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Es ist Krieg

21.07.2016  |  Captain Hook
Auf der Erde werden heute zahlreiche Kriege geführt. Wir haben den Krieg gegen den Terror, den der Westen nach dem 11. September 2001 begonnen hat, um seinen wichtigsten Industriezweigen, dem Technologiesektor sowie den Druckerpressen und der Gesetzesmanufaktur wieder Arbeit zu verschaffen. Wir haben den Bürgerkrieg in Syrien, ein weiteres westliches Konstrukt mit dem gleichen Ziel.

Dazu kommt noch der Krieg gegen die Drogen, eine offizielle amerikanische Erfindung, um Arbeitsplätze zu schaffen und einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung zu führen. Der "War on Drugs" dient zudem als Vorwand für die Militarisierung des Polizeiapparates und die Umwandlung der USA in einen echten Überwachungsstaat. Es gab diese Tendenzen natürlich schon immer, doch der Krieg gegen die Drogen und die Anschläge vom 11. September beschleunigten die Entwicklung und festigten die Position der herrschenden Klasse, die nun Krieg gegen alles führt, das sich nicht wehren kann und einen Profit abwirft.

In den Mainstreammedien werden Sie darüber nichts hören, weil die Eliten ihre Dorftrottel gern dumm und beeinflussbar lassen möchten. Darin waren sie enorm erfolgreich. Im Kern der Gedankenkontrolle stehen nun Facebook und Co., wo das unglückselige Volk tatsächlich dafür bezahlt, überwacht, ausgebeutet und kontrolliert zu werden. Facebook hat weltweit rund 1,65 Milliarden aktive Mitglieder - ein Zuwachs von 15% im Vergleich zum Vorjahr und um 67% seit 2012. Viele Menschen leben mittlerweile regelrecht auf Facebook und gehen völlig auf im "modernen Lifestyle" und den "Annehmlichkeiten" die er mit sich bringt.

Das geht bis hin zu den Nachrichten, die von der neo-liberalen Gedankenpolizei vorgefertigt werden. Aus diesem Grund hören Sie nie auch nur ein Wort über die herrschende Oberschicht oder den Polizeistaat, der seine eigene Bevölkerung ausraubt - dafür aber umso mehr über diese gemeinen Ausländer, die die heimische Wirtschaft und die Sozialsysteme ausnutzen. Das ist nichts als ein Ablenkungsmanöver. Sie werden dazu gebracht, eine bestimmte Gruppe von Menschen zu hassen, um Sie von Ihren wahren Feinden abzulenken.

Alle guten Dinge müssen jedoch eines Tages enden, selbst für die Ausbeuter und ihre Sippschaft, wie das Brexit-Referendum eindrücklich bewiesen hat. Für die Verteidiger des Staus Quo war das ein echter Schock, nachdem sie gedacht hatten, sie hätten die "verdummten" und "konservativen" Plebs im Vereinigten Königreich unter Kontrolle.

Die Sache ist allerdings die: Wenn Menschen, die der Meinung sind, sie hätten einen "Anspruch" auf alles mögliche, feststellen, dass sie in Wirklichkeit entrechtet wurden, werden sie sich wahrscheinlich gegen ihre Unterdrücker auflehnen. Der Brexit ist de facto eine "sanfte Revolution". Auch die Stimmung hat sich geändert. Harmlose Trottel, die zuvor alles hingenommen haben, haben sich in einen wütenden Mob verwandelt - und der will eine Revolution, ob sanft oder nicht. Die einzigen Kriege, die heute noch geführt werden, richten sich gegen die Schutzlosen. "Veränderungen" werden daher auch künftig weiter durch politische und wirtschaftliche Verschiebungen geprägt werden, insbesondere im Machtgefüge zwischen den USA, China und Russland.

Wir weisen schon seit Längerem darauf hin, dass die Stimmung der Bevölkerung und der weltweite Dezentralisierungsprozess, der dadurch ausgelöst wird, unsere im Wandel begriffenen Nationalökonomien in Zukunft weiterhin prägen werden. Immer mehr Menschen wird bewusst, dass die Umwälzungen und die Unzufriedenheit auf die Makroebene übergegriffen haben. Dieser Prozess wird künftig Fahrt aufnehmen. Erst letzte Woche hat Donald Trump, bevor er überhaupt ins Amt gewählt wurde, China den Wirtschaftskrieg erklärt, und die chinesische Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Die Chinesen werden das Feuer erwidern, bis die westlichen Eliten endlich aus ihrem Traum erwachen.

