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Billiges Geld

04.08.2016  |  Captain Hook
Gibt unter meinen Lesern vielleicht den einen oder anderen Fan von Rodney Dangerfield? Ich könnte es Ihnen jedenfalls nicht verübeln, er war wirklich urkomisch. Er war der König der Einzeiler, aber sein Talent reichte noch viel weiter. Für den Zweck des heutigen Artikels möchte ich gern einen weiteren berühmten Ausspruch von ihm aus dem Film "Monty - der Millionenerbe" (engl. Originaltitel "Easy Money") borgen: "Es ist nicht leicht, ich zu sein."

In diesem Fall ist die Pointe jedoch nicht besonders witzig - eigentlich ist sie überhaupt nicht witzig. Es wird immer schwieriger, in der verrückten Welt von heute zu überleben, in der die Psychopathen frei herumlaufen und versuchen, alles und jeden zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen. Und nur allzu oft handelt es sich bei diesen Psychopathen um unsere Führungskräfte.

Je nach Standpunkt kann das Zitat von Rodney Dangerfield natürlich unterschiedliche Bedeutungen haben, d. h. je nachdem, ob Sie mit Ihrem Platz im aktuellen System zufrieden sind oder nicht. Selbst die Machthabenden und die Banker können ihre lachhaften Maßnahmen und ihre Vetternwirtschaft mit dem Satz "Es ist nicht leicht, ich zu sein" verteidigen, wenn sie versuchen all das Gelddrucken rechtfertigen - dabei trifft in Wirklichkeit das Gegenteil zu.

Sie möchten uns glauben machen, dass das viele billige Geld und das Ponzi-Finanzsystem "notwendig" sind, weil andernfalls die (aufgeblähten) Märkte einbrechen könnte. Aus diesem Grund sollten Sie sich für die nahe Zukunft auf die weitere Lockerung der Geldpolitik einstellen - und das wird nicht die letzte bleiben. Die entsprechenden Maßnahmen werden zunehmend ausgeweitet und verstärkt werden, um die noch immer träge Konjunktur in zahlreichen Ländern anzukurbeln.

Es ist schon lustig, wenn die Zentralbanker darüber reden, wie stark die Wirtschaft ist, und dass sie die Geldpolitik straffen müssen. Um es mit den Worten von Max Keiser zu sagen: "Man kann ein Ponzi-System nicht mehr eindämmen." Und wir erleben zur Zeit die Endphase des größten Ponzi-Systems der Geschichte, besser bekannt als Federal Reserve. Obwohl sich die US-Notenbank den Anschein gibt, hart zu arbeiten, um die Wirtschaft auf den richtigen Kurs zu bringen, tun die Zentralbanken in Wirklichkeit nichts, als billiges Geld zu drucken. Tag um Tag erschaffen sie mehr Fiatgeld aus dem Nichts. Dabei zahlt die Fed zuerst sich selbst und ihre Freunde aus und lässt die Krümel für die Bauerntölpel übrig - für Sie und mich.

Wenn Sie das nächste Mal hören, wie ein Mitarbeiter der Federal Reserve über eine "Kursänderung" und die Instrumente spricht, die der Notenbank zur Verfügung stehen, um die Wirtschaft zu stimulieren, dann lassen Sie sich nicht täuschen - Sie wissen, was die Fed wirklich tut. Sie ist nicht bemüht, die Wirtschaft angemessen zu lenken, sondern versucht zu verbergen, dass sie auf Tricks und Nepotismus zurückgreift. Der große Betrug des Gelddruckens so angelegt ist, dass die Notenbank selbst auf Kosten der Öffentlichkeit davon profitiert. Die Banker haben keinen Respekt für das Volk. Das sollte Ihnen nicht nur bewusst sein, Sie sollten auch Ihren Teil dazu beitragen, dass dieser Schwindel so bald wie möglich endet.

Da die Dinge bis zum aktuellen kritischen Zeitpunkt fortgeschritten sind, ist es vielleicht am besten weiterhin "passiv-aggressiv" zu bleiben, denn schließlich geht es nun schon seit mehr als 100 Jahren so - und es kann ja nicht viel länger so weitergehen, nicht wahr? Wenn man sich ansieht, wie die meisten Menschen auf die aktuellen Zustände reagieren, kann einen das fast in den Wahnsinn treiben. Die meisten wollen einfach nur mehr Geld haben und dann mit all den anderen Taugenichtsen, die das System ausnutzen, nach Elysium aufbrechen.

