.

Der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Alan Greenspan hat in den späten 1990er Jahren dazu beigetragen, eine Spekulationsblase an den Aktienmärkten weiter aufzupumpen. Am Ende seiner Amtszeit hat er dann die aufkeimende Immobilienblase in die Obhut seines Nachfolgers Ben Bernanke gegeben. Ironischerweise hat Greenspan seitdem versucht, sich einen Ruf als in finanzieller Hinsicht verantwortungsbewusster, älterer Staatsmann zu erarbeiten. Zu seiner Verteidigung muss allerdings gesagt werden, dass Greenspan mittlerweile anerkennt, dass die außer Kontrolle geratenen Staatsschulden heute die größte und gefährlichste Blase darstellen - insbesondere angesichts der drohenden demografischen Krise, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit in den Ruhestand gehen. In Bezug auf Gold ist er heutzutage ebenfalls ziemlich bullisch.

"Wir sollten Haushaltsüberschüsse erwirtschaften, statt immer wieder Defizite zu verbuchen. Das ist ein Problem, welches wir schon vor 25 Jahren hätten antizipieren können - und tatsächlich haben wir das auch getan - aber es hat niemand etwas dagegen unternommen. Das ist die Krise, mit der wir jetzt konfrontiert werden," sagte Greenspan zu diesem Thema kürzlich in einem Interview. "Wenn wir keine Kehrtwende machen, steuern wir auf ein Desaster zu."

Mit ungedeckten Verbindlichkeiten, die sich Hochrechnungen zufolge auf 200 Billionen Dollar belaufen, wird der US-Regierung nichts anderes übrig bleiben, als einige ihrer Zahlungsversprechen entweder direkt zu brechen oder den Wert der Verbindlichkeiten mit Hilfe von Inflation soweit zu vermindern, dass sie wieder erfüllbar werden. So stellt sich die Lage im Großen und Ganzen dar. Die nächste zyklische Baisse und ein potentieller Crash könnten jedoch von einem viel näherliegenden Ereignis in der Wirtschaft oder an den übermäßig kreditfinanzierten Finanzmärkten ausgelöst werden.



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