Der Moment des Erwachens wird ein echter Schock, wenn sich der Kollaps der Papiermärkte beschleunigt. In realen Werten, d. h. gemessen an Gold und anderen echten Vermögenswerten, ist dieser Prozess bereits in vollem Gange. Ein Hinweis auf den Beginn dieser Beschleunigung wäre, wie schon früher erwähnt, ein Ausbruch des Silberpreises, der als Prügelknabe des Status Quo dient und der wichtigste Indikator für den Kontrollverlust der Eliten ist. Die meisten Analysten haben in diesem Zusammenhang nach der 18,50-$-Linie Ausschau gehalten - und diese wurde in der vergangenen Woche mit Nachdruck nach oben durchbrochen.

Zudem war der Silberkurs bereits Ende Juni nach oben ausgebrochen, allen Sentiment-Indikatoren zum Trotz (Pull/Call-Ratio beim Open Interest der ETFs, extreme Marktpositionierungen an der Comex und ein zu allem entschlossener Status Quo). Die Frage der Stunde lautet also, warum? Ist es, weil die oft beschworene Lieferunfähigkeit der Comex endlich Realität geworden ist? Ist es, weil die Chinesen denken, dass die Gründe, die zum Brexit geführt haben (Rebellion gegen das Establishment), auch dazu führen werden, dass Donald Trump der nächste Präsident wird, und sie sich dann mit ihm herumschlagen müssen?

Ich glaube allerdings nicht, dass China die USA verärgern wird, solange es nicht unbedingt notwendig ist, denn das würde den Handel, die Investitionen etc. zu stark beeinträchtigen. Ob die Spekulanten das aufgrund einiger unüberlegter Kommentare von Trump jedoch für möglich halten, ist eine andere Sache. Die Frage ist, ob die Spekulanten einen Plan B haben, falls das doch noch nicht das "Endspiel" ist. China müsste zunächst einen echten Währungskrieg gegen die Vereinigten Staaten erklären. Solange die Wahnsinnigen, die an der Macht sind, noch Respekt vor den nuklearen Waffenarsenalen der anderen Staaten haben, werden das die Kriege der Zukunft sein - Währungskriege und Wirtschaftskriege.

Man könnte natürlich argumentieren, dass diese Kriege bereits geführt werden. Es kommt jedoch darauf an, in welchem Ausmaß und in welchem Tempo. Davon hängt ab, ob es sich nur um ein leichtes Gefecht oder ein Blutbad handelt. Es ist derzeit schwer vorstellbar, dass China einen ernsthaften Angriff startet. Sie werden erst etwas unternehmen, wenn ihre Währung Teil des Sonderziehungsrechts ist und wenn sie entweder nicht mehr mit einer schweren Vergeltung rechnen müssen, oder wenn es an der Handelsfront nicht mehr viel zu verlieren gibt (weil die Aktien- und Anleihemärkte bereits crashen).

Kursausbrüche nach oben bei den Edelmetallen sind daher im Moment eher unwahrscheinlich, insbesondere da auch die Spekulanten wieder auf der falschen Seite des Marktes positioniert sind (d. h. sie sind zunehmen bullisch). Wenn sich auf fundamentaler Ebene nicht etwas Grundlegendes ändert (z. B. Nachwirkungen des Brexits - ist das neuerliche Gelddrucken schon eingepreist?), dann könnte sich ein Ausbruch nach oben als falscher Frühling erweisen. Sie werden sich erinnern, dass der Goldkurs an mindestens zwei Tagen über der 1.325-$-Linie schließen muss, bevor es einen Grund zur Begeisterung gibt. Am vergangenen Freitag war das der Fall, doch wir müssen zunächst diese Woche abwarten. Egal, wie wir es drehen und wenden - die Lage an den Edelmetallmärkten bleibt gefährlich und es ist noch immer ratsam, Vorsicht walten zu lassen.


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