Leider scheinen diese Leute immer wieder zu vergessen, dass es auf der Welt nichts umsonst gibt, auch nicht, wenn Geld direkt an die Bevölkerung verteilt wird. Es kann einem allerdings auch wirklich den Spaß verderben, die Werke Ludwig von Mises zu lesen, wenn man versucht sich in einen Rausch der hedonistischen Euphorie hineinzusteigern (obwohl sich die meisten Menschen lieber damit beschäftigen sollten, wie sie das Kommende überstehen).

Da wir bereits die quantitativen Lockerungen sowie die Niedrig- und die Nullzinspolitik haben, sollte es Sie nicht überraschen, wenn neue und radikalere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik ergriffen werden. Helikoptergeld ist offenbar der nächste Punkt auf der Agenda, auch wenn er nicht unbedingt neu ist, wie mein erster Artikel zu diesem Thema, "A Check in Every Mailbox", aus dem Jahr 2012 zeigt.

Entweder wird das Helikoptergeld tatsächlich beschlossen, oder der Status Quo wird in diesem Herbst in den USA von einem wütenden Mob abgewählt - wobei Letzteres wahrscheinlich so oder so geschehen wird. Aus diesem Grund haben sich die Aktienkurse in letzter Zeit auch so gut entwickelt: Die Verfechter des Status Quo wollen das aktuelle System erhalten und dazu müssen sie dem Volk zeigen, wie wunderbar traumhaft das Leben zur Zeit ist. Ich wies bereits vergangene Woche darauf hin, dass der S&P 500 (SPX) genau aus diesem Grund noch auf mindestens 2.200 Punkte steigen wird, vielleicht sogar höher.

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Abbildung 1


Technischer Hinweis: Offenbar ist es gelungen, den CBOE Volatility Index (VIX) zu Handelsschluss am Freitag nach unten zu drücken, sodass das SPX/VIX-Verhältnis direkt an der untersten der in Abb. 1 eingezeichneten Fächerlinien schloss. Was sagt Ihnen das? Natürlich, dass sich die Aktienkurse bis zur Democratic National Convention gut entwickeln sollen, aber das ist noch nicht alles. Aus technischer Sicht wäre ich bei Aktienverkäufen vorerst eher zurückhaltend, zumindest bis der Relative-Stärke-Index RSI im obenstehenden Chart ebenfalls auf einen Widerstand trifft.

Das SPX/VIX-Verhältnis würde dann die oberste der Fächerlinien erreichen und der S&P 500 selbst würde höchstwahrscheinlich auf mehr als 2.200 Punkte steigen. Der VIX befindet sich dagegen auf dem Weg zur 10-Punkte-Linie, die er vielleicht sogar noch Ende dieses Monats erreichen wird.

Der wichtigste Chart ist in diesem Zusammenhang der risikogewichtete SPX-Chart, den Sie oben sehen. Die Bildung eines Tops wird beginnen, wenn das SPX/VIX-Verhältnis auf Monatsbasis innerhalb des eingezeichneten Fächers schließt. Als der VIX am Freitag neue Tiefs auslotete, wurde die unterste Fächerlinie bereits getestet, doch dabei handelte es sich zunächst nur um eine vorübergehende Erscheinung. Angesichts all des neu gedruckten Geldes sollte sich das allerdings eines Tages ändern, wie auch die schwache Performance der US-Kreditmärkte in dieser Woche signalisierte.

Die wenig überzeugende Entwicklung der Aktienkurse am Freitagnachmittag tat dem Abverkauf an den Anleihemärkten keinen Abbruch. Wie wir bereits angedeutet haben, wird sich das letztlich auch positiv auf die Edelmetalle auswirken. Wenn die Zinsen erneut steigen, steht jedoch zu erwarten, dass die Edelmetalle, angeführt von den Aktien, zunächst nachgeben und einen Teil ihrer Kursgewinne wieder abtreten müssen (siehe Abbildung 2).


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